Koblenzer Frauenselbsthilfe nach Krebs in Magdeburg
Unterstützung für Menschen mit metastasierten Krebserkrankung
Koblenz. Mehr als 600 Teilnehmende haben am vergangenen Wochenende in Magdeburg am Bundeskongress der Frauenselbsthilfe nach Krebs (FSH) teilgenommen. Die FHS ist Deutschlands größte und ältester Krebs-Selbsthilfeorganisation. Neben den Mitgliedern war die Veranstaltung wie immer auch ein Anziehungspunkt für Onkologen, Psychoonkologen, Sozialarbeiter und Pflegende.
Weiterbildung und Netzwerk
Auch das Leitungsteam der Gruppe Koblenz besuchte den einmal jährlich stattfindenden Kongress. „Die Veranstaltung bietet viele Möglichkeiten, um uns fortzubilden. Es geht jedoch auch darum, gemeinsam unseren großen Verband weiterzuentwickeln“ erläutert Monika Fischbach, Leiterin der Gruppe Koblenz. „Im Moment konzentriert sich die FSH zum Beispiel auf den Aufbau eines bundesweiten Netzwerks für Menschen mit Metastasen, denn sie brauchen ganz besondere Selbsthilfe-Angebote, um ihrer speziellen Erkrankungssituation gerecht zu werden.“
Bedarf wurde ermittelt
Um den genauen Bedarf zu ermitteln, hat die FSH in den vergangenen Monaten eine große Umfrage mit Unterstützung des Lehrstuhls für Selbsthilfeforschung in Freiburg durchgeführt. „Die Umfrage hat uns gezeigt, dass die Betroffenen einen ganz besonderen Bedarf an Unterstützung haben und ergänzende, speziell auf sie abgestimmt Angebote brauchen“, so Dr. Sylvia Brathuhn, FSH-Bundesvorsitzende. „In Magdeburg haben wir im Rahmen eines Open Space unter anderem gemeinsam über die konkreten Maßnahmen diskutiert. Nun geht es an die Umsetzung des Projekts, dem wir den Arbeitstitel ,FSH! Mutig. Bunt. Aktiv – Leben mit Metastasen‘ gegeben haben.“
Starke Gemeinschaft
Neben dieser verbandsinternen Arbeit schätzen die Mitglieder beim Bundeskongress ganz besonders das Gefühl, einer großen, starken Gemeinschaft anzugehören. „Die Atmosphäre ist hier immer sehr inspirierend und motivierend“, so Monika Fischbach.
„Wir kehren jedes Jahr mit vielen neuen Ideen für die Gruppenarbeit nach Hause zurück.“
Menschen mit einer Krebserkrankung, die die Frauenselbsthilfe kennenlernen möchten, können jederzeit zu einem Treffen der Gruppe Koblenz kommen.
Die Teilnahme ist kostenfrei und unverbindlich.
Die Gruppe Koblenz trifft sich immer am 4. Donnerstag im Monat um 18.30 Uhr in Koblenz im Kath. Klinikum Marienhof (MVZ).
Kontakt: Monika Fischbach, Telefon (0261) 1004721, E-Mail: monika.fischbach@t-online.de;
Tatjana Pernutz, Telefon (0261) 703630, E-Mail: tapern@kabelmail.de
FSH-Gruppe Koblenz
