Allgemeine Berichte | 22.10.2016, 11:54 Uhr

Eifelverein Sinzig erkundete die Umgebung von Burg Eltz

Unterwegs auf dem Traumpfad

Die Wanderfreunde vom Sinziger Eifelverein waren rund um Burg Eltz unterwegs. privat
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Sinzig. Weite Ausblicke, ein sprudelnder Bach und eine imposante Burg sind die Merkmale des Traumpfads „Eltzer Burgpanorama“, der als „Deutschlands schönster Wanderweg 2013“ ausgezeichnet wurde. Das zu erkunden, machten sich 17 Wanderinnen und Wanderer des Sinziger Eifelvereins auf den Weg. Wanderführer an diesem Samstag war Frank Michael Dost.

In Pkw-Fahrgemeinschaften wurde der Parkplatz in Wierschem erreicht, wo die Eifelfreunde eine Flagge mit dem Traumpfadlogo über den Beginn des Traumpfads informierte. Bei leichtem Nieselregen, der bald nachließ, ging es leicht ansteigend auf das Moselplateau. Dort erwartete die Gruppe eine eindrucksvolle Aussicht auf die sanft hügelige Hochebene des Maifeldes, dessen Böden als besonders fruchtbar gelten.

Auf naturbelassenen Wegen und Pfaden durch den Gräflich Eltzschen Wald verloren die Tourengänger kontinuierlich an Höhe und erfreuten sich an den vielen Schleifen des Elzbachs. Dieser kleine Fluss entspringt am Hochkelberg in der Hohen Eifel; auf seinem Weg zur Mosel bei Moselkern legt er rund 59 Kilometer zurück.

Nun luden Tische und Bänke zur Rast ein. Vorbei an einem stillgelegten Steinbruch querte man auf einer alten Steinbrücke den Bach. Hier, wo sich Traumpfad und Moselsteig treffen, ist das Highlight der Wanderung nicht mehr weit. Man hätte es nicht besser inszenieren können: Noch einmal leicht bergan, dann eine kleine Biegung um eine Felsklippe, und Burg Eltz zeigte sich in ihrer ganzen Schönheit. Die Wanderfreunde nahmen sich genügend Zeit für die märchenhafte Burg. Sie wird bereits gegen Mitte des 12. Jahrhunderts erstmals in Urkunden erwähnt. Durch ihre versteckte Lage im Elzbachtal wurde sie nie zerstört; eine der wenigen Burgen im Rhein-Mosel-Gebiet, die diesem Schicksal entging.

Nach dem Ausflug ins „Mittelalter“ wanderte die Gruppe in stetem Auf und Ab, begleitet vom leisen Plätschern des malerischen Elzbachs, auf schmalen Pfaden in Richtung „Ringelsteiner Mühle“ und hielt vor dem anspruchsvollsten Teil der Wanderung ausgiebig Mittagsrast. Nun war Kondition gefragt, denn auf rund einem Kilometer ging es in Serpentinen wieder steil hinauf zum Moselplateau. Die Landschaft öffnete sich, und im Wechsel zwischen Wald und Feld näherte sich die Gruppe, vorbei am Tholeister Hof, dem Ausgangspunkt der Wanderung in Wierschem.

Der kleine Ort hat 360 Einwohner. Ein Rundgang dort bot Überraschendes: Am Dorfplatz befindet sich die alte Schule, in deren Erdgeschoss in früheren Zeiten Brot in einem Backes gebacken wurde. Im Obergeschoss wurden etwa 100 Kinder aus den umliegenden Dörfern in zwei Schichten unterrichtet. Eine Info-Tafel erinnerte daran, dass es einst eine Synagoge und jüdisches Leben in Wierschem gab. Auf einer Anhöhe neben dem Friedhof steht die Dorfkirche „St. Apollonia“, die älteste Kirche auf dem Maifeld mit einem bemerkenswerten Tonnengewölbe aus dem 14. Jahrhundert.

In einem Landgasthof in Wierschem ließen die Eifelfreunde den wunderschönen Wandertag ausklingen, ehe sie die Heimfahrt antraten.

Die Wanderfreunde vom Sinziger Eifelverein waren rund um Burg Eltz unterwegs. Foto: privat

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