Müdener Ortsvereine - auf sechstägiger Seniorenfreizeit
Unterwegs im Oberpfälzer Wald
51 Seniorinnen und Senioren aus Müden und Umgebung besichtigten viele Sehenswürdigkeiten
Müden. 51 Seniorinnen und Senioren aus Müden und Umgebung machten sich erwartungsfroh zur diesjährigen sechstägigen Seniorenfreizeit auf. Schon vor dem Einstieg in den Bus waren die meisten Koffer von fleißigen Helfern an der Haustür abgeholt worden. Einen noch früheren Start in den Tag hatten die Organisatoren, Greet und Erich Möntenich, da die Brötchen abzuholen waren und liebevoll für jeden Teilnehmer drei Brötchenhälften belegt wurden. Mit zwei Zwischenstopps, bei denen auch das schon traditionelle 2. Frühstück mit Fleischwurst, Brötchen und Schnäpschen eingenommen wurde, erreichte die Reisegruppe nachmittags das Landhotel „Kastanienhof“ in Georgenberg im Oberpfälzer Wald. Nach der Schlüsselverteilung bei Kaffee und Kuchen und dem Bezug der zum größten Teil neu renovierten Zimmer machten einige Teilnehmer noch eine kurze Wanderung, andere erkundeten die unmittelbare Hotelumgebung. Am nächsten Tag stand ein Besuch der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg auf dem Programm. Die beiden Ausstellungen auf dem ehemaligen KZ-Gelände mit z. T. drastischen Bildern, hervorragend aufbereiteten Film- und Tondokumenten und vielen Ausstellungsstücken ließen wohl die wenigstens unbeeindruckt. „So etwas darf niemals mehr passieren..“ war die einhellige Meinung. Nach der Rückkehr ins Hotel war Zeit für eigene Unternehmungen, wie z. B. Wanderungen in die nähere und weitere Umgebung. Danach wurden in Gruppen Planwagenfahrten mit Erläuterungen bis zur tschechischen Grenze angeboten.
Rundfahrt durch Tschechien
Am folgenden Tag wurde eine Rundfahrt durch Tschechien mit Besuch des Klosters Tepl und der Stadt Marienbad durchgeführt. Der Reiseleiter, ein ausgewiesener Kenner des Nachbarlandes, erzählte unterhaltsam viel Wissenswertes über die Landschaft und die Menschen, aber auch über die Sehenswürdigkeiten auf der Route. Abends wurde Freibier ausgeschenkt und schon bald sangen die Teilnehmer unter der Gitarrenbegleitung von Wilfried Leberig die schönen alten Volkslieder aus voller Brust. Die Fahrt am nächsten Tag führte in den Norden der Oberpfalz nach Wiesau. Hier erklärte Herr Bächer, wie die Teichwirtschaft funktioniert. Alle Teilbereiche von der Zucht bis zur Vermarktung wurden fachkundig erläutert und zum Teil vorgeführt. Hierbei wurden alle Fragen beantwortet und auch der Schutz der Teiche vor Fischräubern thematisiert. Zum Abschluss hatte jeder die Gelegenheit leckere Fischspezialitäten zu kosten.
Heubraten und bayerische Spezialitäten in der Oberpfalz
Weiter ging die Fahrt wieder Richtung Süden nach Weiden in der Oberpfalz. Das beschauliche Städtchen mit seiner reizvollen Altstadt und der in großen Teilen erhaltenen Stadtmauer konnte auf eigene Faust erkundet werden. Das Abendessen wurde von „starken Männern“ vom Backhaus ins Restaurant transportiert. Heubraten und weitere bayerische Spezialitäten wurden zu Semmelknödeln aufgetischt. Außerdem war für diesen Abend vom Hotel ein Alleinunterhalter für die Gruppe bestellt. Erst zaghaft, dann jedoch in immer größerer Anzahl schwangen vor allem die älteren Teilnehmer, das Tanzbein. Nach der allmorgendlichen Gymnastik brachte der Bus die Senioren am vorletzten Tag nach Tirschenreuth. Auf dem ehemaligen Landesgartenschaugelände, dem Fischhofpark, luden zahlreiche Rundwanderwege, vorbei an schönen Blumenbeeten, zu einem Spaziergang ein. Über die Max-Gleißner-Brücke, eine Spannbandbrücke, erreichte man fast „freischwebend“ die nette Innenstadt mit dem Marktplatz. Von Tirschenreuth war es dann nur noch ein Katzensprung nach Mitterteich-Großbüchlberg zur „Petersklause“. Hier wartete schon eine reichlich belegte „kalte Platte“ auf die Teilnehmer.
Wallfahrtskirche Kappl - die Zahl drei dominiert
Anschließend nahm man in der „Bimmelbahn“ Platz und es ging in gemächlicher Fahrt zur Wallfahrtskirche Kappl. Sie zählt zu den eigenartigsten Kirchenschöpfungen Deutschlands. In dem barocken Zentralbau, erbaut 1685 – 1689 nach Plänen von Georg Dientzenhofer, ist die göttliche Dreifaltigkeit als Architektursymbol dargestellt. In allen Bauteilen dominiert die Zahl drei. Im Außenbau ist der Gedanke der Dreieinigkeit in den drei Türmen und den drei Dachreitern mit Zwiebelhauben versinnbildlicht. Auch in der Kirchenausstattung tritt der Gedanke der Trinität in Erscheinung. Den Innenraum bilden drei Konchen, die sich um ein gedachtes gleichseitiges Dreieck legen. Über den dreimal drei Altären wölben sich drei Halbkugeln und in den drei Ecken des Grundrisses stehen drei Säulen. Weiter ging die Fahrt über wenig befahrene Wege zur Lourdeskapelle in der Nähe des Klostergutes Mitterhof. Ziel war die Stiftsbasilika Waldsassen, die jedoch aufgrund eines Brandes kurz vor der Ankunft nicht besichtigt werden konnte. Doch bereits nach kurzer Zeit stand der Bus zur Rückfahrt ins Hotel wieder bereit. Nach einem reichhaltigen Frühstücksbuffet am nächsten Tag hatte das Hotel noch für jeden Teilnehmer ein kleines Brot und zwei Scheiben Fleischkäse als Verpflegung für unterwegs vorbereitet. Mit vielen neuen Eindrücken traten alle die Rückreise an und erreichten gegen Abend wieder die Heimat.
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