Allgemeine Berichte | 28.06.2021

Schwester Barbara Spiegelhoff ist die neue Gemeindeschwester plus in der VG Montabaur

Unterwegs zu den Menschen

Ansprechpartnerin für Menschen ab 80 Jahren

Schwester Barbara Spiegelhoff hat ihr Büro in der in der Bonhoefferstraße 3 im Quartier Süd in Montabaur bereits bezogen. Von hier aus startet die neue Gemeindeschwester plus ihre Besuche bei den älteren Menschen in der Verbandsgemeinde Montabaur. Foto: privat

Montabaur. Viele Menschen brauchen auch im hohen Alter noch keine Pflege. Für sie ist es wichtig, dass sie Tipps und Beratung über vorbeugende und gesundheitsfördernde Maßnahmen erhalten, damit sie so lange wie möglich in ihrem gewohnten Umfeld ein gutes, selbstständiges und selbstbestimmtes Leben führen können. Um sie dabei entsprechend zu unterstützen, hat das Land Rheinland-Pfalz bereits 2015 das Projekt „Gemeindeschwester plus“ ins Leben gerufen, das in zahlreichen Städten, Gemeinden und Kreisen umgesetzt wird.

Ab sofort gibt es nun auch in der Verbandsgemeinde Montabaur eine solche Gemeindeschwester plus. Nach einem Antrag der SPD, hatte der Verbandsgemeinderat das Projekt auf den Weg gebracht. Für die Umsetzung holte sich die Verbandsgemeinde mit dem Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn einen kompetenten Kooperationspartner ins Boot, der fachlich wie personell dafür bestens aufgestellt ist. Die durch das Land geförderte 50-Prozent-Stelle ist zunächst bis Jahresende befristet. Allerdings sind alle Beteiligten zuversichtlich, dass das Projekt auch über 2021 hinaus fortgeführt werden kann. Immerhin leben in der Verbandsgemeinde Montabaur aktuell rund 2500 Personen in der Altersgruppe ab 80 Jahren. Sie können sich ab sofort vertrauensvoll an die neue Gemeindeschwester plus wenden.

Diese heißt Schwester Barbara Spiegelhoff und hat ihr neues Büro in der Bonhoefferstraße 3 (neben dem Pflegestützpunkt, direkt gegenüber der Kita Sonnenschein) im Quartier Süd in Montabaur bereits bezogen. Von hier aus macht sie sich künftig zu den Hausbesuchen bei hochbetagten Menschen auf, die sich Unterstützung wünschen. „Es sollen natürlich alle von dem neuen Angebot profitieren“, sagt Schwester Barbara und weist darauf hin, dass sie für alle 24 Ortsgemeinden der Verbandsgemeinde sowie für die Stadt Montabaur mit ihren sieben Stadtteilen zuständig ist. Sie freut sich auf die neue Aufgabe und ist gleichzeitig gespannt, was so alles auf sie zukommt. „Ich bin die erste Gemeindeschwester plus in der Verbandsgemeinde Montabaur überhaupt und somit in diesem Bereich eine Art Pionierin“, lacht die 61-Jährige. Zunächst will sie sich einen Gesamtüberblick verschaffen, um nach und nach ein entsprechendes Netzwerk aufbauen zu können. „Aktuell mache ich mir ein Bild von den bestehenden Angeboten, die für ältere Menschen in der Verbandsgemeinde Montabaur bereits zur Verfügung stehen, etwa Freizeitangebote oder Nachbarschaftshilfen“, erklärt die neue Gemeindeschwester plus und ergänzt: „Dabei ist es mir wichtig, zu schauen, wo ich gegebenenfalls andocken und welche Lücken ich möglicherweise noch schließen kann.“

Schwerpunkt der Arbeit der Gemeindeschwester plus werden die Hausbesuche sein. „Die Gemeindeschwester plus unterstützt und hört zu“, erklärt Schwester Barbara Spiegelhoff und betont, dass sie dabei keinerlei pflegerische Tätigkeiten ausübt. „Bei Fragen rund um das Thema Pflege stelle ich aber gerne einen Kontakt zum örtlichen Pflegestützpunkt her“, sagt sie. Die Hauptaufgaben der Gemeindeschwester plus beinhalten das Beraten, Begleiten und Vernetzen. „Ich habe ein offenes Ohr für die älteren Menschen, höre zu, nehme wahr und vermittle“, betont Spiegelhoff. Sie kümmert sich um die vielfältigen Belange der Seniorinnen und Senioren im Vorfeld ambulanter oder stationärer Pflege und informiert über die zahlreichen Hilfsangebote, die die Menschen in Anspruch nehmen können, um den Alltag zu erleichtern. Dabei setzt Schwester Barbara insbesondere auch auf ihre eigene Lebenserfahrung sowie auf eine langjährige Berufserfahrung.

1960 in Neuss am Rhein geboren, absolvierte Schwester Barbara Spiegelhoff nach dem Abitur eine Ausbildung zur Krankenschwester. Den Titel „Schwester“ zu ihrem Namen trägt sie nicht von ungefähr: Vor 38 Jahren trat sie in die Gemeinschaft der Dernbacher Schwestern (Arme Dienstmägde Jesu Christi, ADJC) ein, in der sie seither lebt. Nach der Ausbildung war sie zunächst viele Jahre sowohl im Krankenhaus als auch in der ambulanten Pflege in verschiedenen Sozialstationen tätig, so auch in der Carits-Sozialstation Montabaur/Wallmerod.

Die ersten nützlichen Tipps für ihre neue Aufgabe erhielt sie bei einer zweitägigen Schulung in Mainz. Nun aber geht es darum, Kontakt zu den älteren Menschen aufzubauen. Zum persönlichen Kennenlernen und zu Gesprächen besucht die Gemeindeschwester plus die Seniorinnen und Senioren gerne bei diesen zu Hause. „Das Angebot ist kostenlos. Und natürlich unterliege ich der Schweigepflicht“, erklärt Schwester Barbara Spiegelhoff. Wenngleich sie eine Dienstleistung anbietet, steht für die neue Gemeindeschwester plus vor allem der persönliche Kontakt mit den Menschen im Mittelpunkt. Sie freut sich jetzt schon auf die Begegnung mit den älteren Menschen in der Verbandsgemeinde Montabaur.

Kontakt mit der Gemeindeschwester plus: Schwester Barbara Spiegelhoff, Bonhoefferstraße 3, 56410 Montabaur, Telefon: (02602) 9 47 96 37, Mobil: (0151) 67 96 43 24, E-Mail: gemeindeschwesterplus@cv-ww-rl.de.

Ein Kooperationsprojekt

Die Gemeindeschwester plus ist ein Projekt der VG Montabaur in Kooperation mit dem Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn. Der Kooperationsvertrag sieht vor, dass die Verbandsgemeinde Trägerin des Projektes ist, der Caritasverband ist Anstellungsträger. Fachlich begleitet wird die Arbeit der Gemeindeschwester plus von Judith Gläser, der Generationenbeauftragten der VG. Für die Caritas verantwortet Claudia Brockers, Abteilungsleiterin für ambulante Pflege, das Projekt. Gefördert wird es durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung sowie der in Rheinland-Pfalz vertretenen gesetzlichen Krankenkassen und Krankenkassenverbände.

Pressemitteilung

Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn e. V.

Schwester Barbara Spiegelhoff hat ihr Büro in der in der Bonhoefferstraße 3 im Quartier Süd in Montabaur bereits bezogen. Von hier aus startet die neue Gemeindeschwester plus ihre Besuche bei den älteren Menschen in der Verbandsgemeinde Montabaur. Foto: privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Sandra Sattler: Der Zustand der L330 zwischen. Nassau und Zimmerschied ist eine absolute Katastrophe- und das nicht erst seit gestern! Wir sind wohnhaft in Hömberg und werden seit vielen Jahren mit diversen Ausreden vom LBM vertröstet.
  • Janek: Wer die Strecke kennt, kann sich den Grund bereits denken … Der Straßenzustand ist dort so schlecht, dass er besonders für Motorradfahrer ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko darstellt. Dem verunglückten...
  • Siegfried Kowallek: Verwunderlich ist weiterhin, dass die SPD der Neuwieder CDU vorhält, gegen den Unvereinbarkeitsbeschluss der Christdemokraten in Bund und Land im Hinblick auf die Partei Die Linke zu verstoßen. In insgesamt...
  • Siegfried Kowallek: Die Nennung von BSW und der Partei Die Linke im selben Kontext ist sachlich nicht gerechtfertigt und damit unredlich. Prominentester linker Befürworter deutscher Waffenlieferungen an die Ukraine ist Bodo...
  • Beatrix Biskup: Ich habe Bibliotheken immer geliebt und ich freue mich über jeden Schritt den die Stadtbibliothek in Richtung Zukunft geht und über jede Veranstaltung die diese durchführen würde.
Imageanzeige
Dienstleistungen
Imageanzeige - Dauerauftrag
Anlagenmechaniker
Stellenanzeige mehrere Stellen
Stellenanzeige
Titelanzeige KW 15
Sonderseite 02 -Wohnträume NR
SO 2 - Wohnträume Sonderseiten -bitte beim Text vom Gartenmarkt
Empfohlene Artikel
Symbolbild.  Foto: pixabay.com
28

Region. Auch in unserer Region gibt es sie: die stillen Stars des Alltags. Menschen, die anpacken, helfen, Verantwortung übernehmen oder einfach für andere da sind. Ob Feuerwehrmann, engagierte Ortsbürgermeisterin, unermüdliche Nachbarschaftshelfer oder die gute Seele im Sportverein – sie alle sind Heimathelden! BLICK aktuell möchte diesen Menschen eine Bühne geben und der Öffentlichkeit vorstellen – in einer neuen Serie in unserer Zeitung.

Weiterlesen

Symbolbild.  Foto: pixabay.com
11

Region. Wir von BLICK aktuell möchten wissen, wo in eurer Heimatstadt oder Kommune der Schuh drückt! Aus diesem Grund haben wir die neue Serie „HeimatCheck“ ins Leben gerufen. Ob kleine Ärgernisse oder große Probleme: Schreibt uns, was euch bewegt, und wir berichten für euch! Handlungsbedarf gibt es eigentlich immer, sei es bei:

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild. Foto: pixabay.com
29

Insbesondere für Säuglinge, Kleinkinder, Senioren und Menschen mit geschwächtem Abwehrsystem ist eine Salmonellen-Erkrankung gefährlich

10.04.: Lebensmittelrückruf: Salmonellen in beliebter Haselnuss-Nougat-Creme

Region. Die Sächsische und Dresdner Back- und Süßwaren GmbH & Co. KG ruft die Haselnuss-Nougat-Creme der Marke Nudossi auch aus dem rheinland-pfälzischen Handel zurück. Grund: Es wurden Salmonellen nachgewiesen.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: ROB
17

Zwei Polizisten aufgrund von Schwere der erlittenen Verletzungen bis auf Weiteres dienstunfähig

06.04.: Nach Angriff auf Polizisten in Leverkusener Shisha-Bar: Polizei ermittelt gegen 22 Tatverdächtige

Leverkusen. Nach dem Angriff auf Polizisten in einer Shisha-Bar in Leverkusen-Opladen in der Nacht zum Montag (6. April) hat die Polizei Köln eine Ermittlungsgruppe eingerichtet. Insgesamt wird nach jetzigem Stand gegen 22 Angehörige einer Großfamilie ermittelt. Um den Tatablauf zu rekonstruieren, wertet die Ermittlungsgruppe unter anderem Bodycam-Aufnahmen der eingesetzten Polizisten aus.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: pixabay.com
15

Federspielgerät war fest im Boden einbetoniert und erst kürzlich installiert worden

10.04.: Koblenz: Unbekannte klauen brandneues Spielgerät von Spielplatz

Koblenz-Horchheim. Unbekannte Täter haben in der Zeit vom 09.04.2026 16:00 Uhr bis 10.04.2026 11:00 Uhr ein neu montiertes Federspielgerät vom Spielplatz hinter dem Gebäude der Sparkasse in Horchheim entwendet. Das Spielgerät war fest im Boden einbetoniert und erst vor kurzer Zeit installiert worden.

Weiterlesen

Dauerauftrag 2026
Rund ums Haus
Imageanzeige
Stellenanzeige Personalsachbearbeiter/in
Stellenanzeige Kita
Koblenzer Kneipengeschichten
Sonderseite 02 -Wohnträume NR
SO 2 - Wohnträume Sonderseiten, beim Artikel Gartenmarkt/Stadt Neuwied
Sonderseite 02 -Wohnträume NR
Angebotsanzeige (April)
Wohnträume
Wohnträume
Sachbearbeiter (m/w/d)