Wallfahrt im Wirftbachtal
Uralte Tradition wurde fortgeführt
Bereits im 16. Jahrhundert wurde zur Noth Gottes nach Müllenwirft gepilgert
Wirft. Bereits zum neunundzwanzigsten Mal wurden die Pilger mit einer Andacht, zelebriert von Pater Mathew, im Tal zur Barweilerer Mühle an der Kapelle zur Noth Gottes empfangen. Musikalisch wurde die Andacht von den Hoffelder Bergmusikanten begleitet. Damit wurde eine lange Tradition fortgesetzt, die seit dem 16. Jahrhundert Bestand hat, als die Wallfahrtskapelle Müllenwirft, auch Wallfahrtskapelle zur Noth Gottes. genannt, entstand zu Ehren der Heiligen Dreifaltigkeit, des Leidens Christi und seiner gebenedeiten Mutter sowie zu Ehren des heiligen Johannes des Täufers und anderer Heiligen. Der stattliche Bau mit 32 Metern Länge und elf Metern Breite, vier Altären, einer Kanzel, vier Beichtstühlen zahlreichen Bildern und Leuchtern sowie einer Sakristei lag in den Wiesen des Wirftbachtals zwischen Barweilerer Mühle und der heutigen Landesstraße L 10. Die über die Jahrhunderte sehr bekannte Wallfahrtsstätte in der Hocheifel lag in der Obhut der Johanniterkommende, und des Franziskanerklosters in Adenau und mit deren Auflösung durch die französischen Behörden um 1800 wurde die Kapelle geschlossen. 1823 kaufte ein Gutsbesitzer aus Barweiler und 1884 der Staat das Anwesen auf Abbruch. 1989 wurde zum Gedenken an die ehemalige Wallfahrtsstätte am Ostrand des Tals eine neue Kapelle gebaut. SES
