Allgemeine Berichte | 20.04.2022

Ev. Kirchengemeinde Waldbreitbach

Uraufführung des Musicals Passion

Viele Mitwirkende sorgten für zwei fantastische Aufführungen in der Marktkirche.  Foto: privat

Neuwied. Am 9. und 10. April war es endlich soweit. Was dem Publikum geboten wurde ging „unter die Haut“ und erzeugte vom Anfang bis zum Ende einen „Gänsehautmoment“ nach dem anderen. Die Darbietung, die der Gospelchor Klangfarben aus Waldbreitbach unter der Leitung von Petra Zupp bot, hätten Profis nicht besser hinbekommen. Ein für den Gospelchor Klangfarben und seine Solisten eigens geschriebenes Stück auf sehr hohem und professionellem Niveau riss das Publikum von der ersten Minute an in seinen Bann.

Während der eineinhalbstündigen Aufführung des Musicals Passion verwandelte sich die Marktkirche Neuwied in Jerusalem, in den Ort des letzten Abendmahls, den Garten Gethsemane, zum Palast des Pilatus, um schlussendlich Golgatha und die Stätte der Kreuzigung Jesu zu werden. Gekonnt und fast ohne große Kulisse gelang es Otto Paus und Oliver Pleiß, mit Hilfe der Licht- und Tontechnik von Ansgar Kremer und Jürgen Grams, dies umzusetzten. 100 Menschen haben sich generationsübergreifend drei Jahre auf den gemeinsamen Probenweg gemacht: im Chor, als Musiker, als Schauspielerin oder Schauspieler, im Kulissen- und Bühnenbau, für die Kostümierung oder bei der Technik.

Der Komponist Daniel Scharfenberger legte besonderen Wert darauf, dass der Chor im Zentrum des musikalischen und inhaltlichen Prozesses stand. So agierte dieser nicht nur reflektierend, sondern positionierte sich im Geschehen: Ergriff selbst Partei, ganz deutlich zu spüren in der Szene der Verurteilung mit seinem gewaltigen „Kreuzige ihn“. Beim „Tief in ihm ist Furcht und Nacht“, schaute der Chor in besonderer Weise auf die Szene. Gesanglich boten sowohl die Solisten: Sabrina Marcy: Hohepriester Kaiphas; Uwe Menk: Simon Petrus; Bernd Walk-Lauffer und Rudi Schorn: Hohepriester Hannas und Eleazar; Dirk Breuer in einer Doppelrolle: Pilatus und Verbrecher, Lukas Gericke: Judas, Frank Kötting: Verbrecher, Petra Lauffer und Manuela Wurm: die beiden Marias, als auch der Chor eine präzise und beeindruckende Leistung. Große Bereicherung erfuhr das Musical durch die Sologitarre von Chris Marcy. Er erweiterte und bereicherte damit ebenso wie der Komponist Daniel Scharfenberger am Klavier die musikalisch-stilistische Vielfalt der Passion. Der 28-jährige Martin Zupp überzeugte als Jesus, wurde von allen Schauspielenden, Sängerinnen und Sängern durch das Stück getragen und glänzte in seiner Rolle. Die Corona-Pandemie stellte alle vor eine große Herausforderung. Die Aufführung musste zweimal verschoben werden, Probenphasen wurden immer wieder unterbrochen; Mitwirkende, die aus den unterschiedlichsten Gründen nicht mehr teilnehmen konnten, mussten ersetzt und wieder an das Stück herangeführt werden. Und da war immer wieder Julia Becker gefragt, die sowohl die Schauspielenden und Solisten, als auch den Gospelchor Klangfarben dramaturgisch in Szene setzte. Eine enorme Leistung, die von allen unendlich viel abverlangte, letztendlich aber wohl noch mehr zusammen schweißte.

Ein vom Anfang bis Ende sehr aufmerksames Publikum bedankte sich mit Standing Ovations, bis der letzte Mitwirkende die Bühne verlassen hatte. Schade, dass bei einer so überzeugenden Produktion und bei einem solch riesigen Aufwand, das Musical Passion nur zweimal aufgeführt wurde.

Viele Mitwirkende sorgten für zwei fantastische Aufführungen in der Marktkirche. Foto: privat

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