Jugendbahnhof Remagen wurde zum Fairen Jugendhaus zertifiziert
Urkunde wurde überreicht
Remagen. Vor Kurzem gab es im Jugendbahnhof Remagen etwas zu feiern. Bei fair gehandelten Kaffee und Tee sowie selbstgebackenen Muffins, wurde dem Team der Jugendpflege Remagen, bestehend aus Britta Jelken, Aileen Buschmann und Maike Kriechel, sowie Jugendlichen aus der fairen Planungsgruppe das Zertifikat „Faires Jugendhaus“ überreicht. Somit hat Remagen als sechste Kommune in Rheinland-Pfalz ein fair zertifiziertes Jugendhaus. Unter den Gratulanten waren unter anderem Bürgermeister Björn Ingendahl sowie Walburga Greiner aus dem Weltladen Remagen-Sinzig. Andreas Roschlau von der Evangelischen Jugend im Rheinland /AG Faires Jugendhaus der EJiR lobte bei der Übergabe das Engagements der Mitarbeiterinnen und Jugendlichen, die im letzten Jahr außerordentlich viele Aktionen und Projekte zur nachhaltigen Bildung und dem Thema Fairen Handel durchgeführt haben. Denn Angebote und Projekte zum Thema Fairtrade, die von und für Kinder und Jugendliche geplant werden, sind ein wichtiges Kriterium für die Zertifizierung zum Fairen Jugendhaus.
So wurde im letzten Jahr das stadtteilübergreifende Projekt „Umwelt erleben“ für Kinder zwischen sechs und elf Jahren durchgeführt. Die Teilnehmenden konnten unterschiedliche Angebote besuchen, wie beispielsweise eine Bachuntersuchung und einen Waldtag mit Sibylle Drenker-Seredszus in Bandorf, einen Imker-Nachmittag mit Isabell Wahler in Oedingen und Remagen und einen Wildblumen – Workshop mit Gudrun Rieck in Kripp. In den Sommerferien 2021 drehte eine Gruppe von Jugendlichen gemeinsam mit der Studentin Johanna Neureuter den Film „Wie funktioniert Fairtrade?“, der auf Youtube einzusehen ist.
Im September 2021 beschäftigte sich eine Gruppe von Kindern mit der Reise des Kakaos und lernte so die Vorteile des fairen Handels kennen. Als besonderes Highlight konnte jedes Kind seine eigene Schokolade herstellen. Weiterhin wurde eine faire Stadtrallye durch Remagen unternommen. Mit der App Actionbound lösten die Mädchen und Jungen unterschiedliche Rätsel und kamen mit lokalen, fairen Händlern und Händlerinnen ins Gespräch.
Anfang des Jahres besuchte die Faire Jugendgruppe den Fair Fashion Laden „Kiss the Inuit“ in Bonn und interviewte die Inhaberin. Als nächste Aktionen werden am 24. Juni eine Kleidertauschparty in der Rheinhalle sowie am 25. Juni ein Klamotten – Upcycling – Workshop im Jugendbahnhof Remagen stattfinden, welche eigens von den Jugendlichen geplant wurden. Zusätzlich engagiert sich das Team der Jugendpflege in der Steuerungsgruppe Fairtrade Stadt Remagen.
Ein weiteres Kriterium für die Zertifizierung zum Fairen Jugendhaus ist die Nutzung von mindestens zwei fairen Produkten, wie Kaffee, Tee oder Schokolade in der Einrichtung. Diese werden unter anderem über den Weltladen Remagen-Sinzig bezogen.
Als besonderes Geschenk erhielt die Jugendpflege von Herrn Roschlau einen fairen Fußball sowie faire Grillkohle aus Kokosnussschalen. „Da ist die nächste Grillparty ja gerettet“, so Rabia G., eine der Jugendlichen. Außerdem erhielt das Team von Walburga Greiner einen Gutschein für den Weltladen.
Die Auszeichnung wird für drei Jahre vergeben. Anschließend müssen sich die Einrichtungen rezertifizieren lassen. Die Kampagne Faires Jugendhaus besteht seit 2017 und wird von der AG Faires Jugendhaus der Evangelischen Jugend im Rheinland organisiert und kooperiert mit anderen Organisationen, wie beispielsweise auch mit Jugendhäusern von städtischen und freien Trägern.
Pressemitteilung der
Stadt Remagen
Bei fair gehandelten Kaffee und Tee sowie selbstgebackenen Muffins, wurde dem Team der Jugendpflege Remagen, bestehend aus Britta Jelken, Aileen Buschmann und Maike Kriechel, sowie Jugendlichen aus der fairen Planungsgruppe das Zertifikat „Faires Jugendhaus“ überreicht. Unter den Gratulanten waren unter anderem Bürgermeister Björn Ingendahl sowie Walburga Greiner aus dem Weltladen Remagen-Sinzig. Quelle: Stadt Remagen
