Dekanat Maifeld-Untermosel hatte in die Stadthalle von Münstermaifeld eingeladen
Väter und Kinder bauten gigantische Kettenreaktion
Münstermaifeld. Die ganze Stadthalle von Münstermaifeld war ein einziges Gehämmer und Geschraube von 130 Vätern und Kindern. Überall, bis in vier Meter Höhe, liefen Seile, Rohre, Dachrinnen. Dazwischen wurden Murmelbahnen aus Teppichleisten gebaut oder Schießanlagen, Rampen für selbst gebaute Fahrzeuge und Schläuche von Pumpanlagen. Denn das Ganze sollte eine einzige, selbstständig arbeitende Maschine werden: eine Riesenspektakelkettenreaktionsmaschine, zusammengesetzt aus über 200 einzelnen Elementen, voller Ideen, Fantasien und Wissen über Module, Interface und gespeicherte Energien.
Eine einzige Großbaustelle
Ausgelöst werden sollte die Reaktion durch einen Seilzug, der eine Murmel freisetzt und loslaufen lässt. Alles Andere sollte die Maschine dann selbst machen, minutenlang, über hundert Meter weit. Da die ganze Stadthalle eine einzige Großbaustelle war, in der man sich aber bewegen können musste, wurden Durchgänge mittels Armbrust oder Seilbahnen überwunden.
Es war eine kühne Idee und ein mutiges Unternehmen, zumal vorher nichts geplant war und keiner wusste, welches Material und welche Ideen die Teilnehmer mitbringen und worauf die einzelnen Gruppen sich dann einigen würden.
Nach einer Einführung in die Theorie einer Kettenreaktionsmaschine durch die Ingenieure im Team von Pastoralreferent Ansgar Feld und einer ungefähren Sammlung der Ideen wurden lediglich die Anschlussstellen für die einzelnen Gruppen und ihre Module festgelegt.
Erfolgreicher Testlauf
Und dann ging es los. Die Anlage wuchs und wuchs. Und die Spannung stieg mit jedem Versuch und mit jeder Korrektur und jeder Verbesserung der einzelnen Elemente. Es gelang tatsächlich, im Laufe des Nachmittages die Riesenspektakelkettenreaktionsmaschine fertigzustellen, und alle fieberten dem ersten Testlauf entgegen. Ein unbeschreibliches Erlebnis: Es funktionierte.
Durchlauf um Durchlauf versetzte Kinder wie Väter in Begeisterung und Bewunderung für das Werk der Anderen. Auch als alle Luftballons geplatzt waren, konnte Nachschub organisiert werden.
Es war ein toller Tag, eine tolle Zusammenarbeit und ein gigantisches Erlebnis. Dass das Ganze dann am Schluss alles wieder abgebaut werden musste, das ist halt so bei den Vater-Kind-Aktionen, die nun zum 61. Mal vom Dekanat Maifeld in Zusammenarbeit mit der Familienbildungsstätte Mayen veranstaltet wurden.
Am Ende funktionierte die gigantische Maschine tatsächlich.
