Allgemeine Berichte | 18.07.2017

DGB Bonn/Rhein-Sieg wirbt für eine nachhaltige Strukturpolitik

„Verbesserungen erreichen wir nur gemeinsam“

Köln. Der DGB-Kreisvorstand Bonn/Rhein-Sieg spricht sich für eine nachhaltige, zukunftsorientierte Strukturpolitik für Beschäftigung und Gute Arbeit in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis aus.

Die Prognosen für Bonn und den Rhein-Sieg-Kreis sind gut – so ist mit einem Bevölkerungswachstum, der Gründung junger Unternehmen, einem florierenden Wissenschaftsnetz und mit weiteren neuen Arbeitsplätzen zu rechnen. Wachstum, so sind sich die DGB-Gewerkschaften einig, bringe aber auch neue Herausforderungen mit sich. Sie legen nun ein aktuelles Positionspapier vor.

Bernd Weede, ehrenamtlicher Vorsitzender des Kreisvorstands DGB Bonn/Rhein-Sieg, erklärt:, der Bedarf an Flächen, sowohl für Gewerbe als auch für Wohnraum, werde weiter steigen. Dafür benötige die Region ein neues, ausgewogenes und nachhaltiges Konzept zur Flächennutzung. Dieses müsse auch zwingend eine nachhaltige Mobilitätsplanung und neue Investitionen in Verkehrsinfrastruktur enthalten. Die Planungsverfahren zur Verkehrsinfrastruktur müssten dringend beschleunigt werden, denn Straßen und Schienen seien durch Güter- und Pendlerverkehr völlig überlastet.

Weitere strukturpolitische Herausforderungen sehen die Gewerkschaften in den Feldern der Beschäftigungssicherung und in der Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit. In der Positionierung heißt es dazu, damit auch in Zukunft Beschäftigung und Gute Arbeit gesichert würden, sei es von zentraler Bedeutung, die Wirtschaftsstruktur der ehemaligen Bundeshauptstadt und ihrer Umgebung weiter auszudifferenzieren. Eine Stärkung der gewerblichen Produktion sei für einen zukunftsorientierten Branchenmix unerlässlich.

Eine wichtige Wirtschaftsbranche ist der Einzelhandel. „Die Stadt Bonn versucht der wachsenden Konkurrenz aus dem Umland mit Steigerungen der Verkaufsfläche zu begegnen“, erklärt Weede und ist sicher, dass das zu mehr Konkurrenz und einer Ausbauspirale führe, die kontraproduktiv sei. Entscheidend sei vielmehr, die Einzelhandelsstandorte über Qualität und Profilbildung zu sichern.

Weede ordnet ein: „Der DGB-Kreisvorstand Bonn/Rhein-Sieg nimmt mit dem vorliegenden Papier eine erste Positionsbestimmung vor. Sie umreißt den Beitrag einer sozialökologischen Strukturpolitik für qualitatives Wachstum, Gute Arbeit und mehr Beschäftigung. Adressaten des Papiers sind Vertreterinnen und Vertreter der Bundes-, der Landes- aber auch der Kommunalpolitik, aber auch die Menschen in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis. Wir legen damit einen Beitrag vor, um eine gesellschaftliche Debatte in der Region anzuregen. Verbesserungen erreichen wir nur gemeinsam.“

Das Positionspapier „Nachhaltige Strukturpolitik für Beschäftigung und Gute Arbeit in Bonn und Rhein-Sieg“ zum Download: http://koeln-bonn.dgb.de/-/n5E.

Pressemitteilung DGB-Region

Köln-Bonn

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