Allgemeine Berichte | 06.05.2020

Balance zwischen COVID-19-Bereitschaft und Regelversorgung

Verbundkranhaus Linz Remagen sieht sich gut vorbereitet

Remagen/Linz. Im Zuge der schrittweisen Lockerung der strengen Einschränkungen wegen der Corona-Infektionen dürfen ab Anfang Mai nun auch die Krankenhäuser wieder langsam in Richtung Normalbetrieb gehen. „Wir haben bisher die lebensnotwendigen und die Notfall-Operationen immer durchgeführt. Im Zuge der schrittweisen Lockerung der strengen Einschränkungen wegen der Corona-Infektionen dürfen ab Anfang Mai auch wieder die nicht lebensnotwendigen und planbaren Operationen durchgeführt werden“ erläutert Thomas Werner, Verwaltungsdirektor des Verbundkranhauses Linz-Remagen die schrittweise Rückkehr zur Normalität. „Diese Öffnung wird mit Augenmaß und unter Beachtung der behördlichen Auflagen erfolgen und stets werden wir darauf vorbereitet sein, unsere Kapazitäten dynamisch für die Versorgung von Coronapatienten anzupassen, auch intensivmedizinisch“ versichert Werner weiter.

Patienten meiden Krankenhäuser aus Angst

Doch viele Patienten bleiben aus Angst vor einer Infektion den Krankenhäusern fern. Ist diese Sorge berechtigt? Dazu Dr. Imogen Scheef, Chefärztin der Inneren Medizin und Pneumologin am Linzer Krankenhaus und in der ambulanten Praxis in Remagen: „Natürlich werden wir weiterhin sicherstellen, dass sowohl Corona-Patienten als auch solche mit Verdachtssymptomen wie Fieber, Husten oder respiratorischen Problemen absolut keinen Kontakt zu anderen Patienten bekommen. Wir verfügen außerdem seit letzter Woche über ein eigenes Analysegerät in unserem Zentrallabor. Dieses kann rasch sämtliche pathogene Viren der Atemwege nachweisen, inklusive des Coronavirus“. Damit können bei stationären Patienten die Tests auf Corona und auch viele andere Krankheitserreger im Krankenhaus selbst durchgeführt werden. „Wir können somit viel schneller reagieren und geeignete Maßnahmen zeitnah ergreifen, wenn Patienten oder Mitarbeiter positiv getestet wurden,“ freut sich auch Dr. Michael Neubrand, Chefarzt der Inneren Medizin im Krankenhaus Remagen über diese schnelle Investitionsentscheidung des Krankenhauses. „Die Krankenhäuser in Linz und in Remagen haben sehr viele Maßnahmen etabliert, um zweigleisig fahren zu können. Das heißt, dass wir jederzeit auch Patienten mit Beschwerden, die nichts mit einer Corona-Infektion zu tun haben, behandeln können.“ sieht auch Dr. Torsten Luecke, einer der beiden ärztlichen Direktor des Verbundkrankenhauses der Öffnung mit Augenmaß beruhigt entgegen.

Wertvolle Behandlungszeit nicht verschenken

Beide Chefärzte befürchten aber, dass Patienten mit chronischen Grunderkrankungen von Herz oder Lunge oder mit anderen akuten Beschwerden aus Angst vor einer Infektion im Krankenhaus jetzt zu lange warten und dadurch wertvolle Behandlungszeit vertan wird. „Hierdurch kann sich der therapeutische Verlauf deutlich verschlechtern“, warnen die Mediziner und erhalten Unterstützung von Dr. Temur Parulava, der als Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie diese Gefahr auch für die Patienten seines Fachgebietes sieht. Genauso so sehen es auch Dr. Tobias Greiner, Chefarzt der Orthopädie & Unfallchirurgie Remagen und Dr. Dieter Altmann, Chefarzt der Orthopädie & Unfallchirurgie sowie Allgemein- & Viszeralchirurgie in Linz und Remagen. „Akute Verletzungen jeglicher Art wurden sowieso unverändert behandelt. Wir begrüßen, dass die Lockerung auch die Patientenversorgung vorsieht , bei der eine Verschiebung der Behandlung zu einer dauerhaften und unverhältnismäßigen Funktionseinschränkung führen kann oder führen wird und Patienten mit deutlich lebensqualitätseinschränkenden Symptomen nun wieder behandelt werden können.“ so die beiden Chefärzte.

„Bei uns herrschen im gesamten Haus strenge Hygienevorschriften. Es kommen keine Besucher und das komplette Personal trägt Mundschutz. Trotz aller Schwierigkeiten, die die Corona-Krise mit sich bringt, kann ich nur jedem Menschen raten nicht aus Angst einen notwenigen Krankenhausaufenthalt aufzuschieben. Denn diese Angst ist in den Krankenhäusern in Linz und Remagen unbegründet“ ergänzt Anke Steffek, die als Krankenhaushygienikerin mit ihrem Team in der letzten Zeit besonders herausgefordert war.

Ab Anfang Mai also werden auch die ambulanten Termine zu Sprechstunden in beiden Krankenhäusern und die Sprechstunden in den Medizinischen Versorgungszentren in Remagen, Sinzig und Linz wieder normal aufgenommen. Die Patienten, die bereits einen Operationstermin hatten, müssen nichts unternehmen, sie werden jetzt nach und nach von uns kontaktiert. Wer noch keinen Termin hatte, kann sich ab Montag telefonisch einen Termin geben lassen. Auch wieder im normalen Betrieb werden die endoskopischen Vorsorge-Darmspiegelungen in beiden Krankenhäusern und in den MVZ-Arztpraxen in Linz (Tim Wilke) und Remagen (Dr. Latzelsberger) angeboten: „Wir wissen, wie sinnvoll diese Untersuchungen in der Darmkrebsvorsorge sind und appellieren, diese wichtigen Untersuchungen aus Angst vor einer Corona-Infektion nicht zu vernachlässigen.“ Auch in der Inneren Medizin läuft der Betrieb wieder an. Hier kann man sich ebenfalls ab Montag Termine geben lassen und ab dem 04. Mai werden auch dort wieder endoskopische Untersuchungen durchgeführt – natürlich auch hier unter Einhaltung aller Schutz- und Isolierungsmaßnahmen, so dass die Angst vor einer Infektion keiner Untersuchung oder Behandlung im Wege stehen muss.

Pressemitteilung des

Verbundkrankenhaus

Linz-Remagen

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