Allgemeine Berichte | 13.04.2021

Schnelltestzentrum in Meckenheim eröffnet

Verbundsmitglieder engagieren sich

Bürgermeister kündigt weitere Teststellen an

V.l.: Thomas Radermacher, Ferdinand Pfahl, Bürgermeister Holger Jung und Willi Wittges-Stoelben eröffneten das Schnelltestzentrum an der Hauptstraße 14 in Meckenheim.Fotos: CEW

Meckenheim.Bestattungsunternehmer Ferdinand Pfahl initiierte vor einigen Wochen in Rheinbach ein erstes Schnelltestzentrum.

Nun eröffnete er auch in Meckenheim ein solches, mit Kapazitäten von bis zu 500 Tests pro Tag. BLICK aktuell erklärte der Unternehmer, warum er das macht und wie er noch mehr tun könnte.

Sein Wunsch zu helfen entstand durch seine Familiengeschichte, erzählte Pfahl nach der Eröffnung in Meckenheim. Sein Vater habe im Krieg als Jugendlicher seine Eltern verloren und vor dem Nichts gestanden. Der örtliche Landwirt Reuter habe damals so lange für Essen und Trinken für den 15-jährigen Vollwaisen gesorgt, bis der auf eigenen Füßen stand. Aus dieser eigenen Erfahrung heraus habe ihm sein Vater immer gesagt, wenn es im Land einmal eine solche Krise gebe, solle er helfen, wenn er die Möglichkeit dazu habe, berichtete Pfahl. „Und das mache ich jetzt. Ich könnte noch viel mehr machen, wenn ich genug Leute bekäme.“ Das sei nämlich trotz der vielen, coronabedingt arbeitslos gewordenen Menschen nach wie vor ein Problem. Melden können sich Interessierte bei Ferdinand Pfahls Mitarbeiter, Herrn Simons, unter 02226 / 90 99 163 oder unter a.simons@alpha-bestattungen.de.

Zuerst habe er Masken verteilt, später einen Fahrdienst für die Menschen eingerichtet, die nicht aus eigener Kraft zu den Impfterminen nach Sankt-Augustin gelangen konnten, berichtete Ferdinand Pfahl. Auch jetzt will er mehr tun. „Wenn jemand tatsächlich mal mehr als den bezahlten Test in der Woche braucht, soll er trotzdem kommen. Wir finden eine Lösung“, sagte der Unternehmer. In Meckenheim hatte er das Schnelltestzentrum zusammen mit dem Vorsitzenden des Rheinbacher Gewerbevereins Oliver Wolf auf die Beine gestellt.

Auch Thomas Radermacher, Kreishandwerksmeister aus Meckenheim, begrüßte das Zentrum. Nicht alle Betriebe hätten die Möglichkeit, die auch im Handwerk vorgesehenen Tests in den Betrieben umzusetzen. Deshalb sei die Einrichtung, in der im Fünf-Minuten-Takt täglich mehrere Hundert Menschen getestet werden könnten, auch für die Betriebe ein Gewinn. Dass der Ablauf kein Problem darstellt, bewies er selbst, indem er sich als Testperson zur Verfügung stellte.

„Es tut nicht weh, dauert nicht lange und danach kann man in Ruhe einkaufen gehen“, bestätigte Willi Wittges-Stoelben, Vorsitzender des Unternehmerverbunds. „Die Gewerbetreibenden setzen hier viel in Bewegung, um den Meckenheimer Bürgern einen ganz normalen Einkauf mit dem Service vor Ort zu bieten“, sagte er. Das Testzentrum gebe den Menschen die Möglichkeit, wieder mehr normalen Alltag zu erleben und gleichzeitig mehr Leben in die Innenstädte zu bringen.

Bürgermeister Holger Jung begrüßte das Engagement ausdrücklich. „Es gibt schon Teststellen in einigen Apotheken“, sagte er. „Aber wir brauchen mehr Teststellen, damit wir allen Menschen Tests anbieten können.“ Das Schnelltestzentrum sei ein guter Schritt in diese Richtung. Jung informierte darüber, dass weitere Testzentren an einer baldigen Eröffnung arbeiteten. Zudem sei auch ein Drive-In für Meckenheim denkbar. Einen Überblick über die Testmöglichkeiten in der Apfelstadt finden Interessierte unter www.rhein-sieg-kreis.de/schnelltests.

Kreishandwerksmeister Thomas Radermacher stellte sich zum Test zur Verfügung.

Kreishandwerksmeister Thomas Radermacher stellte sich zum Test zur Verfügung.

V.l.: Thomas Radermacher, Ferdinand Pfahl, Bürgermeister Holger Jung und Willi Wittges-Stoelben eröffneten das Schnelltestzentrum an der Hauptstraße 14 in Meckenheim.Fotos: CEW

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