Oberbürgermeister und Ordnungsamtsleiter stellten sich Fragen von Koblenzer Vereinsvertretern

Vereinsarbeit in Zeiten von Corona

02.06.2020 - 15:54

Koblenz. Das Vereinsleben in Koblenz musste in den zurückliegenden Wochen und Monaten aufgrund der Corona-Pandemie vielerorts komplett ruhen oder konnte, wenn überhaupt, nur auf digitalem Weg stattfinden. Mit dem Stufenkonzept „Zukunftsperspektive Rheinland-Pfalz“ will die rheinland-pfälzische Landesregierung es nunmehr allerdings auch Vereinen wieder ermöglichen, schrittweise in Richtung Normalität zurückzukehren. Doch was gilt es hierbei für die Vereine zu beachten? Welche Aktivitäten sind überhaupt wieder möglich? Welche Auflagen müssen umgesetzt werden? Um diese und weitere Fragen zu klären, lud die Stadtverwaltung Koblenz jüngst zu einer Informationsveranstaltung ein.

Rund 50 Vereinsvertreter unter anderem von Ortsringen, Heimatfreunden, Schützenvereinen, Kirmesvereinen oder der Arbeitsgemeinschaft Koblenzer Karneval folgten der Einladung in den Großen Saal der Rhein-Mosel-Halle, der ausreichend Platz bot, um die geltenden Abstands- und Hygieneregelungen umzusetzen.

Oberbürgermeister David Langner und Ordnungsamtsleiter Josef Hehl erläuterten, was die geltende Rechtsverordnung nunmehr für Möglichkeiten zur Durchführung von Festen und Veranstaltungen für die Koblenzer Vereine bietet. Neben zahlreichen Fragen, die sich von der Corona gerechten Vermietung von Vereinsräumlichkeiten über die Umsetzung von Hygienekonzepten bis hin zur Durchführung von Jahreshauptversammlungen erstreckten, wurden auch mehrere Anregungen aufgenommen.

So wurde der Oberbürgermeister unter anderem gebeten, prüfen zu lassen, ob städtische Flächen perspektivisch beispielsweise für Chorproben im Freien zur Verfügung gestellt werden könnten. Die Anregung, auf die übliche Grundreinigung der städtischen Sporthallen in den Sommerferien zu verzichten, und stattdessen den Vereinen hier Trainingsmöglichkeiten einzuräumen, will die Stadt nunmehr auch aufgreifen. „Wir wollen mehr Angebote möglich machen als in den Jahren zuvor“, erklärte David Langner. „Generell sind wir gerade dabei die städtischen Hallen nach und nach wieder zu öffnen.“ In der rund eineinhalbstündigen Veranstaltung warben der Oberbürgermeister sowie Ordnungsamtsleiter Josef Hehl auch um Verständnis dafür, dass derzeit noch nicht absehbar sei, wann Dorf-, Stadt-, Wein- oder Schützenfeste wieder stattfinden könnten. „Das Verbot solcher Veranstaltungen bis zum 31. August ist keine Entscheidung der Stadt, sondern des Landes. Was nach diesem Termin ist, kann zurzeit allerdings noch niemand seriös sagen“, sagte David Langner. Er versprach gleichzeitig die Anregungen und grundsätzlichen Fragen mit in die weiteren Gespräche mit der Landesregierung zu nehmen, um so weitere Verbesserungen für die Vereine zu erwirken.

Pressemitteilung

Stadt Koblenz

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