Eifelverein Ortsgruppe Adenau auf Wandertour
Verhext vom Harz
Adenau. „Auf die Berge will ich steigen, wo die dunklen Tannen ragen...“, so Heinrich Heine in seiner „Harzreise“. Das wollten auch 48 Wanderfreunde aus dem Adenauer Land und sammelten nachhaltige Eindrücke auf ihrer Harzreise unter ziel- und ortskundiger Wanderführung. Nach Anfahrt und informativem Aufenthalt im Europäischen Brotmuseum wurde Quartier im Achtermann-Hotel in Braunlage, im Kerngebiet des Harzgebirges mit gastfreundlicher Zuwendung und Betreuung bezogen.
Hexen auf dem Brocken
Die Antrittswanderung war auf den 971 Meter hohen Wurmberg, bergan auf stetig ansteigender Rodelstrecke oder Seilbahn. Der sagenumwobene Brocken, mit 1.142 Meter höchster Berg Norddeutschlands wurde auf zwei Anstiegs-Wegen sowie mit der dampfspeienden Schmalspureisenbahn erreicht, erhielt seinen Namen wohl wegen der Granithalden und ihren Gesteinsbrocken.
Der Mythos als Bergkuppe des Hexentanzes war möglicherweise auf optische Wettereffekte mit tanzenden Nebelschleiern zurückzuführen. Diesmal schuf aufkommender Wind eine grandiose Fernsicht von dieser höchsten Erhebung auf ihrem Breitengrad zwischen Ural und Atlantik. Weitere Ziele und Wanderrouten der Harzbesucher aus Adenau: Marsch von der Harzburg zu den Rabenklippen, sonnenwarmer Aufenthalt, vier fotogene Luchse in ihrem Gehege sowie legendäre Riesenwindbeutel.
Die Achtermannshöhe, ein steiler Kletterpfad führte zum Gipfel, dort ein hochaufgetürmtes Felsnest mit weitem Rundumblick. Eine Streckenwanderung von Clausthal-Zellerfeld nach Altenau führte durch das „Oberharzer Wasserregal“ mit dem Besuch des Oberharzer Bergwerkmuseums mit Schaubergwerk und Einblick in die Geschichte des Erz- und Silberabbaus im Harz. Darüber hinaus wurden zwei Städte besucht.
Goslar, die alten Kaiserstadt und ehemals Zentrum des Silberbergbausund Wernigerode, die bunte Stadt am Harz, wie aus dem Märchen gestiegen.
Dies war die vierte Harzreise des Eifelvereins Adenau - sie sind dort eben vom Harz verhext.
