Allgemeine Berichte | 22.03.2016

Polizeiinspektion Cochem

Verkehrsunfallbilanz 2015

Kreis Cochem. Im Jahr 2015 wurden im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Cochem insgesamt 1578 Verkehrsunfälle registriert. Damit ereigneten sich im Vergleich zum Jahr 2014 insgesamt 75 Verkehrsunfälle mehr (+ 5 Prozent). 686 Unfälle ereigneten sich innerhalb geschlossener Ortschaften und 892 Verkehrsunfälle außerhalb. Bei 184 Verkehrsunfällen mit Personenschaden wurden insgesamt 8 Menschen getötet (2014: 4), 49 schwer verletzt (2014: 62) und 182 leicht verletzt (2014: 172). Die Zahl der Verkehrsunfallfluchten nach Zusammenstößen ist im vergangenen Jahr von 209 im Jahr 2014 auf insgesamt 260 Fälle stark gestiegen. Dies bedeutet eine Zunahme von rund 24 Prozent. Positiver gestaltete sich allerdings die Aufklärungsquote. Diese konnte auf 38,9 Prozent (2014: 36,8 Prozent) gesteigert werden. Die häufigsten Unfallursachen waren - wie schon in den vergangenen Jahren - nicht angepasste Geschwindigkeit, mangelnder Sicherheitsabstand, Fehler beim Wenden oder Rückwärtsfahren sowie die Missachtung der Vorfahrt.

Zahl der Kinder- unfälle wieder gestiegen

Nach dem Tiefstand im Jahr 2014 (5 Verkehrsunfälle) stieg die Zahl der Verkehrsunfälle mit Kinderbeteiligung im Jahr 2015 wieder auf insgesamt 13 an und erreichte wieder das Niveau aus den Jahren 2011-2013. Bei einem Verkehrsunfall wurde ein Kind getötet. Des Weiteren wurden ein Kind schwer und 15 Kinder leicht verletzt. Ein Verkehrsunfall auf dem Schulweg ereignete sich im Jahr 2015 nicht.

Zehn der verletzten Kinder waren Mitfahrer in einem Fahrzeug. Eine Möglichkeit, Verletzungen der Kinder in Fahrzeugen zu vermeiden oder zumindest zu reduzieren, ist die richtige und korrekte Sicherung. Dazu tragen geeignete Kindersitze und deren ordnungsgemäße Befestigung erheblich bei. Grundsätzlich ist für alle Kinder bis zum 12. Lebensjahr oder 150 cm Größe eine geeignete und genehmigte Rückhalteeinrichtung vorgeschrieben.

Im Jahr 2015 ereigneten sich drei Verkehrsunfälle, bei welchen Kinder als Radfahrer verletzt wurden. Zu deren Sicherheit trägt die an Grundschulen regelmäßig stattfindende Radfahrausbildung durch den Verkehrssicherheitsberater der Polizei Cochem bei. Hierbei werden die wichtigsten Regeln und Verhaltensweisen für eine sichere Teilnahme als Radfahrer im Straßenverkehr trainiert und abschließend mit der Radfahrprüfung abgefragt. Im Jahr 2015 nahmen insgesamt 372 Schülerinnen und Schüler an dieser Radfahrausbildung teil.

Risikogruppe „Junge Fahrer“

Junge Fahrerinnen und Fahrer im Alter von 18 bis 24 Jahren sind, bezogen auf ihren Bevölkerungsanteil, überproportional häufig am Unfallgeschehen beteiligt. Im Jahr 2015 ereigneten sich 320 Verkehrsunfälle (2014: 278 Verkehrsunfälle) unter Beteiligung junger Fahrerinnen und Fahrer. Dies bedeutet im Vergleich zum Jahr 2014 einen Anstieg auf 44 Verkehrsunfälle (plus 15 Prozent). 245 junge Fahrer verunfallten mit dem Pkw. Bei insgesamt 72 Verkehrsunfällen mit Personenschaden wurden in vergangenem Jahr zwei junge Erwachsene getötet (2014: 0, 2013: 2). Zu dem erlitten 14 junge Menschen schwere und 81 Menschen leichte Verletzungen bei Zusammenstößen. In 248 Fällen waren die jungen Fahrerinnen und Fahrer Hauptunfallverursacher. Schwerpunkt der Unfallursache war nicht angepasste Geschwindigkeit.

Zahl der motorisierten Zweiradunfälle sinkt deutlich

Nachdem die Unfallzahlen unter Beteiligung von Zweirädern im Jahr 2014 noch leicht gestiegen waren, ging diese im vergangenen Jahr deutlich von 92 auf 64 zurück und erreichte damit den tiefsten Stand der vergangenen fünf Jahre. Hierbei wurden zwei Menschen getötet, 23 schwer und 33 Menschen leicht verletzt. Bei rund zwei Drittel aller Unfälle war der Zweiradfahrer Unfallverursacher. Als Hauptunfallursache im Bereich der Zweiräder ist nicht angepasste Geschwindigkeit zu nennen. Die Maßnahmen seitens der Polizei und Straßenverkehrsbehörde entlang der B259 Cochem (Panoramastraße) zeigen nach wie vor ihre Wirkung.

Im Jahr 2015 ereignete sich auf der Panoramastraße lediglich ein Motorradunfall (2014: zwei). Dies ist der tiefste Stand der vergangenen Jahre. Verletzt wurde dieser Fahrer nicht.

Mehr Unfälle unter Alkohol und Drogeneinfluss

Die Zahl der registrierten Verkehrsunfälle unter Alkohol- oder Drogeneinfluss stieg im Jahr 2015 wieder von 22 im Jahr 2014 auf 30 Verkehrsunfälle an. 26-mal war Alkoholkonsum und 4-mal Einfluss von Drogen unfallursächlich. Sieben Verkehrsunfälle wurden von der Gruppe der „Jungen Fahrer“ verursacht.

Unfälle mit Senioren etwa konstant

Senioren (ab 65 Jahre) waren im vergangenen Jahr an 236 Verkehrsunfällen beteiligt (2014: 229). Damit blieben die Unfallzahlen etwa konstant. Überwiegend mit dem Pkw unterwegs wurden bei Verkehrsunfällen mit Senioren 3 Menschen getötet, 8 schwer verletzt und 21 leicht verletzt.

Leichter Anstieg bei Unfällen mit Radfahrern

Nachdem im Jahr 2014 die Unfälle unter Beteiligung von Radfahrern auf insgesamt 24 leicht gesunken waren, stiegen diese im vergangenen Jahr wieder leicht an. So verunglückten 2015 wieder 29 Radfahrer mit dem Fahrrad. Ein Radfahrer wurde getötet, 5 schwer und 22 leicht verletzt. Die meisten Verkehrsunfälle ereigneten sich in den Monaten Mai, Juni und August. In vielen Fällen kamen Radfahrer ohne die Mitwirkung anderer Verkehrsteilnehmer zu Fall und zogen sich dabei schwere oder gar tödliche Verletzungen zu.

Auffällig ist, dass ein Großteil der Radfahrer an der Mosel ohne geeigneten Kopfschutz unterwegs ist, obwohl mittlerweile bekannt ist, dass gerade dieser im Falle eines Sturzes oder Unfalls schwere Verletzungen am Kopf mindern oder gar verhindern kann. Daher wird auch seitens der Polizei dringend empfohlen, einen Fahrradhelm zu tragen. Schließlich machen es hier die Kinder den Erwachsenen vor!

Anstieg bei Wildunfällen

Nachdem die Anzahl der Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Wild in den vergangenen beiden Jahren bei 479 exakt gleich lag, registrierte die Polizei Cochem im Jahr 2015 einen leichten Anstieg auf 494 Verkehrsunfälle.

Die Wildunfälle ereignen sich flächendeckend im ganzen Dienstgebiet der Polizeiinspektion Cochem. Zur besseren Erkennbarkeit wurden im vergangenen Jahr durch den Landesbetrieb Mobilität schlecht erkennbare Verkehrszeichen ausgetauscht und neue Streckenabschnitte mit einer entsprechenden Beschilderung versehen. Die Polizei Cochem bittet daher alle Verkehrsteilnehmer zur Vorsicht beim Passieren einer Wildwechselbeschilderung sowie in bewaldetem Gebiet. Hier heißt es Obacht und Fuß vom Gas.

Pressemitteilung

Polizeiinspektion Cochem

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