Allgemeine Berichte | 16.02.2021, 10:04 Uhr

ADFC Wachtberg begrüßt Pläne

Verkehrswende ist Klimaschutz

Das Ende des Radwegs an der L123 Richtung Westen. Foto: ADFC Wachtberg
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Wachtberg. Natürlich freuen sich Radlerinnen und Radler über Windschutz und Schatten, die durch Bäume und Hecken am Wegesrand gespendet werden. Insofern waren auch sie nicht begeistert vom Eingriff in die Pappelreihe am Haus Holzem.

Nach 40 Jahren Diskussion wurde die Fortsetzung des als „Radfahrerfalle“ bekannten Radwegstücks an der L123 von Berkum Richtung Arzdorf, Adendorf und Fritzdorf als Lückenschluss für den Radverkehr in die westlichen Ortsteile Wachtbergs und weiter an die Ahr endlich beschlossen. Fast ausschließlich über bestehende Wirtschaftswege statt direkt neben der Landstraße und damit praktisch ohne zusätzlichen Landverbrauch.

Die Wichtigkeit dieser Verbindung wird dadurch klar, dass sie seit knapp 20 Jahren als Route 2 im Radroutenplan der Gemeinde Wachtberg vorgesehen ist, aber wegen der Gefährlichkeit auf der L123 bisher nicht realisiert wurde. Nun werden EKZ, ZOB, Rathaus vom Süden und in Richtung Ahr die Arbeitsstätten in Grafschaft angeschlossen und können statt mit dem Auto problemlos mit dem Rad erreicht werden. Das macht Spaß, ist gesund, dient dem Klimaschutz und entlastet die Einwohner in den Dörfern vom Durchgangsverkehr.

Viele Pappeln am Wegesrand sind nun gefallen - und die Bilder und Gutachten zeigen, dass ihre Fällung über kurz oder lang unabweislich war. Der ADFC begrüßt, dass mit Unterstützung des Umwelt- und Naturschutzamts jetzt heimische und dem Klimawandel gewachsene Bäume nachgepflanzt werden.

Bäume und vor allem Hecken dienen nicht nur Radlern, sondern auch Insekten, Vögeln und Kleintieren und unterstützen so eine nachhaltige Bewirtschaftung der Felder. Und dies kann auch nur im Interesse der nachhaltig orientierten Landwirtschaft in Wachtberg sein. Der ADFC kann sich vorstellen, dass an einigen der Wirtschaftswege, die in unserer schönen Landschaft gerne zu Fuß und mit dem Rad genutzt werden, Hecken entstehen könnten, ab und zu mit kleinen Plätzen mit Baum und Bank ergänzt, wie es im Zuge der Apfelroute schon an zwei Stellen umgesetzt ist. Und wie wäre es, wenn aus der - hoffentlich bald eingerichteten - Fahrradstraße zwischen Berkum und Gimmersdorf eine Allee wird?

„Naturschutz und Radverkehrsförderung dienen dem gleichen Ziel“, sagt Andreas Stümer, Sprecher des Wachtberger ADFC und ergänzt: „Einen Austausch mit Naturschutzverbänden - z.B. im Rahmen eines runden Tisches - würden wir sehr begrüßen“.

Pressemitteilung

ADFC Wachtberg

Das Ende des Radwegs an der L123 Richtung Westen. Foto: ADFC Wachtberg

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