Mendiger Flüchtlingskinder lernen Schwimmen
Verständigung stellt kein Hindernis dar
DLRG-Angebot findet großen Anklang - Auch drei Erwachsene wünschten sich die Teilnahme
Mendig. Viele Kinder aus den Flüchtlingsfamilien, die inzwischen in Mendig eine Unterbringung gefunden haben, können nicht schwimmen. Damit das nicht so bleibt, setzte der erste Vorsitzende des DLRG, Dieter Lucas sich mit dem Ersten Beigeordneten der Stadt Mendig, Thomas Schneider, in Verbindung, dem laut Beschluss des Mendiger Stadtrats am 26. Januar 2016 die Leitung des neuen Geschäftsbereiches „Asyl und Flüchtlinge“ übertragen worden war. Nachdem sich Stadtbürgermeister Hans Peter Ammel bereit erklärt hatte, die Kosten hierfür zu übernehmen, da die Stadt vor einigen Monaten eine entsprechend zweckgebundene Spende von einem Mayener Geschäftsmann erhalten hatte, setzte Thomas Schneider sich mit Petra Wienpahl in Verbindung, ohne deren herausragendes Engagement (unter anderem Gründung des „Kaffee Kunterbunt“ in der Heidenstockstraße) die bisher gelungene Integration der Mendiger Flüchtlinge undenkbar gewesen wäre.
Ziel war das Frühschwimmer-Zeugnis „Seepferdchen“
Innerhalb kurzer Zeit hatten sich insgesamt 21 Teilnehmer angemeldet, die in zwei Kurse (13 Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren und acht Personen im Alter von elf bis 32 Jahren) aufgeteilt wurden. Am Montag, 1. Januar begrüßten die DLRG Mitglieder Dieter Lucas (erster Vorsitzender), Alexander Buck und Robin Weindel gemeinsam mit Petra Wienpahl und Thomas Schneider die Teilnehmer zur ersten Kursstunde im Mendiger Vulkanbad, die von nun an täglich so lange fortgesetzt werden sollte, bis jedem das Frühschwimmer-Zeugnis „Seepferdchen“ überreicht werden könne. Auf die Frage, warum nicht nur Kinder in den Kurs aufgenommen wurden, sagte der Erste Beigeordnete Thomas Schneider: „Wenngleich der Kurs ursprünglich nur für Kinder geplant war, haben sich drei Erwachsene im Alter von 21, 23 und 32 Jahren ebenfalls gewünscht, teilnehmen zu dürfen, sodass wir hier eine Ausnahme gemacht haben.“ Übrigens klappte die Verständigung zwischen den Kursleitern und den Seepferdchen-Anwärtern hervorragend, da einige Kinder schon über sehr gute Deutschkenntnisse verfügten und somit kein Dolmetscher benötigt wurde. Außerdem hatte die DLRG den Teilnehmern ein Merkblatt mit den Baderegeln in verschiedenen Sprachen überreicht. Wenngleich einige über ihrem Badeanzug beziehungsweise ihrer Badehose ein T-Shirt trugen, durften sie am Unterricht teilnehmen. „Für die Kinder, die in ihrem Heimatland keine Möglichkeit hatten, schwimmen zu lernen, ist der Schwimmkurs eine tolle Sache, da sie unter anderem durch den Sport in ihrer Freizeit oder auch in der Schule schnell neue Freundschaften schließen können. Selbstverständlich müssen die Teilnehmer nach dem Abschluss ihres Schwimmkurses - wie jeder andere auch - im Mendiger Vulkanbad Eintritt bezahlen“, so Thomas Schneider gegenüber „BLICK aktuell“. FRE
