Junge Forscher entdecken die Welt
„Versuch macht klug“
Experimentierprojekt im evangelischen Kindergarten in Niederbieber
Niederbieber. Zwei Wochen lang konnten die Kinder des evangelischen Kindergartens „In der Lach“ in Niederbieber an insgesamt 21 Experimentierstationen auf spielerische Art und Weise in die Welt der Naturwissenschaft und Technik eintauchen. „Versuch macht klug“ hieß das Projekt, kostenlos zur Verfügung gestellt vom Verband „vem.die arbeitgeber“. Die kindgerechten Experimentierstationen wurden an der Universität Flensburg entwickelt und laden die Kinder zum selbstständigen Tüfteln, Probieren, Vergleichen und Forschen mit allen Sinnen ein. In den Bereichen Licht, Farbe und Spiegel, Wirkung von Kräften, Wasser und Luft, sowie Magnetismus und Strom wurde von den Kindern an den unterschiedlichen Stationen mit viel Freude und Begeisterung geforscht. „Wie viele Kinder können auf der begehbaren Brücke stehen, ohne dass sie einkracht, wie bringt man eine Wippe mit Kindern ins Gleichgewicht, wie kann man mit der Luftdruckhebebühne einen Freund oder auch die Mama hochheben, warum sieht man sich im Spiegel mehrmals?“ waren Fragen, die die Kinder sich stellten und denen sie gemeinsam oder allein auf den Grund gingen. Im Vorfeld hatten zwei Erzieherinnen des Kindergartens an Fortbildungstagen des vem. teilgenommen, sodass eine fachliche Begleitung des Projekts im Team ermöglicht wurde. „Versuch macht klug“ eröffnet den Kindern den Zugang zu elementaren naturwissenschaftlichen und technischen Dingen und bietet ihnen die Möglichkeit, die Welt im wahrsten Sinne des Wortes zu begreifen. Das Team des Kindergartens „In der Lach“ hat sich schon vor einigen Jahren auf den Weg gemacht, Mathematik, Naturwissenschaft und Technik für die Kinder der Einrichtung erlebbar zu machen; dieser Bereich wurde auch konzeptionell eingebunden. Schon zum dritten Mal wurde der Kindergarten als Haus der kleinen Forscher ausgezeichnet.
Dieses Projekt des vem. ermöglichte es den Kindern, viele Phänomene auch an großen Stationen zu erleben, und förderte das selbstgesteuerte Lernen. Aber auch der soziale Aspekt sowie die Kommunikation kamen nicht zu kurz; einige Experimente ließen sich nur in Teamarbeit bewältigen und bedurften der Absprache der Kinder untereinander. Auch die Eltern hatten die Möglichkeit, an einem Nachmittag gemeinsam mit ihren Kindern zu forschen und experimentieren. Die Kinder führten ihre Lieblingsstationen vor und so manche Mutter und mancher Vater staunte über die Erkenntnisse ihres Sprösslings. Der Arbeitgeberverband vergibt zusätzlich an die teilnehmenden Einrichtungen einen Förderbetrag von 300 Euro zum Nachbau einzelner Stationen. Erzieher und Kinder haben schon eine Station ins Auge gefasst, die unbedingt nachgebaut werden muss.
