Allgemeine Berichte | 28.02.2025

Verteidigungsversuche des Altenahrer Rathauses waren vergeblich

Altenahr. Am Freitag nach Weiberdonnerstag war es wieder so weit: Die Narren der Verbandsgemeinde Altenahr zogen hoch auf den Berg zum temporären Rathaus, um dieses traditionell zu stürmen und bis Aschermittwoch die Macht zu übernehmen. Wie auch in den Jahren seiner Amtszeit zuvor hatte Dominik Gieler, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Altenahr, diesem Ansturm nicht viel entgegen zu setzen und musste sich der närrischen Übermacht ergeben.

Von Gielers Auftritt als Zirkusdirektor sowie den Mitarbeitenden der Verbandsgemeindeverwaltung, die teilweise als Tiere verkleidet waren, ließen sich die Jecken nicht einschüchtern. Konsequent verfolgten die Narren ihr Ziel der Machtübernahme. „In diesem Jahr, ich danke sehr, gibt sich die KG Närrische Freunde Mayschoß die Ehr‘ und führt euch heute hier durch das Programm, damit ich mich gleich zurücklehnen kann“ begrüßte Gieler die Narrenschar.

Mit einem reimenden Jahresrückblick stellte er den Jecken die Arbeit der Verbandsgemeinde Altenahr dar und versuchte damit, die Jecken von der Machtübernahme abzuschrecken: „Ein Jahr ist rum, das wissen wir, passiert ist eine Menge hier. Trotzdem wird gejammert – alles dauert zu lang – dabei halten wir uns wirklich ran! Und manches Mal hab‘ ich gedacht, was man doch hier für‘n Zirkus macht. Da kam mir die Idee, ich stell mich vor, als Altenahrs neuer Zirkusdirektor!“

Gieler bezog sich keinesfalls nur auf den nach wie vor prägenden flutbedingten Wiederaufbau, sondern auch auf Projekte der Ortsgemeinden und der Verbandsgemeindeentwicklung. „Für unsere Freiwillige Feuerwehr mit Mann und Maus, da gibt’s in Kesseling ein neues Haus. Das alte Spritzenhaus, das ist zu klein, es muss jetzt etwas größer sein. Telefonierte man bisher mobil in Lind, verlor man den Anschluss dort ganz geschwind. Doch nun bleiben die Verbindungen bestehen, man muss nur den neuen Funkmast sehen. Überall wird gebuddelt und gebaut, damit‘s bald wieder gut ausschaut. Doch auf dem Weg zu den Verschönerungen, gibt’s leider viel Dreck und Straßensperrungen.“ Doch auch die Beispiele auf die vielfältige Arbeit im Rathaus und im Gebiet der Verbandsgemeinde bewahrten Gieler nicht vor der närrischen Machtübernahme. Zum Ende seiner Rede resümierte Gieler: „Für Euch Jecken ist Karneval ja die schönste Zeit, und ich freu‘ mich echt, wenn ihr euch freut. Denn mit Euch zu feiern ist aus meiner Sicht, nicht nur eine Bürgermeisterpflicht. Drum lasst uns feiern, singen, lachen, und uns fröhliche Tage machen. In diesem Sinn, jenooch geklaaf, ich ruf jetzt aus: Dreimol kräftig Alaaf!“

Die Narren stellten im Gegenzug eindrucksvoll dar, wie sie sich die Aktivitäten im Rathaus nun für die nächsten Tage vorstellen. Sie nutzten das räumlich begrenzte Foyer (ehemaliges Hotel-Restaurant) des temporären Rathauses für ein rund zweistündiges Programm. Die Jecken beeindruckten mit imposanten Darbietungen der Tanzmariechen sowie Reden, die traditionell die Ereignisse des Vorjahres aus närrischer Sicht zusammenfassten. Bis Veilchendienstag feiern die Jecken nun heftig und lang, ab Aschermittwoch geht dann im Altenahrer Rathaus wieder alles seinen gewohnten Gang.

Pressemitteilung der

VG Altenahr

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Bildergalerien
Dauerauftrag 2026
Lampionfest KW25
Lampionfest in Weißenthurm
Heimat aktiv erleben - Anzeige Biergarten
Innovatives rund um Andernach
Erzieher / Heilerziehungspfleger / Pflegefachkraft (m/w/d)
Anzeige Fahrzeugsegnung
Empfohlene Artikel
Die Ehlinger Straße in Heimersheim.  Foto: ROB
225

Bad Neuenahr-Ahrweiler. In der Kalenderwoche 26 vom 22. bis 28. Juni 2026 plant die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler zur Erhöhung der Verkehrssicherheit mobile Geschwindigkeitskontrollen. Die Messungen sollen im Stadtteil Heimersheim in der Ehlinger Straße sowie im Stadtteil Ramersbach in der Mayener Straße stattfinden.

Weiterlesen

Die Kinder hatten jede Menge Spaß beim Mitmachprogramm.  Fotos:WAMFO.de
64

Andernach. Wenn es darum geht, Kindern klassische Musik auf unterhaltsame und lebendige Weise näherzubringen, gehört Marko Simsa zu den ganz Großen seines Fachs. Der 1965 geborene Wiener, Vater von zwei erwachsenen Söhnen, widmet sich seit mittlerweile 40 Jahren mit großer Leidenschaft der musikalischen Bildung junger Menschen. In dieser Zeit hat er 54 unterschiedliche Konzertprojekte in den verschiedensten Besetzungen entwickelt und auf die Bühne gebracht.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Foto: Polizei
5784

Die Gesuchten sollen einen 24-Jährigen bewusstlos geprügelt haben:

22.06.: Fahndung: Wer kennt diese Männer?

Köln. Die Kriminalpolizei Köln fahndet mit Bildern von Zeugen nach zwei Männern, die am 12. Februar (Weiberfastnacht) einen 24-Jährigen angegriffen und schwer am Kopf verletzt haben sollen.

Weiterlesen

Bei der symbolischen Durchschneidung des „Roten Bandes“.  Foto: WTE
426

Ahrtal/Marienthal. Groß war der Andrang bei der offiziellen Einweihung des neuen Radweges zwischen Walporzheim und Mayschoß oberhalb von Marienthal auf dem Gelände der Firma Weiss. Stefan Schmitt, Leiter des Projektbüros „Wiederaufbau Ahrtal“ Landesbetrieb Mobilität (LBM) Rheinland-Pfalz, konnte hierzu - neben zahlreichen Offiziellen - viele Radfahrer/Inen sowie etliche Mandaträger/Innen und Radfahrgruppen,...

Weiterlesen

Symbolbild.  Foto: pixabay.com
1346

Die Lage hat sich verbessert, aber dennoch soll weiter Wasser gespart werden.

22.06.: Neue Informationen zur Trinkwasserversorgung in Remagen

Remagen. Am Sonntag, den 21. Juni 2026, wurde im Stadtgebiet Remagen ein außergewöhnlich hoher Wasserverbrauch festgestellt. Neben einer insgesamt deutlich erhöhten Wasserabnahme wurden in einzelnen Versorgungsbereichen extreme Entnahmespitzen registriert, die die üblichen Verbrauchswerte vergleichbarer Sommerperioden erheblich überschritten. Ein leichter Trend zeichnete sich bereits am 19. und 20....

Weiterlesen