Allgemeine Berichte | 19.11.2020, 12:51 Uhr

Caritas-Stadtteilarbeit ist seit 20 Jahre in der Goldgrube aktiv

Verwachsen mit dem Stadtteil

Die Stadtteilarbeit Goldgrube ist bestens vernetzt. Caritas-Mitarbeiterin Claudia Wickert arbeitet eng mit Bernd Kuhl von der Pfarrgemeinde St. Franziskus zusammen – auch bzw. gerade in Zeiten der Corona-Pandemie.Quellen: Caritasverband Koblenz e.V.
71

Goldgrube. Mit finanzieller Unterstützung des Landes Rheinland-Pfalz und der Stadt Koblenz konnte im September 2000 die Stadtteilarbeit in der Koblenzer Goldgrube in Trägerschaft des Caritasverbandes starten. Zunächst stellte die Katholische Kirchengemeinde St. Franziskus einen Arbeitsplatz im Beratungsraum des Pfarrbüros zur Verfügung. Knapp vier Jahre später folgte der Umzug in das heutige Stadtteilbüro, ebenfalls im Gemeindezentrum in der Fröbelstraße 9. In den vergangenen zwei Jahrzehnten ist es durch den Einsatz vieler engagierter Menschen im Stadtteil und durch enge Zusammenarbeit mit der Pfarrgemeinde St. Franziskus gelungen, gemeinsam den Weg von einem Pfarrzentrum zu einem Stadtteilzentrum zu bestreiten.

Zu Beginn war es ein vorrangiges Ziel, den vielen neuen Mitbürgern aus der ehemaligen Sowjetunion das Ankommen zu erleichtern und eine nachhaltige Integration zu erreichen. Sprach- und Konversationskurse waren wichtig und wurden gut angenommen. Von den 4.500 Menschen in der Goldgrube haben heute knapp 40 Prozent eine Migrationsgeschichte. Insofern finden nach wie vor mehrsprachige Informationsveranstaltungen zu aktuellen Themen statt, um beispielsweise über das Wahlsystem bei Kommunalwahlen zu informieren.

Die Sozialberatung spielt bei der Stadtteilarbeit eine zentrale Rolle. Viele Bürger benötigen Unterstützung bei der Korrespondenz mit Behörden und anderen Institutionen sowie der Bewältigung von persönlichen oder familiären Herausforderungen. „Neben der individuellen Unterstützung ging und geht es auch heute noch darum, Begegnung im Stadtteilleben zu fördern“, sagt Diplom-Sozialarbeiterin Claudia Wickert, die seit drei Jahren als Ansprechpartnerin und Sprachrohr der Bewohner agiert. „Von dieser Vernetzung profitieren alle Akteure: Bewohner, Vereine, Institutionen und Kirchengemeinden.“

Gleichzeitig wird neben dem Zusammenleben auch die Identifikation mit dem eigenen Stadtteil gefördert.

Stadtteilarbeit baut Brücken

Die Stadtteilarbeit hat eine Brückenfunktion. Sie bringt Menschen zusammen. So entwickelten sich mit ihrer Unterstützung bis heute vielfältige Aktivitäten, Initiativen und Veranstaltungen, beispielsweise ein Spielenachmittag, ein Elterncafé, ein Frauentreff, ein Schachclub oder kulturspezifische Angebote. Größere Veranstaltungen wie das jährliche Frühlingsfest fördern ebenso den Zusammenhalt wie die Beteiligung am Weihnachtsmarkt. „Im Zentrum unserer Arbeit stehen die Interessen und der Wille von Bürgern“, berichtet Caritas-Mitarbeiterin Claudia Wickert. „Stadtteilarbeit lebt davon, dass jeder etwas beiträgt und aktiv mitwirken kann.“ Die Goldgruber Delegiertenversammlung sowie das Politische Forum von „Goldgrube Aktiv“ sind eindrucksvolle Belege bürgerschaftlichen Engagements im Stadtteil, an denen die Stadtteilarbeit beteiligt ist.

Die Caritas-Stadtteilarbeit ist nicht nur Teil der Goldgrube, sie ist verwachsen im Stadtteil. „Die Stadtteilarbeit ist für mich eine Herzensangelegenheit“, resümiert Claudia Wickert. „Ich fühle mich wie eine Goldgräberin. Die Goldgrube und ihre Menschen bieten unzählige Schätze und Ressourcen.“ Pressemitteilung des

Caritasverbandes Koblenz e.V.

Die Stadtteilarbeit hat eine Brückenfunktion. So entwickelten sich mit ihrer Unterstützung bis heute vielfältige Aktivitäten, Initiativen und Veranstaltungen. Das Foto wurde vor der Corona-Pandemie aufgenommen.

Die Stadtteilarbeit hat eine Brückenfunktion. So entwickelten sich mit ihrer Unterstützung bis heute vielfältige Aktivitäten, Initiativen und Veranstaltungen. Das Foto wurde vor der Corona-Pandemie aufgenommen.

Verwachsen mit dem Stadtteil

Die Stadtteilarbeit Goldgrube ist bestens vernetzt. Caritas-Mitarbeiterin Claudia Wickert arbeitet eng mit Bernd Kuhl von der Pfarrgemeinde St. Franziskus zusammen – auch bzw. gerade in Zeiten der Corona-Pandemie.Quellen: Caritasverband Koblenz e.V.

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Empfohlene Artikel
Mit Unterstützung der BUGA-Freunde Koblenz haben die Stadtgärtner drei Beete in Lützel und Stolzenfels mit den Staudenmischungen der Bundesgartenschau 2026 bepflanzt.
24

Die bevorstehende Bundesgartenschau 2029 wirft bereits ihre Schatten voraus, und in Koblenz zeigt sich der eigens für das Obere Mittelrheintal entwickelte BUGA-Staudenmix in ersten Pflanzungen. Der Eigenbetrieb Grünflächen- und Bestattungswesen hat in den Stadtteilen Lützel und Stolzenfels drei Flächen neu gestaltet und dabei wertvolle Unterstützung vom Staudenteam der Freunde der Bundesgartenschau Koblenz e.

Weiterlesen

Brandneue XXL-Lebendfalle – liebevoll „lange Liesel“ genannt.
43

Nach 4 Wochen bangen Wartens und kilometerweiten Tagesdistanzen der Hündin konnte die clevere Dackelmischlingshündin Lotte nur 1 Woche nach dem Einschalten der Hundesuchhilfe Saving Paws Vulkaneifel, Südeifel und Umgebung von den Spezialisten gesichert werden. Der erste Einsatz für die neue, zusätzliche XXL-Lebendfalle endet mit einem emotionalen Happy End und einer ganz besonderen Überraschung. Mehr dazu im RegioMAGAZIN.

Weiterlesen

Olivenbäume im Ahrtal.
63

Olivenbäume zwischen Weinbergen, auf landwirtschaftlichen Flächen und in privaten Gärten: Was zunächst ungewöhnlich klingt, ist im Ahrtal längst keine reine Zukunftsvision mehr. Und dies dank des Oliven-Experten Oliver Heimermann. Seit mehr als 15 Jahren experimentiert er mit dem Anbau der mediterranen Pflanzen. Nun soll aus den bisherigen Erfahrungen eine gemeinsame Initiative entstehen. Mehr dazu im RegioMAGAZIN.

Weiterlesen

Bildergalerien
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Anzeige zu Video "Betrugsmaschen: So erkennst und schützt du dich!"
Brautmodenschau am 8. November 2026
Brunch-Anzeige
Martinsmarkt Adenau
Weitere Artikel
Symbolbild
6005

A61 ab November mit Einschränkungen

Ab dem 09.11.: Einspurige A61 - Fahrzeit einplanen

Sinzig. Die Niederlassung West der Autobahn GmbH des Bundes plant umfangreiche Gehölzpflegearbeiten auf der A61 zwischen dem Autobahndreieck Sinzig und der Anschlussstelle Niederzissen in Richtung Koblenz/Ludwigshafen.

Weiterlesen