Ortsverein Bendorf von Bündnis 90 / Die Grünen
Verwilderte Hauskatzen und ihr oft elender Zustand
Veranstaltung der VHS Bendorf auf Initiative der Bendorfer Grünen trifft auf lebhafte Resonnanz
Bendorf. Holger Wolf vom Tierschutzverein Arche Noah Westerwald e.V. schilderte bewegend, welche Probleme durch verwilderte und unkastrierte Katzen entstehen. Haus-Katzen sind ursprünglich nicht bei uns heimisch, sondern von Kleinasien eingewandert. Für die meisten Zuhörer war gleichfalls neu, dass sich in Deutschland die Zahl der Katzen in den letzten 20 Jahren verdoppelt hat.
Die Lebenserwartung von liebevoll gepflegten Hauskatzen beträgt zumeist mehr als 15 Jahre, die von verwilderten Katzen oft nur zwei Jahre.
Die von Holger Wolf während seiner Tierschutztätigkeit aufgenommenen Bilder von halb verhungerten und durch äußerliche Einwirkung verletzten Katzen ließ die Zuhörer erschauern. Auch Besucherinnen aus Bendorf berichteten daraufhin von herrenlosen Katzen in Bendorf.
Die an Bendorf angrenzende Katzenhilfe Koblenz und die Katzenhilfe Neuwied leisten gerne Hilfe, wenn verwilderte Katzen auftreten.
Da die Katzenräume der benachbarten Tierheime aber zumeist überbelegt sind, ist die dortige Unterbringung oft schwierig. Die Kastration von Freigängerkatzen ist wohl die einzige Lösung um eine unkontrollierte Vermehrung und damit unendliches Katzenleid zu verhindern.
Holger Wolf erläuterte nachfolgend die aktuellen rechtlichen Voraussetzungen für die Einführung einer Kastrations- und Kennzeichnungspflicht von Freigängerkatzen. Die Landesregierung in Rheinland-Pfalz hat im Jahre 2015 für die Gemeinden eine Muster-Katzenschutzverordnung herausgegeben. Einige Gemeinden im Umkreis von Bendorf haben bereits die Initiative ergriffen und eine Katzenschutzverordnung für ihr Gebiet eingeführt.
Pressemitteilung
Ortsverein Bendorf
von Bündnis 90 / Die Grünen