Allgemeine Berichte | 03.06.2022

Mehrgenerationenhaus Neuwied: Selbstverteidigungskurs für Mädchen

Viel Praxis mit Spaß

28 Mädchen im Alter von 7 bis 14 Jahren waren der Einladung des Mehrgenerationenhauses Neuwied, der Koordinierungsstelle für Gesundheitsförderung und der Gleichstellungsstelle gefolgt und lernten, wie man dem Wort Stopp mit Körpersprache und Lautstärke Nachdruck verleiht. Foto: privat

Neuwied. 28 Mädchen im Alter von 7 bis 14 Jahren waren der Einladung des Mehrgenerationenhauses Neuwied, der Koordinierungsstelle für Gesundheitsförderung und der Gleichstellungsstelle gefolgt und lernten, wie man dem Wort Stopp mit Körpersprache und Lautstärke Nachdruck verleiht. Bereits die Frage der Trainer Silvia und Kelly Sach, wer der anwesenden Mädchen Erfahrung mit Mobbing oder Prügeleien habe, offenbarte die Härte des Schulalltags, fast alle konnten von eigenen Erfahrungen berichten und die Aussage: „Ich musste mich fast die ganze 1. klasse lang mit den Jungs prügeln“ bewirkte viel Kopfnicken. In Rollenspielen und vielen Übungen lernten die Mädchen die eigenen Kräfte kennen und konnten den Unterschied zwischen einem leisen und lauten „Stopp“, bzw. „Nein“ erfahren. „Sich seiner eigenen Kraft bewusst zu sein, ist eine wichtige Voraussetzung für die Selbstverteidigung, vielen Mädchen fehlt es aber nicht an der Kraft oder Technik, diese einzusetzen, stellt das Problem dar“, begründet Bea Röder - Simon vom Mehrgenerationenhaus Neuwied die Veranstaltung, „sich prügeln oder schreien ist nicht schicklich für Mädchen“.

Ein gesundes Selbstbewusstsein ist der beste Selbstschutz vor Grenzüberschreitungen und drückt sich auch über die Körpersprache aus. Ein zart gehauchtes „Stopp“ bewirke eben nicht, dass das Gegenüber aufhört, zu ärgern oder gar zu schlagen. Ein sicherer Stand, ein gerader Rücken und ein fester Blick seien das Mittel der Wahl, um seinem Anliegen Nachdruck zu verleihen. Gerade die jüngeren Mädchen beteiligten sich bei den körperbetonten Übungen unbefangen und mit viel Freude. „Es war bereits der zweite Kurs für Mädchen, den wir in der Turnhalle der Heinrich Heine Realschule plus angeboten haben“, so Rita Hoffmann- Roth von der Koordinierungsstelle für Gesundheitsförderung des Gesundheitsamtes Neuwied, „das Bewusstsein, sich wehren zu können, sich nicht alles gefallen lassen zu müssen ist ein wesentlicher Beitrag zur körperlichen und geistigen Gesundheit. Selbstverteidigungskurse für Mädchen gehören als Präventionsmaßnahme zwingend dazu“.

28 Mädchen im Alter von 7 bis 14 Jahren waren der Einladung des Mehrgenerationenhauses Neuwied, der Koordinierungsstelle für Gesundheitsförderung und der Gleichstellungsstelle gefolgt und lernten, wie man dem Wort Stopp mit Körpersprache und Lautstärke Nachdruck verleiht. Foto: privat

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