Allgemeine Berichte | 07.10.2022

Tiramisu-Preisverleihung der Frauenrechtsorganisation SOLWODI

Viel Schwung und fachliche Anregungen

V.li. Dr. Maria Decker (SOLWODI), Kira Nick, Franziska Müller und Sarah Stucky (MST®-Services), Ulrike Mohrs (Bürgermeisterin der Stadt Koblenz). Copyright: SOLWODI

Koblenz. Eine rundum gelungene Veranstaltung, das war das Fazit der Gäste der Tiramisu-Preisverleihung in der Citykirche in Koblenz. Der „Tiramisu-Preis“ wird von der Frauenrechtsorganisation SOLWODI für besonderes Engagement in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ausgeschrieben und ist mit 2.500 Euro dotiert. Preisträger 2022 ist das Projekt Multisystemische Therapie® (MST®-Services) Mainz des Heilpädagogium Schillerhain, eine Einrichtung der Evangelischen Heimstiftung Pfalz. Das Projekt richtet sich an Familien mit sozial auffälligen Jugendlichen im Alter von 12-17 Jahren.

Dr. Maria Decker, Vorsitzende von SOLWODI, bedankte sich in ihrer Eröffnungsrede bei den Stiftern des Preises und betonte, dass es deren Anliegen sei, innovative Ansätze in der Arbeit mit herausfordernden Kindern und Jugendlichen zu fördern und bekannt zu machen. Außerdem sollen die jungen Menschen nicht isoliert betrachtet, sondern das gesamte Umfeld, insbesondere die Eltern und die Beziehungen in Schule und Freizeit, in den Blick genommen werden. Bei beiden Aspekten konnten die Preisträger überzeugen.

Der Preis wurde von Ulrike Mohrs, Bürgermeisterin der Stadt Koblenz, übergeben, die in ihrem Grußwort die Bedeutung der Arbeit von MST und SOLWODI hervorhob. Anschließend stellten Franziska Müller, Sarah Stucky und Kira Nick von MST®-Services, das Projekt und die Vorgehensweise vor. Studien belegen, dass Jugendliche, die zusammen mit ihren Familien an einer Multisystemischen Therapie® teilnehmen, danach deutlich seltener straffällig werden, dass der Schulbesuch sich verbessert und die Unterbringung in einer Institution außerhalb der Familie fast immer vermieden werden kann. Viele Fragen aus dem Publikum zeigten das große Interesse an diesem innovativen und erfolgreichen Ansatz.

Im zweiten Teil der Veranstaltung gab Deborah Sieger, die Leiterin der SOLWODI Fachberatungsstelle in Koblenz, Einblicke in die Arbeit von SOLWODI in Koblenz. Ihre Schilderung der traumatischen Erlebnisse, die viele der jungen Frauen, die unter anderem von Menschenhandel, Zwangsheirat und sogenannter Ehrgewalt betroffen sind, bereits hinter sich haben, hinterließ einen tiefen Eindruck bei den Zuhörenden.

Für die musikalische Gestaltung sorgte die inklusive Trommlergruppe „Das trommelnde Klassenzimmer“ der Kinzing-Schule aus Neuwied. Mit schwungvollen Rhythmen und einer beeindruckenden Performance begeisterten die Kinder und Jugendlichen das Publikum.

Zwar waren einige der angemeldeten Gäste aufgrund von Krankheiten kurzfristig verhindert, aber es war erfreulich, dass insbesondere Personen aus dem Bereich der Jugend- und Sozialarbeit an der Preisverleihung teilnahmen. So ergab sich auch am Ende der Veranstaltung bei einem Glas Sekt und – natürlich! – einem leckeren Tiramisu die Gelegenheit zu einem intensiven fachlichen Austausch. Das Ziel der Stifter des Tiramisu-Preises, einen innovativen Ansatz ins Gespräch zu bringen, wurde so umfassend erreicht.

Pressemitteilung

SOLWODI

V.li. Dr. Maria Decker (SOLWODI), Kira Nick, Franziska Müller und Sarah Stucky (MST®-Services), Ulrike Mohrs (Bürgermeisterin der Stadt Koblenz). Copyright: SOLWODI

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