- Anzeige - Auf dem Bad Breisiger Margaretenhof geht der Blick nach vorne
Viele Helfer, großzügige Unterstützer und ein dicker Wermutstropfen
Bad Breisig. Im gesamten Bundesgebiet hatten und haben Betriebe und Vereine jeglicher Größe, von Global Playern bis hin zum kleinsten Familienbetrieb, mit den Auswirkungen der Corona-Krise zu kämpfen - der von Günter und Rita Schmidgen geführte Margaretenhof in Bad Breisig macht da keine Ausnahme.
„Die letzten acht Wochen waren sicherlich kein Zuckerschlecken für uns,“ so Günter Schmidgen, dessen Familienbetrieb in erster Linie von Reitunterricht, Planwagen- und Hochzeitsfahrten - also von Dingen, die zuletzt nicht aus- bzw. durchgeführt werden durften - lebt. Und während aufgrund der coronabedingten Einschränkungen keine Einnahmen generiert werden konnten, blieben die monatlichen Kosten zur Unterhaltung des Hofes und der Pflege der Tiere bestehen.
Allzu sehr möchte er aber dann dennoch nicht klagen, ist er sich doch durchaus der Tatsache bewusst, „dass es anderen Betrieben und Höfen in der Umgebung auch nicht anders ergangen ist“. Darüber hinaus waren viele Personen dem Margaretenhof wohl gesonnen und unterstützten mit Spenden verschiedenster Art: „Teilweise war ich da vor Rührung den Tränen nahe. Wir erhielten Spenden von langjährigen Freunden, von Reitschülern und deren Eltern, von Personen, die lieber anonym bleiben wollten und, man glaubt es kaum, von Personen die wir noch niemals persönlich getroffen haben“, berichtet Rita Schmidgen.
Inzwischen hat sich die Lage zur Erleichterung aller deutlich entspannt: „Seit Mitte Mai darf bei uns auf dem Hof der Reitunterricht wieder stattfinden - die von der Landesregierung verordneten Auflagen und die Richtlinien der Deutschen Reiterlichen Vereinigung haben wir dabei konsequent umgesetzt“, erklärt Günter Schmidgen. Darüber hinaus haben Eltern die Möglichkeit, an Wochenenden ein Pony für ihre Sprösslinge auszuleihen und gemeinsam durch die Goldene Meile zu wandern. Last but not least haben inzwischen auch die ersten Hochzeitsfahrten schon wieder stattgefunden, und auch für zukünftige Brautpaare besteht die Möglichkeit, sich von Günter Schmidgen in der extra hergerichteten Hochzeitskutsche vor dem Standesamt oder der Kirche abholen zu lassen.
Neben all diesen Entwicklungen gibt es aber auf dem Margaretenhof dennoch eine Sache zu beklagen: Das Highlight des Jahres und ein Fixpunkt im Bad Breisiger Veranstaltungskalender, der inzwischen über die regionalen Grenzen hinaus bekannte „Tag der offenen Tür“, kann erstmals seit 20 Jahren nicht stattfinden. „Wir hatten bis zuletzt gehofft, aber uns war eigentlich relativ frühzeitig klar, dass der „Tag der offenen Tür“, wie wir und vor allem unsere Gäste ihn kennen, nicht mit Dingen wie Mundschutz, Abstandsgebot etc. vereinbar ist“, stellt Rita Schmidgen nüchtern fest. „Es ist sehr schade, aber aufgeschoben ist bekanntlich nicht aufgehoben“, ergänzt Günter Schmidgen. „So werden wir unseren 20. „Tag der offenen Tür“ eben nächstes Jahr an Fronleichnam feiern.“ Bis dahin freut Familie Schmidgen sich, dass auf dem Margaretenhof wieder „Leben in der Bude“ ist. Das darf aber natürlich gerne noch mehr werden - alle Infos zu Hochzeitsfahrten, Reitunterricht und -ferien sowie dem Ponyverleih gibt es telefonisch unter der Nummer 02633-97770. Abschließend ist es Günter Schmidgen und seiner Frau Rita ein Bedürfnis, sich noch einmal herzlich bei all denen zu bedanken, die sich in den letzten Monaten so für den Margaretenhof ins Zeug gelegt, gespendet - der Spendenaufruf wurde übrigens von einer Reitschülerin ins Leben gerufen - mit angepackt und aufmunternde Worte gefunden haben: „Das, was wir aus verschiedensten Richtungen in dieser für viele Menschen schwierigen Zeit an Unterstützung erfahren haben, war bemerkenswert. Wir werden das nicht vergessen!“
