Jahresrückblick des DRK-Ortsvereins Rhens
Viele Herausforderungen gemeistert
Rhens. Ein anstrengendes und teilweise kräftezehrendes Jahr mit Höhen, aber auch Rückschlägen liegt hinter den Einsatzkräften des DRK-Ortsvereins Rhens. Besonders Ende Mai und Anfang Juni wurden die Rotkreuzler stark gefordert und zusätzlich zu den geplanten Einsätzen mehrfach alarmiert. Zunächst rückte die Schnelleinsatzgruppe Verpflegung nach Müden aus, um dort gestrandete Fahrgäste der Deutschen Bahn und die Hilfskräfte von DRK und Feuerwehr zu versorgen, die bei der Zugentgleisung eines Regionalexpresses in Hatzenport Hilfe leisteten.
Fast alle verfügbaren Helfer waren im Einsatz
Eine Woche später riss der Funkmeldeempfänger am frühen Freitagmorgen das Personal der SEG-V aus dem Schlaf. Die Nette war in Mayen über die Ufer getreten, und die Feuerwehreinsatzkräfte mussten verpflegt werden. An diesem Wochenende kam dann alles zusammen. Planmäßig waren mehrere Sanitäter für den Einsatz bei „Rock am Ring“ in Mendig vorgesehen. Als dann aufgrund einer Schlechtwetterfront der Katastrophenfall ausgerufen wurde, kam es zur Alarmierung aller Schnelleinsatzgruppen im Landkreis, darunter auch die Schnelleinsatzgruppe Sanitätsdienst und Verpflegung aus Rhens. Damit waren fast alle verfügbaren Helfer im Einsatz.
Der umfangreichste Sanitätseinsatz war der Mountainbike-Marathon vor Ort in Rhens. Außer den Sanitäts- und Verpflegungseinsätzen gab es für eine Vielzahl von Helfern noch Aus- und Fortbildungen. Dazu zählten Lehrgänge im Bereich der Grundlehrgänge, die jeder DRK-Helfer zu durchlaufen hat, die Sanitätsausbildung und Ausbildungen im Bereich der Leitungskräfte, alles ergänzt durch die wöchentlichen Schulungsabende und insgesamt drei Übungen, davon zwei mit der Freiwilligen Feuerwehr Rhens. Zu Beginn des Jahres hatten die Rotkreuzhelfer die Möglichkeit, an einem Ausbildungslehrgang für den Digitalfunk teilzunehmen.
Den Höhepunkt des Jahres gab es schon im April mit der Fahrzeugeinweihung des neuen Kommandowagens. Die Schnelleinsatzgruppe Verpflegung kochte in diesem Jahr beim Bezirkswettbewerb der Jugendrotkreuzgruppen in Koblenz. Bei den First-Respondern gab es 130 Alarmierungen. Für diese Gruppe wurden zwei AED-Geräte sowie Sauerstoffflaschen beschafft.
Sinkende Blutspenderzahlen bereiten Sorgen
Sorgen bereiten dem Verein die sinkenden Blutspenderzahlen. Durchschnittlich wurden nur 104 Konserven pro Termin entnommen. Es kamen 463 Besucher zu den vier Terminen, im Durchschnitt also 115 Personen. Besonders enttäuschend war der Termin an „Halloween“. Mit nur 98 Konserven war es einer der schlechtesten Termine in der Vereinsgeschichte.
Die Ehrung der Blutspender fand im April im Alten Rathaus statt. Hervorzuheben sind die Ehrungen für 100-maliges Blutspenden und sogar zwei Ehrungen für 125-maliges Spenden.
In Zusammenarbeit mit der Interessengemeinschaft wurde das Rhenser Stadtfest geplant und durchgeführt. Der Imbissstand dort und auch auf dem Weihnachtsmarkt ist ein wesentlicher Bestandteil der Finanzierung der laufenden Kosten.
Ehrenamtliche Helfer gesucht
Um alle Aufgaben durchführen zu können, engagieren sich aktuell 50 aktive Mitglieder im Verein.
Das Rote Kreuz bietet eine Vielzahl von Ausbildungsmöglichkeiten für Bürgerinnen und Bürger, die sich ehrenamtlich engagieren wollen. Das reicht von der Ausbildung in Erster Hilfe über die Sanitätsausbildung bis hin zum Rettungssanitäter. Zunächst gilt es aber, einige Grundlehrgänge zu besuchen, die sich mit der Struktur des Roten Kreuzes oder der Technik und Sicherheit beschäftigen. Später besteht dann die Möglichkeit, weitere Fachdienstausbildungen zu absolvieren. Dazu zählt unter anderem die Ausbildung im Verpflegungsdienst des Roten Kreuzes. Wer mit Kindern und Jugendlichen arbeiten möchte, dem steht die Mitarbeit im Jugendrotkreuz offen.
Weitere Information gibt es im Internet unter www.drk-rhens.de, auf der Facebook-Seite des Vereins oder jeden Montagabend ab 20 Uhr während der Schulungsabende.
