Sicherheit stand im Mittelpunkt des 11. Seniorentages
Viele Informationen und praktische Übungen
Meckenheim. Unter dem Motto „Mehr Sicherheit im Alter“ stand der 11. Meckenheimer Seniorentag am vergangenen Wochenende, der wie immer perfekt in das Altstadtfest integriert wurde. Los ging es mit fröhlichem Gesang der Kinder der KiTa Villa Regenbogen mit Singpaten, welche in das Land der Indianer entführten.
Friedel Groß übernahm es anschließend, eine gut besuchte Talkrunde zu moderieren. Hierbei konnte er Stadtwehrleiter Günter Wiegershaus sowie Daniela Lindemann von der Kriminalprävention Opferschutz begrüßen. Die Talkrunde wurde vervollständigt von Holger Jung als 1. Beigeordneten der Stadt Meckenheim sowie Cornelia Brodesser von der Verkehrswacht Bonn. Die ersten Fragen richteten sich dabei an Günter Wiegershaus, denn was kann man eigentlich selbst tun, um Feuer zu vermeiden. Der Meckenheimer Feuerwehrchef wies dabei darauf hin, dass es inzwischen Pflicht sei, dass in allen Häusern Rauchmelder installiert sind, und dass viele Brandtote letztlich nicht im Feuer umkommen, sondern durch den giftigen Rauch. Aus dem Publikum kam die Frage, ob es sinnvoll sei, dass man einen Feuerlöscher zu Hause habe. Diese Frage konnte Günter Wiegershaus klar bejahen und er warb dafür, dass man in der Nähe der Küche auch einen Fettlöscher stehen haben sollte. Hintergrund dieses Tipps ist der Umstand, dass es noch immer viele Menschen gibt, die bei einem Fettbrand der Fritteuse oder der Pfanne zum Wasser greifen. Dies führt jedoch regelmäßig zu einer Explosion und zu schweren Personenschäden, ferner wird hierdurch aus einem lokalen Brandherd meist die gesamte Küche oder noch mehr in Mitleidenschaft gezogen. Aus diesem Grund dürfen Fettbrände niemals mit Wasser gelöscht werden. Ob das mit den Rauchmeldern auch für das selbst genutzte Eigenheim gelte, wollte ein Zuhörer wissen. Das sei so, informierte Holger Jung als Leiter des Ordnungsamtes. Friedel Groß machte dann einen sehr praktischen Vorschlag. Beim Neueinzug sei es früher üblich gewesen, Brot und Salz vorbei zu bringen, warum nicht heutzutage einen Rauchmelder?
Sicherheit ist jedoch ein Thema was nicht nur den Brandschutz, sondern auch den Straßenverkehr betrifft, hier gab es zahlreiche Fragen an Holger Jung als Leiter des Ordnungsamtes und zahlreiche Beschwerden aus dem Publikum über aggressive Radfahrer auch auf der Hauptstraße. Sehr skeptisch wurde von einigen Besuchern auch die Zunahme von E-Bikes und E-Scootern gesehen. Freilich brachte es auch einer der Zuschauer auf den Punkt, als er formulierte, dass es keine Probleme geben würde, wenn sich alle an die Verkehrsregeln halten würden. Viele Fragen gab es auch an Daniela Lindemann, die sich vor allem auch mit dem Thema Enkeltrick und Polizeitrick beschäftigte. Sie stellte ausdrücklich klar, dass die Polizei niemals, auch nicht bei Gefahr, zum Telefon greife um jemanden anzurufen, sondern dann in Form einer Streife vorbeikomme. Sofern man also von der vermeintlichen Polizei angerufen werde, gelte es, die 110 zu wählen und sich dann mit der richtigen Polizei zu unterhalten. Ganz konkret wurde es auch bei Cornelia Brodesser von der Verkehrswacht, hier ging es um den richtigen Umgang mit dem Rollator, denn dieser will nicht nur gelernt sein, auch gilt es sich vor dem Kauf umfassend zu informieren, muss dieser doch auf den jeweiligen Nutzer abgestimmt sein. Geübt werden konnte direkt an einem Bus der RVK, wie das richtige Einsteigen und Festmachen funktioniert. Für das Forum Senioren rund um die 1. Vorsitzende Dr. Erika Neubauer ist es wichtig, dass auch die Firmen der Apfelstadt ein seniorengerechtes Angebot anbieten. Hierzu gibt es einen umfangreichen Kriterienkatalog. Umso größer dann die Freude, dass man gemeinsam mit Holger Jung das Restaurant „Il Mattone“ als seniorenfreundlichen Betrieb auszeichnen konnte. Musikalisch umrahmt wurde das gesamte Programm von der Musikschule Merl unter der Leitung von Klaus-Jürgen Pusch sowie zahlreichen Informationsständen von Firmen und Institutionen, welche sich mit dem Thema Senioren beschäftigen.
STF
Viele Nachfragen gab es zu der Talkrunde auf dem Marktplatz.
