Verleihung Ehrenamtspreis der Verbandsgemeinde Rengsdorf
Viele ehrenamtliche Helfer für ihr außergewöhnliches Engagement geehrt
Rengsdorf. Die Verbandsgemeinde Rengsdorf hatte zur Feierstunde in den Saal der Verbandsgemeindeverwaltung eingeladen, um die Ehrenamtsträger der einzelnen Orte der Verbandsgemeinde für ihr außergewöhnliches Engagement um die Gesellschaft zu ehren. Begleitet wurden die Preisträger von den Ortsbürgermeistern ihrer Gemeinden, die für ihren Ort die Preisträger vorgeschlagen hatten. Eröffnet wurde die Veranstaltung mit einem Musikstück von Lisa Maschinke und ihrer Flötengruppe. Lisa Maschinke ist selbst eine Trägerin des Ehrenamtspreises für ihr ehrenamtliches Engagement.
Im Anschluss begrüßte Verbandsgemeindebürgermeister Breithausen die Gäste und ging in seiner Laudatio auf die ganz besondere Bedeutung des Ehrenamtes für die Gesellschaft ein. Hierbei ist es nicht nur die Arbeit in den Vereinen, sondern es sind auch ganz viele andere Dinge im Alltag, in denen sich die Ehrenamtler in unsere immer schnelllebiger werdende Gesellschaft einbringen und sich um viele Dinge in den Gemeinden kümmern, für die sonst keine Ressourcen vorhanden wären.
So besonders wird das Ehrenamt, weil hier ganz bescheidene Menschen für andere oder für die Allgemeinheit etwas tun, ohne es besonders hervorzuheben oder in Erscheinung treten zu wollen. Was für diese Menschen als Selbstverständlichkeit erscheint, ist ein großer und viel zu oft nicht ausreichend gewürdigter Dienst an einer Gesellschaft, in der sich leider immer weniger um die Menschlichkeit als um Kommerz und andere materielle Werte dreht. Aus diesem Grund sind die Dinge, die man nicht mit Geld erwerben kann – Liebe, Gesundheit, Freundschaft, Familie und natürlich das Ehrenamt – so unendlich wertvoll. Eine positive Entwicklung lässt sich auch in der Tatsache erkennen, dass sich immer mehr auch Jugendliche im Ehrenamt engagieren.
Die Preisträger
Manuela Decker und Nicol Reinhard-Pung aus Hardert
Die beiden Frauen füllen den schönen Jugendraum im neugestalteten Dorfgemeinschaftshaus immer wieder mit fröhlichem Leben, wenn sie sich dort mit den Harderter Kindern zum Basteln, Malen und Werken treffen. Jeden ersten Mittwoch im Monat versammeln sich die circa zehnjährigen Jungen und Mädchen und werden kreativ mit den verschiedensten Materialien tätig. Manuela und Nicol organisieren das Basteln, beschaffen Material und helfen beim Ordnung halten. Demnächst sollen auch noch die Vorschulkinder mit einbezogen werden.
Martin Sandmann aus Hümmerich
Martin Sandmann kümmert sich seit Jahren um die Seniorennachmittage in Hümmerich. Er bereichert sie mit vielen abwechslungsreichen Programmpunkten und so sind immer mehr Senioren dazugekommen, die regelmäßig an den Nachmittagen teilnehmen. Darüber hinaus wurde auch die Kleine Hilfe in Hümmerich ins Leben gerufen, die Dienstleistungen und Unterstützung für alle anbietet, die in einem gewissen Rahmen Unterstützung benötigen. Auch bei der Organisation von Tages- und Mehrtagesfahrten stellt Martin Sandmann sein organisatorisches Talent immer wieder eindrucksvoll unter Beweis.
Brigitte Neitzert aus Meinborn
Seit der Flüchtlingskrise 2015 kümmert sich Brigitte Neitzert um Flüchtlinge und hilft ihnen bei der Integration in den Alltag. Insbesondere begleitet sie eine afghanische Familie in der Gemeinde.
„Frau Brigitte“, wie sie liebevoll von der Familie genannt wird, hat bei der Einrichtung und Ausstattung der Wohnung geholfen, trotz der Sprachbarriere bei Behördengängen, Bankgeschäften und schulischen Angelegenheiten geholfen und die Familie zu Einkäufen und Arztbesuchen in die Stadt gefahren.
Dabei hat sie die Familie auch immer wieder ermuntert, sich unserer Kultur zu öffnen, auch wenn ihr ob ihres Engagements oft Gegenwind im Ort entgegenschlug. Schon seit vielen Jahren engagiert sich Frau Neitzert in der Nachbarschaftshilfe und unterstützt ältere Mitbürger.
Männergesangverein Oberhonnefeld-Gierend 1875 e.V.
Der Männergesangverein bringt sich mit vielen helfenden Händen in das Ortsgeschehen der Gemeinde ein. Er veranstaltet jedes Jahr im Sommer ein Brunnenfest und organisiert auch ein Herbstfest.
Die Sänger treten auf dem Weihnachtsmarkt auf, bei dem sie auch beim Aufbau aktiv werden. Dazu singt der Verein bei der Seniorenweihnachtsfeier, anderen Festen der Ortsgemeinde und bei den Gottesdiensten in der evangelischen Kirche in Oberhonnefeld. Selbst bei der Nostalgiesitzung des KC Weeste Näh OHO e.V. ist der Verein mit einem Auftritt involviert.
Egon Buchstäber aus Oberraden
Seit vielen Jahrzehnten ist Egon Buchstäber ein Vorbild im ehrenamtlichen Engagement der Ortsgemeinde. Er ist aktives Mitglied im Gemeinderat, beim Gesangverein, bei der Feuerwehr, in seiner Jugend im Burschenverein und nach seiner Hochzeit natürlich auch bei den Altburschen. Dazu war er einige Jahre als Schöffe beim Amtsgericht tätig.
Klaus Runkel aus Rengsdorf
Auf Klaus Runkel war als Waldarbeiter und auch später als angestellter Gemeindearbeiter immer Verlass. Er war insgesamt 47 Jahre aktives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Rengsdorf und packt auch nach seiner aktiven Zeit immer noch gerne ohne große Worte mit an.
Seine Leidenschaft ist das Kochen und im nördlichen Rheinland-Pfalz gibt es kaum einen Feuerwehrmann, der noch nicht von Klaus bekocht wurde – ob bei den Zeltlagern der Jugendfeuerwehr, den Lehrgängen auf Kreisebene und weiteren Veranstaltungen und Festen, überall ist Klaus Runkel stets zur Stelle. Mehr als dreißig Jahre hat Klaus Runkel den Kirmesbaum für den Burschenverein mit aus dem Wald geholt, auch wenn er selber betont, dass all seine Arbeit immer nur mithilfe seiner Kameraden möglich war.
Klaus Penner aus Rüscheid
Klaus Penner war Krankenpfleger und ist inzwischen 84 Jahre alt. Liebevoll wird er von den Bewohnern des Ortes „Opa Klaus“ genannt. Seit Jahren besucht er ältere Dorfbewohner und hilft ihnen auch bei Gartenarbeiten. Dabei hat er viele Stellen in Rüscheid entdeckt, um die sich niemand kümmert und derer er sich angenommen hat, um diesen Stellen, Straßen und Rinnen neuen Glanz zu geben. Dabei ist er immer fröhlich und hat für jeden ein freundliches Wort übrig.
Kirmesgesellschaft Straßenhaus
Die Mitglieder der KG Straßenhaus sind für die Verdienste rund um den traditionellen Jahrmarkt und die Kirmes aktiv und wirken so am Erhalt der Traditionen im Ort mit. Ebenso veranstalten sie das beliebte Dorffest und unterstützen bei Schwimmbadreinigung, Müllsammelaktion und auch beim Arbeitseinsatz im Arboretum.
Ilse und Heinz-Jürgen Henn aus Thalhausen
Seit Jahrzehnten setzt sich das Ehepaar Henn vorbildlich für die Belange der Ortsgemeinde und seiner Bewohnerinnen und Bewohner ein. Auch weit über ihren Ruhestand hinaus bringen sie sich aktiv in das Geschehen im Ort ein und leisten Hilfe bei den kleinen und großen Dingen in der Verwaltung. Ilse Henn hat über viele Jahre die ordnungsgemäße Nutzung des Dorfgemeinschaftshauses und der Mehrzweckhalle abgewickelt und sich um die Instandhaltung der Gebäude gekümmert. Jürgen Henn war über mehrere Jahrzehnte aktives Mitglied des Gemeinderates und somit am Erfolg zahlreicher Projekte der Ortsgemeinde beteiligt.
Gabi Steger aus Anhausen
Gabi Steger war von 2003 bis 2017 die Gemeindebotin für die Gemeindepost von Anhausen. Darüber hinaus verteilte sie die „Anhausener Nachrichten“ und die Zeitschrift „Schau ins Land“. Im Rahmen dieser Tätigkeit kam sie mit vielen Menschen in der Gemeinde ins Gespräch, deren Anliegen sie der Ortsbürgermeisterin vortrug. Zudem hat sie über viele Jahre die Sternsinger Anhausen betreut.
Claus Gördes aus Bonefeld
Claus Gördes war 20 Jahre lang Ortsbürgermeister der Ortsgemeinde Bonefeld und hat sich stets weit über seine Verpflichtung hinaus engagiert. Er hat sich in vielen Ehrenämtern eingebracht und dabei nie das Wohl seiner Mitmenschen aus dem Auge verloren. Das hat sich bis heute nicht geändert und Claus Gördes bringt immer noch den Enthusiasmus auf, zielorientierte Lösungen zum Wohle seiner Mitbürger zu finden.
Gudrun Holstein aus Ehlscheid
Gudrun Holstein zeichnet sich durch ihre Nachbarschaftshilfe und ihr außergewöhnliches Engagement in der Flüchtlingshilfe aus. Für die Menschen in der Nachbarschaft ist sie immer da. Im April 2016 zog eine mittlerweile achtköpfige syrische Familie bei ihr ein, um die sie sich mit großer Aufopferung kümmert. Sie begleitet die Familie zu Arztbesuchen, in den Kindergarten und die Schule, hilft beim Einkaufen und bei Behördengängen und verbringt gemeinsame Abende mit der Familie, an denen sie den Menschen auch die deutsche Kultur nahebringt.
Ferdi Wittlich aus Kurtscheid
Sein Ehrenamtspreis der Verbandsgemeinde Rengsdorf wurde Ferdi Wittlich bereits im September 2017 im Rahmen des 50-jährigen Jubiläums des Musikvereins „Harmonie“ Kurtscheid verliehen. Seit Jahren engagiert sich Ferdi Wittlich für seine Heimatgemeinde und die Belange aller Bürger. Aus diesem Grund wurde er auch zum Ortsbürgermeister gewählt. Besonders engagiert ist er seit 1967 im Musikverein, wo er das Tenorhorn spielt.
Festausschuss „750 Jahre Melsbach“
Mit viel Aufwand und Arbeit hat der Festausschuss die verschiedenen Veranstaltungen geplant, ausgearbeitet und durchgeführt, die über das ganze Jahr das Jubiläum begleiteten. Es begann mit der großen Silvesterfeier 2016, die den Startschuss in das Jubiläumsjahr bildete, dann folgte das neue Event „Tafeln bei Melsbach im Feld“ mit 400 Gästen, die Feierlichkeiten im Rahmen der traditionellen Kirmes und dem Festumzug, das Jubiläumskonzert mit den Mainzer Hofsängern und zum Schluss der Weihnachtsmarkt am Waldfestplatz.
In der Pause und zum Schluss der Veranstaltung traten noch einmal die Mitglieder der Flötengruppe mit weihnachtlichen Stücken auf und im Anschluss war noch ein kleiner Empfang vorbereitet, sodass sich alle noch in geselliger Runde austauschen konnten.
Bürgermeister Breithausen bei seiner Laudatio.
Die Flötengruppe begleitete die Veranstaltung musikalisch.
Die Flötengruppe begleitete die Veranstaltung musikalisch.
Bürgermeister Breithausen bei seiner Laudatio.
