Allgemeine Berichte | 17.05.2016

Gruppenführerlehrgang der Dieblicher Pfadfinder e.V.

Viele gute Freunde gewonnen

Beim Lehrgang in Waldbronn lernten die Dieblicher Sipplinge nicht viel wissenswertes zur Gruppenführung, auch das Gemeinschaftserlebnis spielte eine große Rolle. privat

Dieblich. Zur Vorbereitung auf ihre Gruppenführertätigkeit bei den Dieblicher Pfadfindern nahmen zwei junge Sipplinge des Stammes, Kathrin Barthelmes und Felipe Cobos, an einem einwöchigen Basislehrgang der Pfadfinderschaft Süddeutschland e. V. (PSD) im Pfadfinderheim Antares in Waldbronn teil. Bei diesem Lehrgang werden Themen wie Recht und Aufsichtspflicht, Planung von Fahrt und Lager, der Umgang mit verhaltenskreativen Kindern, Aufbau einer Gruppenstunde, die Grundlagen der Meuten- und Sippenarbeit, Führungsstile und vieles mehr vermittelt.

Der erfolgreiche Besuch des Basislehrgangs ist eine Voraussetzung für die Zuerkennung der Jugendleiter-Card (Juleica), dem bundesweit einheitliche Ausweis für ehrenamtliche Mitarbeiter in der Jugendarbeit. Beide Teilnehmer des Stammes Treverer nehmen bereits mit viel Freude Aufgaben in der Gruppenführung bei den Dieblicher Pfadfindern wahr.

Der Basislehrgang begann traditionell mit einem zweieinhalbtägigen Hajk der Teilnehmer, die die Strecke vom Hauptbahnhof Karlsruhe bis zum Veranstaltungsort Waldbronn in eigener Verantwortung zurücklegen mussten.

Erlebnisbericht

Kathrin Barthelmes, berichtet: „Wir trafen uns am Freitag am Karlsruher Hauptbahnhof zur Aufteilung des Gepäcks für den dreitägigen Hajk. Mit insgesamt acht Teilnehmern waren wir eine verhältnismäßig kleine Gruppe. Wir wurden gleichmäßig aufgeteilt in zwei Gruppen zu vier Pfadfindern – in jeder Gruppe waren Jugendliche aus verschiedenen Stämmen unseres Bundes vertreten. Das Gepäck mussten wir selbst aufteilen und dabei genau überlegen, was wir unterwegs brauchten. Zwei Hajk-Routen waren uns von den Teamern vorgegeben: Schwarzwald und Kraichgau. Da sich die erste Gruppe für den Schwarzwald entschied, war klar, dass wir die Strecke über den Kraichgau wandern würden.

Wir fuhren mit dem Zug nach Münzesheim bei Bruchsal, unser Ziel war das Pfadfinderheim des Bundes Antares in Waldbronn – Luftlinie ca. 45 Kilometer. Also mussten wir freitags noch wenigstens zehn Kilometer zurücklegen, allerdings bei ziemlich schlechtem Wetter - es hat geschüttet hat wie aus Kochtöpfen.

Wir kamen dann um 18 Uhr durchnässt in Neibsheim an. Während die Jungs, Fabian und Arne, in einem Bushäuschen warteten, machten Miriam und ich uns auf die Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit – wir dachten dabei eigentlich an eine Scheune bei einem Bauern. Wir konnten unser Glück kaum fassen, als uns vier eine Übernachtung in einer frisch renovierten Wohnung angeboten wurde. Abends in den Schlafsäcken wurde noch lange interessante Geschichten der Pfadfinderei gelauscht.

Nach dem Einkauf am nächsten Morgen im Nachbarort setzten wir unseren Weg Richtung Antaresheim fort. Als Tagesziel setzten wir uns den Ort Kleinsteinbach, damit wir am letzten Tag nicht mehr so weit hatten. Da Miriam zusehends Probleme mit Blasen am Fuß hatte, bewältigten wir die letzte Strecke nach Kleinsteinbach mit dem Bus. Dort erwartete uns ein großzügiges Gartenhäuschen, dessen Besitzer uns für die Nacht einluden. Diese Nacht schliefen wir zu viert auf einem großen Ausklappsofa.

Am nächsten Morgen legten wir noch die Strecke bis Waldbronn zurück – um 12 Uhr pünktlich waren wir dann endlich am Ziel angelangt und hatten es geschafft.

Auf den Haik folgten dann noch fünf Tage lang viele tolle Seminare, während wir unsere Freizeit hart erkämpfen mussten. Es gab tolles Essen, obwohl wir eine Woche fast ausschließlich vegetarisch gelebt haben.

Beim Seminar Recht und Aufsichtspflicht im Garten des Pfadfinderheims wurden einige Rollenspiele gemacht. Dies trug sehr zur Auflockerung der Thematik bei. Daher hat es mir auch am besten gefallen.

Am Mittwochabend besuchten uns ein paar Pfadfinder des Stammes Antares zu einer Singerunde, die bis in den frühen Morgen dauerte.

Zum Abschluss machten wir noch das obligatorische Abschlussbild der Lehrgangsteilnehmer. Wir verbanden unsere acht Halstücher mit zwei Karabinern auf dem Hof, um ein Bild unseres gemeinschaftlichen Daseins festzuhalten.

Am Ende will ich einfach nur nochmals festhalten und betonen, dass der Basislehrgang der PSD ein tolles Erlebnis war, bei dem ich viele gute Freunde gewonnen habe, und wir als Gemeinschaft einfach toll zusammenpassen. Ein Dankeschön an unsere Ausbilder, die immer ein offenes Ohr für uns Sipplinge hatten.“

Beim Lehrgang in Waldbronn lernten die Dieblicher Sipplinge nicht viel wissenswertes zur Gruppenführung, auch das Gemeinschaftserlebnis spielte eine große Rolle. Foto: privat

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