kfd Odendorf Essig Ludendorf unterwegs in Süddeutschland
Vielfältige Eindrücke gesammelt
Swisttal. „Auf zu den Bajuwaren“, lautete das Motto der Fahrt der kfd St. Petrus und Paulus Odendorf-Essig-Ludendorf. Mit Sonnenaufgang machten sich 37 Mitglieder und ihre Partner auf in den Süden Deutschlands. Der 2012 gedrehte Spielfilm über Ludwig II., den legendären Märchenkönig, wurde im Bus gezeigt und diente als Einstimmung für die Reise. Ebenso ein Film über das Konzentrationslager Dachau, das das erste Etappenziel sein sollte.
Am 22. März 1933, wenige Wochen, nachdem Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannt worden war, wurde es zuerst für politische Gefangene errichtet. Es diente als „Modell“ für alle späteren Konzentrationslager und als „Schule der Gewalt“ für die Männer der SS, unter deren Herrschaft es stand. Eine Schönstattschwester führte einfühlsam durch die Ausstellung und legte auf Wunsch der Gruppe besonderes Augenmerk auf die inhaftierten Priester. Für drei Jahre war auch Pater Kentenich aus Gymnich bei Köln in Dachau eingesperrt. Vielen aus der Gruppe ist er als Gründer der Schönstattbewegung bekannt. Obwohl jeder über die Foltermethoden der SS gehört hat, war die Gruppe betroffen. Die Inschrift auf dem Eingangstor „Arbeit macht frei“ ist ein Hohn in Anbetracht der unmenschlichen Arbeitsbedingungen, die im Lager herrschten. Nach einem gemeinsamen Gebet für die Toten und den Frieden in der Welt im angrenzenden Karmelkloster ging es weiter nach München. Am nächsten Tag meinte es die Sonne sehr gut. Unter strahlendem Himmel leuchteten die Sehenswürdigkeiten Münchens umso mehr. Ein Marathonprogramm von neun Stunden verlangte Ausdauer. Da tat jedem zur Mittagspause die Maß Bier im „Königlichen Hirschgarten“ gut. Zu Beginn der Führung stand der Besuch der Ludwigs-Maximilians-Universität an, in der die Geschwister Scholl, Studenten und Mitglieder der Widerstandsbewegung „Die weiße Rose“, ihre Flugblätter gegen das NS Regime verteilten. Dabei wurden sie vom Hausmeister gesehen, verraten und innerhalb einer Woche hingerichtet. Willi Graf, der in Kuchenheim geboren wurde, war auch ein Mitglied der „Weißen Rose“ und wurde acht Monate später durch das Fallbeil getötet. Unter anderem wurde die Willi-Graf-Realschule in Euskirchen nach ihm benannt.
Ein paar weitere Highlights waren der Besuch der Königsgruft der Wittelsbacher, das Glockenspiel am Rathaus auf dem Marienplatz, der Teufelstritt in der Frauenkirche, die Leckereien auf dem Viktualienmarkt, das Hofbräuhaus oder die Heilig-Geist-Kirche, die zurzeit durch ihre Begrünung zur Meditation anregt, das Nymphenburger Schloss oder die Bavaria, vor der auf der Theresienwiese bereits das Oktoberfest aufgebaut wurde. Am Ende ging es zum Olympiagelände, das immer wieder mit seiner Architektur begeistert. Natürlich durfte auch der Besuch des Mahnmals, das an das Attentat während der Olympischen Spiele 1972 erinnert, nicht fehlen.
Das „Deutsche Museum von Meisterwerken der Naturwissenschaft und Technik“ eröffnete mit einer Übersichtführung den folgenden Tag. Es ist das größte der Welt. Natürlich kann man sich nicht alles anschauen. Aber es bestand die Möglichkeit, nach der Führung weitere der 50 Abteilungen zu erkunden. Für die Fußballinteressierten durfte natürlich auch der Besuch der Allianz-Arena nicht fehlen. Unter anderem einmal mit Musik ins Stadion einzumarschieren, wie die großen Fußballstars von Bayern München zu Beginn ihrer Spiele, war sehr beeindruckend. Das Wetter lockte danach so manchen zum Shopping in die Fußgängerzone. Die Kunstinteressierten besuchten Museen und weitere Sehenswürdigkeiten. Das Kultstück us den 70er-Jahren „Der Watzmann ruft“ wurde im Lustspielhaus dargeboten. Es hatte seinen eigenen bayrischen Charme, und ein Besuch dort beschloss den Abend.
Nun weiß die Gruppe auch, wie das „Wetter im Ersten“ gemacht wird oder wie „Das Boot“, „Die unendliche Geschichte“ oder „Sturm der Liebe“ gedreht wurden. Der Blick hinter die Kulissen nahm einem manche Illusion vom „romantischen Film“. Hochinteressant und abwechslungsreich war diese Führung durch die Bavaria-Studios.
Nachdem man sich die Originalkulissen von „Ludwig II.“ angeschaut hatte, ging es zu den Originaldrehplätzen nach Herrenchiemsee. Das Märchenschloss wurde nur ganze zehn Tage von Ludwig II. bewohnt und ist nie fertiggestellt worden. Trotzdem hat es bis heute seine Anziehungskraft auf die Menschen nicht verloren. Ein weiteres Kleinod war das Kloster Frauenwörth auf der Fraueninsel. Nur etwa 50 Familien wohnen hier. Der Hain mit den tausendjährigen Linden, der höchste Punkt der Insel, lädt zum Verweilen ein.
Auf der Heimfahrt besuchte man die alte Universitätsstadt Tübingen. Es war wieder eine rundherum gelungene Reise der kfd.
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