Heimatverein Niederbachem zeigt Krippen der Welt
Vielfältige Handwerkskunst im Kleinen Museum
Kinder bestaunten neugierig die verschiedenen Figuren
Wachtberg-Niederbachem. Am letzten Adventssonntag 2016 zeigte der Heimatverein Niederbachem im Kleinen Museum im zweiten Stockwerk der alten Schule eine Krippenausstellung mit Werken aus den unterschiedlichsten Ecken der Welt. Die Sammlung, die mit der Unterstützung der Steyler Missionare in Sankt Augustin realisiert werden konnte, bot den Besuchern vielfältige Eindrücke der Handwerkskunst, mit der Krippen auch weit außerhalb Europas hergestellt werden. Der erste Vorsitzende des Heimatvereins, Hans Thelen und seine Frau Angela Thelen führten die Besucher durch die Ausstellung und standen zu allen Figuren und Miniaturbauwerken Rede und Antwort. Die Stoffe und Bearbeitung der Werkmaterialien sind jeweils vom Land und den Menschen geprägt, die die kleinen Kunstwerke geschaffen haben. So konnten die erwachsenen Besucher und natürlich die Kinder nicht nur die klassische mitteleuropäische Darstellung vom Ort Jesu Geburt bewundern. Sie sahen und hörten auch, wie Krippen in Guatemala, Mexiko, Peru, Chile, China und Taiwan gestaltet werden. So herrschen in den südamerikanischen Ländern eher Materialien wie Holz und Gips vor, während in Asien gerne Krippen aus kunstvoll verarbeitetem Papier geformt und verziert werden. Alle Materialien haben aber eines gemeinsam. Sie wurden von den Künstlern so liebevoll und harmonisch gestaltet, dass ein perfektes Gesamtbild entstand, das die jeweilige Kultur und den Glauben widerspiegelt. Natürlich waren auch heimische Krippen vertreten, die der langen Tradition folgend vorwiegend aus Holz bestanden. Frau Thelen berichtete von einer Ordensschwester vom nahen Calvarienberg, die vor Jahren in ihren Werkklassen ebenfalls wahre Kunstwerke geschaffen und manches Mal auch für Ausstellungen zur Verfügung gestellt hatte.
Für die Weihnachtsausstellung rückte die Dauerausstellung im Kleinen Museum ein Stückchen zur Seite. Trotzdem war es natürlich möglich, auch die Informationen und die Fundstücke zur Historie Wachtbergs, zur Geologie, zur Zeitgeschichte und die Hochwasserdokumentation Wachtbergs zu sehen. Hier hat die Universität Bonn mit Informationsmaterial und originalen Fundstücken zur Vervollständigung des Museums beigetragen. Besonders die Bilder und Berichte der vergangenen Hochwasser, die die Gegend um Niederbachem nachweisbar bereits seit 1693 heimsuchen, erregte mit Blick auf das diesjährige Unwetter am 4. Juni großes Interesse.
Neugierig betrachteten die Kinder die unterschiedlichen Figuren und Darstellungen aus den verschiedenen Ländern der Erde.
Aus Papier gestaltete Krippen gab es aus China und Taiwan.
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