Allgemeine Berichte | 02.11.2016

Zweite Auflage der MINT-Messe am RheinAhrCampus Remagen

Vielfältiges Publikum holte sich Einblicke in das spannende Arbeitsfeld

Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) stießen auf großes Interesse bei den Gästen

Das Galtonbrett zeigt statistische Wahrscheinlichkeiten.

Remagen. Nach dem Erfolg der MINT-Messe am RheinMoselCampus im vergangenen Jahr öffnete die Hochschule Koblenz in diesem Jahr wieder ihre Pforten für alle Studieninteressierten, Schülerinnen und Schüler, Auszubildenden, Eltern und Lehrkräfte. In diesem Jahr fand die zweite Auflage der MINT-Messe am RheinAhrCampus in Remagen statt. Dass viele Veranstaltungen schon im Vorfeld ausgebucht waren, spiegelt das große Interesse der zahlreichen Besucherinnen und Besucher an Forschung und Berufsfeldern im technisch-naturwissenschaftlichen Bereich wider. Neben der Möglichkeit, die drei MINT-Fachbereiche Bauwesen, Ingenieurwesen sowie Mathematik und Technik kennen zu lernen, gab es auch zahlreiche Spielangebote, Experimente und Mitmachaktionen rund um das Thema MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik). Ob beim Selfiewettbewerb „#minteressiert?!“ mit attraktiven Sachpreisen, im Gespräch mit Mentorinnen des Ada-Lovelace-Projektes und Dozenten, ob bei Vorführungen an den Messeständen, in Vorträgen oder in den unterschiedlichsten Schnupperlaboren: Auf der Messe konnten Interessierte MINT hautnah erleben, ausprobieren wie es sich als Studierender so anfühlt und überprüfen, ob ein mathematisches oder technisches Studium die richtige Wahl wäre.

Prof. Dr. Salvatore Barbaro, Staat sekretär im rheinland-pfälzischen Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur, informierte sich vor Ort über das Messeangebot und über die vor zweieinhalb Jahren an der Hochschule Koblenz gestartete Initiative „MINTeressiert?! Jetzt Zukunft studieren!“, mit der junge Leute zu einem Studium in diesen zukunftsweisenden Branchen motiviert werden sollen. „Es ist toll, dass die Hochschule Koblenz ihre Labore öffnet und die besonderen Chancen und Perspektiven der MINT-Studiengänge aufzeigt“, so Dr. Salvatore Barbaro, der sich viele der ausgestellten Exponate intensiv ansah und erklären ließ.

Freude über hervorragende Resonanz

Prof. Dr. Dietrich Holz, Vizepräsident für Forschung an der Hochschule Koblenz, freute sich über die hervorragende Resonanz der zweiten MINT-Messe und forderte die Studieninteressierten dazu auf, über ein MINT-Studium ernsthaft nachzudenken. Derzeit gebe es bereits 200.000 offene Stellen in diesen Fächern, mit steigender Tendenz. Aber die guten beruflichen Perspektiven seien nicht die einzigen Gründe, sich für ein solches Studium zu entscheiden: „Sie ergreifen damit einen Beruf, in dem Sie etwas gestalten, etwas erfinden können, in dem Sie sich verwirklichen und ebenso eine Menge Spaß haben werden.“

Im Foyer sowie in den Laboren und Vortragsräumen des modernen Campus boten die Vertreterinnen und Vertreter der drei Hochschulstandorte RheinAhrCampus Remagen, WesterWaldCampus Höhr-Grenzhausen sowie RheinMoselCampus Koblenz den Interessierten ein abwechslungsreiches Programm. An offen zugänglichen Aktionsständen bastelten die Besucherinnen und Besucher zum Beispiel Spektroskope selbst, probierten das 3D-Drucken aus und unternahmen sogar einen Simulationsflug im Tragschrauber mit 3D-Brille. So erlebten sie die MINT-Welt hautnah und erhielten zugleich auf spannende Fragen Antworten aus erster Hand: Wie funktioniert eine Wärmebildkamera? Was lässt sich mittels Bewegungsanalysetechnik untersuchen? Warum wird ein Licht- und Rasterelektronenmikroskop im Maschinenbau eingesetzt?

Praktisches Erleben im Fokus

Auch in den anmeldepflichtigen Schnupperlaboren zählte das praktische Erleben: Dort programmierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter anderem Lego-Roboter oder machten Töne und Schall sichtbar. Es wurde gelötet, analysiert und elektrotechnisches Handwerk erlernt. Viele Workshops waren ausgebucht, wie etwa das Schnupperlabor „…und er dreht sich doch! – Eigenbau eines Elektromotors“ von Prof. Dr. Johannes Stolz.

Offene Architektur- und High-Tech-Keramik-Ausstellungen sowie virtuelle und reale Labore zeigten neue Perspektiven der Forschungswelt auf. Exklusive Einblicke ins MINT-Studium und die MINT-Berufswelt boten Lehrende und Mitarbeitende der Hochschule Koblenz in ihren Vorträgen. Mentorinnen des Ada-Lovelace-Projektes zeigten außerdem, warum MINT insbesondere für Frauen eine hervorragende Wahl ist. Und namhafte Unternehmen bewiesen, wie spannend die MINT-Welt im Arbeitsleben ist. Auch die Industrie- und Handelskammer (IHK) Koblenz, Partner der Hochschule Koblenz in Sachen duales Studium, die Wirtschaftsförderung des Landkreises Ahrweiler sowie die Initiative „Komm – mach MINT“ waren neben weiteren externen Ausstellern vertreten.

AB

Das Ada-Lovelace-Projekt zeigt Frauen die Vorteile von MINT auf.

Das Ada-Lovelace-Projekt zeigt Frauen die Vorteile von MINT auf.

Spektroskope wurden auf der MINT-Messe selbst gebaut. AB

Spektroskope wurden auf der MINT-Messe selbst gebaut. Fotos: AB

Auch der Rhein-Mosel-Motorsport präsentierte sich.

Auch der Rhein-Mosel-Motorsport präsentierte sich.

Das Galtonbrett zeigt statistische Wahrscheinlichkeiten.

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