Kirmes in Flerzheim
Vier Tage Spaß für Jung und Alt
Fassanstich auf dem Dorfplatz - Köttzug für soziale Zwecke
Flerzheim. Von Samstag bis Dienstag feierten die Flerzheimer ihre traditionelle Kirmes auf dem Dorfplatz. Während viele kleine Ortschaften es aufgegeben haben, zur Kirmes Fahrgestelle oder Buden aufbauen zu lassen, ist es in Flerzheim ganz anders. Dort gab es am letzten Wochenende zum Beispiel einen Autoscooter, einen Star-Breaker in Krakenform, einen Fußballkicker und ein Karussell für die kleinen Besucher der Kirmes. Für Essen und Trinken war bestens gesorgt mit einem Getränkestand vom FC Flerzheim, einer Grillstation und einem Stand mit herzhaften oder süßen Crêpes. Weiterhin freuten sich nicht nur die Kinder am lustigen Entenangeln und an den Plüschtierchen in unterschiedlichen Größen. Natürlich gab es auch eine Schießbude - unverzichtbar auf einer Kirmes. Traditionell wird die Kirmes mit einem Fassanstich am frühen Samstagnachmittag eröffnet. Da die Ortsausschussvorsitzende, Karola Baldus, erkrankt war, übernahm ihr Stellvertreter, Hans-Peter Sieberg, dieses Amt. Überhaupt ist der Ortsausschuss federführend für die Organisation. Ortsvorsteher Peter Antkowiak, Stephan Stadler, Andreas Gebert und Dagmar Specht stehen ihm hilfreich zur Seite. Der Kirmessamstag steht seit vielen Jahren unter dem Motto: „Alle ortsansässigen Vereine sammeln Geld im sogenannten „Köttzug“ für soziale Projekte.“ Die Mitglieder aller Vereine ziehen durchs Dorf, unterstützt vom Fanfarencorps und der Löschgruppe der FFW Flerzheim. Wie Andreas Gerbert zu berichten wusste, kamen in den vorherigen Jahren circa 2.500 Euro als Spende zusammen. Der Erlös kommt unter anderem dem St. Martinszug zugute und auch viele andere Wohltätigkeitsveranstaltungen werden aus diesem Topf unterstützt. Mit Bedauern stellte Hans-Peter Sieberg fest, dass in diesem Jahr zum ersten Mal kein Kirmesball stattfindet. „Die Beteiligung in den letzten Jahren war einfach zu gering“, so der stv. Ortsausschussvorsitzende. Am Sonntag begannen die Festlichkeiten mit einem Hochamt in der Kirche St. Martin, anschließend wurde ein Kranz am Ehrenmal niedergelegt. Sowohl Sonntag, als auch Montag traf man sich zu einem zünftigen Frühschoppen im Saal Schäfer . Die Familie Schäfer hatte auch das Bierfass für den Kirmesauftakt gespendet. Am Dienstag, ab 15 Uhr, gab es wieder die leckeren Reibekuchen, zubereitet von der Hunnenhorde. Die Kinder hatten am letzten Kirmestag freie Fahrt auf allen Fahrgestellen. Um 19 Uhr wurde es still um den Paias. Kein Jammern und Klagen half ihm mehr. Ein Gericht hatte ihn wegen allerlei Sünden verklagt und er wurde bestraft mit dem Feuertod. Jetzt darf er erst im nächsten Jahr wieder in Erscheinung treten.
Noch sitzt der Paias stolz auf dem Grill des Löschfahrzeuges
