Allgemeine Berichte | 19.09.2018

50 Jahre Grundsteinlegung für die Pfarrkirche Buschhoven

Vier grandiose Werke von Mozart ergaben einen musikalischen Hochgenuss

Im Rahmen der Buschhovener Musiktage ergänzten sich das Vokalensemble Swisttal und die Cappella Nova mit dem Orchester an Sankt Katharina und vier Gesangssolisten

Das Vokalensemble Swisttal und die Cappella Nova bildetendas Grundgerüst für die musikalische Aufführung anlässlich des Jubiläumsder Grundsteinlegung für die Pfarrkirche Buschhoven. Fotos: JOST

Buschhoven. Einen musikalischen Hochgenuss allererster Güte erlebte das Publikum in der bis zum letzten Platz gefüllten Pfarrkirche Sankt Katharina in Buschhoven beim Festkonzert anlässlich der Grundsteinlegung für die Kirche vor 50 Jahren. Im Rahmen der Buschhovener Musiktage standen vier hochkarätige Werke von Wolfgang Amadeus Mozart (1756 bis 1791) auf dem Programm, für das sich das Vokalensemble Swisttal und die Cappella Nova mit dem Orchester an Sankt Katharina und den vier Solisten Carla Hussong (Sopran), Esther Valentin (Alt), Robert Reichinek (Tenor) und Robin Liebwerth (Bass) zu einem perfekt harmonieren Klangkörper zusammengefunden hatten.

Die musikalische Leitung teilten sich Nicole Prinz und Benjamin Bosbach.

Ein Ort der Besinnung und Erleuchtung

Doch zuvor begrüßte die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Adelheid Willers die zahlreichen Gäste, darunter die „Schutzpatronin“ und Schirmherrin Ilka von Boselager sowie Pater Stanislaus Friede. Der wies in seinem Grußwort darauf hin, dass der Kirchturm mehr sei als das Wahrzeichen von Buschhoven. Mit der Kirche habe man einen Ort der Begegnung und der Beheimatung geschaffen, aber auch einen Ort der Besinnung und der Erleuchtung, wo man seiner Seele Raum geben könne. Hier könnten die Gläubigen sich die Situation ihrer Gegenwart vor Augen führen, Erinnerungen wachhalten und die Zukunft neu denken. Dank ihrer hervorragenden Akustik eigne sich die Pfarrkirche aber auch als Veranstaltungsort für Konzerte aller Art, deshalb sei von jeher in ihr gesungen und musiziert worden.

Musikalisch startete der Abend mit der Krönungsmesse (KV 317) aus dem Jahr 1779, und das gleich mit einem musikalischen Forte, welches die Aufmerksamkeit der Besucher von der ersten Sekunde an auf die ausgezeichnete Qualität der Aufführenden zog.

„Charakteristisch für diese aus sechs Teilen bestehende Messe sind ihre sinfonischen Elemente und die klare Trennung von Solo- und Chorstimmen“, erläuterte Dirigentin Nicole Prinz den Aufbau des Werkes.

Sopranistin verursachte wohlige Gänsehaut beim Publikum

Doch der Höhepunkt des Konzertes war in den Augen vieler Zuhörer die Kantate „Exultate, jubilate“ (KV 165) aus den Jahren 1772/1773, die Mozart im zarten Alter von 16 Jahren bei seiner dritten Reise nach Italien komponierte. Da war es doch passend, dass der erst 18-jährige Benjamin Bosbach dafür die musikalische Leitung übernahm. Der Nachwuchsdirigent machte im Frühjahr dieses Jahres sein Abitur am Städtischen Gymnasium Rheinbach und hat zugleich von 2015 bis 2017 die C-Ausbildung für nebenberufliche Kirchenmusiker des Erzbistums Köln mit der Bestnote „sehr gut“ abgeschlossen. Im Oktober will er das Studium der Katholischen Kirchenmusik an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln aufnehmen, und nach dem Eindruck des Konzertes in Buschhoven wird man in Zukunft noch sehr viel von ihm hören. Doch an diesem Abend hörte man mehr von Sopranistin Carla Hussong, die mit einer grandiosen Darbietung wohlige Gänsehaut vom Publikum verursachte und dafür zu Recht einen tosenden Beifallsorkan entgegennahm.

Nach der Pause übernahm wieder Benjamin Bosbach die Leitung für die Lauretanische Litanei (KV 195), die Mozart im Jahre 1774 komponiert hatte. Hier glänzten die vier Gesangssolisten einmal mehr mit beeindruckenden Darbietungen in den virtuosen Solopartien. Die fünf Sätze unterscheiden sich vom musikalischen Charakter her deutlich voneinander, was das gut aufeinander abgestimmte Ensemble anschaulich zum Ausdruck brachte.

Kunstvoll und lebhaft zugleich

Den Schluss bildete das „Sancta Maria, mater dei“ (KV 273), eine Art Weiheakt an die selige Jungfrau Maria in F-Dur aus dem Jahr 1777. Der Musikwissenschaftler Alfred Einstein empfand das Werk als „kunstvoll und lebhaft zugleich, es ist ebenso tief wie einfach“. Dafür übernahm noch einmal Nicole Prinz den Dirigentenstab, die seit 2014 als Seelsorgebereichskirchenmusikerin in Swisttal tätig ist. Sie studierte Kirchenmusik am Sankt Gregorius-Haus in Aachen und ließ eine Gesangsausbildung folgen. So war es auch nicht verwunderlich, dass sie besonders den Singstimmen bei diesem Stück den notwendigen Raum zur Entfaltung gab, was diese auch dankbar zu nutzen wussten. Sie fanden in den Instrumentalisten des Orchesters einen ebenbürtigen Widerpart, die eine ausgezeichnete Balance fanden zwischen zurückhaltender Unterstützung und furioser Führungsrolle.

JOST

Die vier Solisten Carla Hussong (Sopran), Esther Valentin (Alt),Robert Reichinek (Tenor) und Robin Liebwerth (Bass) liefenzusammen mit dem Vokalensemble Swisttal, der Cappella Novaund dem Orchester an Sankt Katharina zu Hochform auf.

Die vier Solisten Carla Hussong (Sopran), Esther Valentin (Alt), Robert Reichinek (Tenor) und Robin Liebwerth (Bass) liefen zusammen mit dem Vokalensemble Swisttal, der Cappella Nova und dem Orchester an Sankt Katharina zu Hochform auf. Foto: Photographer: Volker Jost Auf de

Sopranistin Carla Hussong begeisterte die Zuhörer ihre Darbietung bei der Kantate „Exultate, jubilate“ unter der Leitung von Benjamin Bosbach.

Sopranistin Carla Hussong begeisterte die Zuhörer ihre Darbietung bei der Kantate „Exultate, jubilate“ unter der Leitung von Benjamin Bosbach. Foto: Photographer: Volker Jost Auf de

Das Vokalensemble Swisttal und die Cappella Nova bildeten das Grundgerüst für die musikalische Aufführung anlässlich des Jubiläums der Grundsteinlegung für die Pfarrkirche Buschhoven. Fotos: JOST Foto: Photographer: Volker Jost Auf de

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