Allgemeine Berichte | 24.06.2021, 11:49 Uhr

Innovationsforums 5GrT an der Hochschule Koblenz am 15. Juli

Virtueller Abschlussfachkongress

Koblenz. Ob im Produktionsprozess, in der Logistik oder der Automatisierung: Der Mobilfunkstandard 5G verspricht neue Möglichkeiten und Ansätze, die Digitalisierung von Geschäftsprozessen voranzutreiben. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte und von der Hochschule Koblenz begleitete Innovationsforum „5GrT - 5G-ready Testfeld im nördlichen Rheinland-Pfalz“ ermöglicht regionalen Unternehmen seit 1. September 2020, sich gemeinsam die 5G-Technologie zu erschließen und dadurch neue Marktpotenziale zu entwickeln. Zum Ende der aktiven Projektlaufzeit des Innovationsforums lädt die Hochschule Koblenz zu einer virtuellen Fachtagung am 15. Juli 2021 ein. Zwischen 9 Uhr und 17 Uhr besteht die Möglichkeit, einen detaillierten Einblick in die industrielle Nutzung des Mobilfunks der nächsten Generation zu erlangen und Kontakte sowie Partnerschaften zu knüpfen. Die Fachtagung ist dabei für alle 5G-Interessierten offen und kostenlos zugänglich.

Den großen Erfolg dieses Projektes führt Prof. Dr. Wolfgang Kiess vom Fachbereich Ingenieurwesen der Hochschule Koblenz, der das Innovationsforum leitet und mit seinem Team betreut, auf die wachsende Bedeutung des 5G-Mobilfunkstandards auch für kleine und mittelständische Unternehmen zurück: „Mindestens die Hälfte der DAX 30 Unternehmen beschäftigt sich bereits mit der Technologie und baut teilweise schon eigene Netze auf. Gerade für den deutschen Mittelstand ist es aufgrund der zukünftig erwartbaren großen Nachfrage nach 5G-fähigen Maschinen von Kundenseite wichtig, sich damit auseinanderzusetzen. Parallel dazu bietet die Technologie natürlich großes Potenzial für eigene Innovationen, die es zu heben gilt.“

Zu Beginn der Fachtagung erläutert Dr. Christian Bauer von der Trumpf Werkzeugmaschinen GmbH & Co. KG mit seiner Keynote, warum er sich mit Trumpf in der 5G ACIA – einer Vereinigung namhafter Industrievertreter, die ihre Interessen im 5G-Kontext bündeln – so sehr engagiert und wie seine Firma Mobilfunk einsetzt. Den Vortrag ergänzt Dr. Miriam Solera, die den Verband der deutschen Maschinen und Anlagenbauer (VDMA) e.V. vertritt. Sie zeigt die Anforderungen des Maschinenbaus an drahtlose Technologien auf.

Es folgen verschiedene Vorträge aus der Anwenderperspektive: So erläutert Niklas Ambrosy von der Volkswagen AG die Ziele, Herausforderungen und Potentiale eines 5G-Testfelds aus Konzernsicht. Die Hahn Automation GmbH aus Rheinböllen, ein lokales mittelständisches Unternehmen, dass sich im Innovationsforum engagiert, stellt seine eigene Perspektive auf 5G in der Fabrikautomation vor.

Dr. Frank Schönung von der SEW Eurodrive GmbH & Co KG in Bruchsal wird über deren fahrerlose Transportsysteme (autonomous guided vehicles, AGVs) und deren Vernetzung berichten. „Die Vernetzung von ‚Dingen die sich bewegen‘ mit 5G, vor allem von AGVs ist einer der Paradeanwendungsfälle der Technologie“, erläutert Prof. Kiess. „Das wird schon von einigen Unternehmen produktiv eingesetzt und wir erwarten eine starke Zunahme in der Zukunft“. Die Hochschule kooperiert hier auch im Rahmen eines Promotionsvorhabens seit 2018 mit SEW. Durch die langjährige Partnerschaft konnten bereits mehrere Studierende aus dem Fachbereich Ingenieurwesen ihre Abschlussarbeit am SEW-Standort in Bruchsal schreiben und tiefe Einblicke in den neusten Stand drahtloser industrieller Vernetzung gewinnen und diesen auch selbst weiterentwickeln.

Es ist jedem Unternehmen möglich ein privates Frequenzband bei der Bundesnetzagentur zu beantragen, um ein nach außen hin geschlossenes, eigenes 5G Campus-Netz zu betreiben. Wie dies geschieht und was dies bedeutet, zeigt Josch Luxa von der Bundesnetzagentur. Wer sich kein eigenes privates Campus-Netz zulegen möchte, kann auch vom Netz eines Mobilfunkbetreibers profitieren und dort ein virtuelles Campus-Netz mieten. Dr. Jakob Belschner von der Deutschen Telekom AG beschreibt im Anschluss diesen Ansatz. Murtaza Abbas vom FIR e.V. an der RWTH Aachen, der auch das Projekt 5G.NRW repräsentiert, beleuchtet Beispiele aus der Forschung und Industrie im benachbarten Nordrhein-Westfalen. Abschließend stellen die MECSware GmbH, Siticom GmbH und Keysight Technologies ihre 5G-fähigen Produkte und Lösungen für dieses Gebiet vor.

Alle Interessierten – vom Studenten bis zur Unternehmerin – sind herzlich eingeladen, an der Fachtagung teilzunehmen und sich dazu bis zum 10. Juli auf der Homepage https://5grt.de/ anzumelden. Sie erhalten in der Woche vor der Veranstaltung von der Messeplattform Talque eine Einladung inklusive Zugangsdaten und der Möglichkeit, ein Besucherprofil zu erstellen.

Pressemitteilung der

Hochschule Koblenz

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