Karnevalsgesellschaft „Bekömme Dich net drömm“ Oberdrees
Vollblut-Tollitäten mit Herz und Schnüss
Prinz Bernd I und Prinzessin Hilde I ließen es so richtig krachen
Oberdrees. Rappelvoll und raderdoll präsentierte sich die Ludwig-Fett-Halle bei der Prunksitzung der Karnevalsgesellschaft „Bekömme Dich net drömm“ in Oberdrees. Schließlich konnte der KG-Vorsitzende und Sitzungspräsident Dirk Schulz den Jecken mit Prinz Bernd I. (Weckauf) und Prinzessin Hilde I. (Hartung) Vollblut-Tollitäten mit Herz und Schnüss präsentieren. Mit ihrem Sessionsmotto „Reisen in die weite Welt, ävve Drees oss am bess jefällt“ machten sie bei aller Weltläufigkeit klar, dass sie sich nur in ihrem Heimatort so richtig wohlfühlen. Und als sie dann auch noch ihr geniales Sessionslied „In der Fett-Halle nachts um halb eins…“ anstimmten, gab es schon gleich zu Beginn der Sitzung kein Halten mehr. Zu Ehren der närrischen Regenten zeigten anschließend die mittlerweile fünf Nachwuchs-Tanzgruppen der KG, dass in Drees nach wie vor eine der absoluten Hochburgen des Gardetanzes beheimatet ist.
Ob Minis oder Spatzen, Smilies, Poppies oder Rasselband – die Trainerinnen Isabell Loell, Melanie Scherer, Carola Scherer und Sabine Schulz hatten einmal mehr ganze Arbeit geleistet. Zu späterer Stunde legten dann die „Blauen Funken“, die von Stefanie Römhild sowie Simone Hidien und Nora Metternich trainiert werden, die Latte noch einmal ein ganzes Stück höher und bescherten sowohl mit ihrem Gardetanz wie auch mit ihrem Showtanz dem Publikum unvergessliche Augenblicke.
Eine Sitzung praktisch durchweg mit eigenen Kräften
Nach wie vor vertraut die KG „Bekömme Dich net drömm“ bei ihrer Prunksitzung praktisch durchweg auf einheimische Kräfte. So komplettierte das Männerballett der KG (Trainerinnen: Birgit Höckendorf, Yvonne Mahlberg und Silvia Nuß) den tänzerischen Reigen ebenso wie Solomariechen Tamara Höckendorf, die von Birgit Höckendorf trainiert wird. Doch auch in der Abteilung „Büttenreden“ wurde wieder einiges geboten. Den Auftakt machten Norbert und Birgit Höckendorf als zänkisches Ehepaar, das schon für die ersten Lachkrämpfe im Publikum sorgte.
Die beiden sind ebenso unverzichtbar wie „Speimanes“ Peter Eich, der auf seine unnachahmliche Art das Geschehen im Dorf mit allen Höhen und Tiefen fernsehreif auf die Schippe nahm. Seine Rede wird noch einige Tage lang für Gesprächsstoff im Dorf sorgen. Und auch auf den schon traditionellen Vortrag der KGO-Elite wartete das Publikum nicht vergebens, dieses Mal versetzten die Karnevalisten ihr Publikum in einen stimmungsvollen Musikantenstadl mit einem sensationellen Potpourri bekannter Volksmusik-Hits. Doch ganz ohne auswärtige Kräfte ging es dann doch nicht. Die „Gulaschkapell“ unter der Leitung Gerald Muß' rührte einen leckeren musikalischen Eintopf zusammen, der den Jecken hervorragend schmeckte, bevor zum Schluss der Sitzung das Kölner Karnevals-Urgestein Wicky Junggeburth, der Kölner Prinz von 1993, mit seinen aktuellen Liedern „Mer söhke noch Adresse“, „Ich ben doheim en mingem Kölle“ oder „Die großen Leute“ echte Glücksgefühle bei den Zuhörern hervorrief.
Die „Blauen Funken“ begeisterten ihr Publikum mit einem sensationellen Gardetanz.Foto: -Jost
