Aktuellen Lage im Hochwassergebiet an der Ahr

Vollsperrungen: Ahrbrücke und L73 bei Schuld betroffen

Abwasserinfrastruktur weiterhin stark zerstört

Vollsperrungen: Ahrbrücke und L73 bei Schuld betroffen

Foto: ROB

15.09.2021 - 08:55

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Rund 750 Einsatzkräfte von THW, Sanitätsdiensten, Polizei, Feuerwehr und Bundeswehr sind nach der Flutkatastrophe weiter im Einsatz. Von den insgesamt 20 eingerichteten Info-Points sind nach wie vor 18 in Betrieb. Im Rahmen des Sanitätsdienstes werden 10 Unfallhilfsstellen betrieben. Die zerstörte Infrastruktur wird weiter aufgebaut.



Aktuelle Straßen- Brückensperrungen


  • Die Ahrbrücke in Ahrbrück wird von Mittwoch 15.09.2021 bis ca. nächste Woche 22.09.2021 voll gesperrt. Eine Umleitung erfolgt über die Behelfsbrücke zwischen Ahrbrück und Hönningen und ist ausgewiesen.
  • Ebenso erfolgt eine Vollsperrung der L73 zwischen Insul und Schuld vom 13.09.2021 bis voraussichtlich 01.10.2021 von 21:00 Uhr bis 05:00 Uhr.

Seitens des Energieversorgers wurde mitgeteilt, dass die provisorische Netzversorgung bis zu den Hausanschlusskästen sichergestellt ist. Zeitnah soll nun eine Überprüfung und Instandsetzung der Straßenbeleuchtung, ggf. durch mobile Lichtmasten erfolgen.

Die leitungsgebundene Trinkwasserversorgung wurde wiederhergestellt und funktioniert im Regelfall stabil. Lokal in den Ortschaften Schuld und Insul treten noch temporär Probleme auf. Hier erfolgen Bau- und Bohrmaßnahmen zur Verbindung zweier Hochbehälter. Die Befüllung der Brauchwasserversorgung erfolgt über Tankcontainer (IBC). Die Standorte können in der digitalen Lagekarte eingesehen werden. In Bad Neuenahr-Ahrweiler erfolgt die Rückführung nicht mehr benötigter IBC. Momentan ruhen jedoch diese Maßnahmen aufgrund von unklaren Eigentumsverhältnissen und falschen Befüllungen.

Die Abwasserinfrastruktur ist immer noch stark zerstört, daher erfolgt die Ableitung über Vorflutbecken in die Ahr und später in den Rhein. Die Struktur- und Genehmigungs-Direktion (SGD) lässt Messungen durchführen. Ergebnisse der Messungen auf Belastung der Fließgewässer werden auf der Homepage der SGD veröffentlicht. Bisher keine Auffälligkeiten bei den Messungen festgestellt. Der Fäkalientank des Krankenhauses Maria Hilf drohte am Wochenende überzulaufen. Durch die Beauftragung einer weiteren Firma ist sichergestellt, dass die Abwässer rechtzeitig abtransportiert werden.

Alle aktuellen Informationen sind zu finden unter: Hochwasser-ahr.rlp.de.

Pressemitteilung Pressezentrum Hochwasser Ahr

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Kommentare

Tempo 30 für Andernach?

Katie:
Aufgrund des desolaten Zustandes sämtlicher Straßen im Innenstadtbereich kann man sowieso vielerorts keine 50 km/h fahren, weil man sich dann sein Fahrzeug auf Dauer "zerschießt". Ich als mitten in der Stadt lebende Anwohnerin hoffe seit über 25 Jahren (!!!), dass hier mal was passiert und zum Beispiel...
juergen mueller:
Ist immer wieder eine Freude zu lesen, mit welchem Einfallsreichtum man sich mit dem Ausschmücken der deutschen Sprache bedient, anstatt ein Problem einfach, kurz u. bündig, auf den Punkt zu bringen. Nadeln im Heuhaufen. Darauf muss man erst einmal kommen. Da werden sich diejenigen aber freuen, deren...
Hans-Joachim Schneider:
Es ist schön, dass Optimismus im Ahrtal wieder Platz hat. Das ist wohl die wichtige Botschaft dieses Artikels. Die genannten Ideen sind ja alle nicht neu, sondern waren auch schon vor der Flut in den Köpfen derer, denen das Ahrtal und seine touristische Zukunft am Herzen liegt. Allerdings sind Hängeseilbrücken...
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