Percussion, flotte und klassische Töne beim Kinder- und Jugendkonzert auf Burg Adendorf
Vom Wetter unbeeindruckt
Historisches Gemäuer bot passendes Ambiente für hörenswerte Leistungen junger Musiker
Wachtberg-Adendorf. Fast schon eine feste Einrichtung ist das Kinder- und Jugendkonzert des Wachtberger Jugendorchesters und anderer musikalischer Gruppen, das am Sommeranfang auf der Burg Adendorf stattfindet.
Am ersten Julisonntag um 11 Uhr hätte es im Burghof unter guten akustischen Voraussetzungen losgehen sollen. Das Wetter machte allerdings ebenso pünktlich mit einem Regenguss einen Strich durch die Rechnung. Gut gewappnet zeigte sich in dieser Situation das Ehepaar von Loë, indem es die Gäste einfach in den vorbereiteten Ahnensaal der Burg lotste.
Plötzlicher Kurswechsel beeindruckte die Kinder nicht
Die jungen Musiker konnten in einem trockenen, vorübergehenden Domizil in einem Nebenraum des Saals ihre Instrumente vor dem Regen in Sicherheit bringen und sich auf ihren Auftritt vorbereiten. Völlig unbeeindruckt zeigten sich die Kinder von dem plötzlichen Kurswechsel und brachten in dem vollen Saal überzeugend und gekonnt gespielte Musik zu Gehör.
Mit flotten Rhythmen und je einem Cachon unter den Händen machte die HDG Sound Company aus der Hans-Dietrich-Genscher-Schule in Wachtberg den gelungenen Anfang. Im Anschluss daran gaben die Kinder der OGS der Drachenfelsschule mit den Niederbachemer Bogenflitzern „Wenn des Sommers Wolken schweben“ von Paul Riedel.
Am Klavier und am Fagott hörte man Akos Lennartz und Adam Lennartz mit „Peter“ (Peter und der Wolf), Janka Polka und Bourrée und Menuetto von Johann Adolph Hasse. Der junge Fagottspieler wurde von Thomas Lennartz am Klavier begleitet.
Henricus und Martinus Conradi spielten für ihr Publikum mit Geige und Klavier „Hasch Hasch“ von R. Pracht. Anschließend war „Skyfall“ von Adele von vier jungen Musikern zu hören. Vincent Rau blies in dem Stück die Trompete, Julius Bauß ließ das Klavier ertönen, Paulina Bauß spielte die Viola und Philippa Bauß die Querflöte. Das Duo Joko Malewo (E-Bass) und Florian Wiegel war danach am Cachon zu hören.
Ein Fest für die Ohren
Den Start des letzten großen Abschnitts gestaltete die Pecher Geigenbande mit den Musikern Judith Fassbender, Ruth Fassbender, Charlotte Sonntag, Anna Labonte, Leo Schönefeld und Paulina Bauß und einem Kanon in D-Dur von Johann Pachelbel. Karsten Belkot begleitete die Stimme von Anny Franke im Anschluss daran bei „Hallelujah“ von Leonard Cohen. J. Conradi am Klavier und Martinus Conradi mit dem Fagott verwöhnten die Ohren mit einem Stück von Felix Holler, „Wüstenschiff: Gekko, Wüstenfuchs und Kakerlaken“.
Am Klavier hörte man danach Antonia Wiesemann und Lina Förster in einem Stück zu vier Händen von Ettore Pozzoli mit oro lieti – momento triste. Eine Harfe spielte als vorletzte Darbietung Hannah Höltermann beim Baby Blues von C. Gosselin und Surf Breakers Waltz von Louise Trotter. Alexander Wagner bildete den hörenswerten Abschluss mit Klavierstücken von Ludwig van Beethoven und Franz Liszt, Sonate f-Moll no 1 Allegro und Etüde op 1 Nr. 10 f-Moll.
Die jungen Musiker bereiteten sich in einem Nebenraum auf ihren Auftritt vor.
Die Gäste wurden angesichts des Regens kurzerhand in den Ahnensaal gebeten.
Das Ehepaar von Loë war auf Wetterkapriolen bestens vorbereitet und lotste Musiker und Gäste kurzerhand ins Trockene.
