Allgemeine Berichte | 04.07.2025

Seelsorgende haben offene Ohren für Friedhofsbesucher rund um Andernach

Von Blumen über Einsamkeit, Trauer und Tod

Simone Thomas und Monika Schneider. Foto: Julia Fröder / Bistum Trier

Plaidt/Kruft/Kell/Kettig. „Die Blumen sind immer ein guter Aufhänger für ein Gespräch“, sagt Monika Schneider. Die Seelsorgerin ist mit ihrer Kollegin Simone Thomas auf dem Plaidter Friedhof unterwegs. Sie bieten ein offenes Ohr für die Sorgen, Nöte und Themen der Menschen, die diesen Ort aufsuchen. Bereits zum zweiten Mal findet die niedrigschwellige Aktion von fünf Haupt- und Ehrenamtlichen aus dem Pastoralen Raum Andernach statt.

„Unser Ziel ist es, mit den Menschen in Kontakt zu kommen“, erklärt die Gemeindereferentin Schneider; dafür sucht das Team unterschiedliche Friedhöfe auf. „Wir gehen zu den Menschen, machen ihnen ein Gesprächsangebot und bieten ihnen Seelsorge an, die über die Teilnahme an einem Gottesdienst hinausgeht“, erklärt Pastoralreferentin Thomas, die auch Mitglied im Leitungsteam des Pastoralen Raums ist. Und sie merken, dass der Bedarf da. „Daher suchen wir auch bei Personalknappheit Wege, solche Projekte zu stemmen“, versichert Thomas. Ihnen ist das Projekt ein Herzensanliegen. „Wir sind ganz nah bei den Menschen, was unseren Beruf ja ausmacht“, so Schneider, die seit drei Jahren auch im Beerdigungsdienst aktiv ist.

Manchmal bleibe es bei eher oberflächlichen Gesprächen über den Grabschmuck oder das Wetter. „Doch wir hören auch ganze Lebensgeschichten“, berichtet Schneider von ihren Erfahrungen. „Wir sind für diese Situationen gut ausgebildet und insbesondere Trauer ist ein Kernthema unseres Glaubens“, ergänzt Thomas. Dabei drehten sich die Unterhaltungen nicht nur um den Verlust eines Angehörigen oder eines Freundes, „sondern es geht wirklich um Gott und die Welt“, so Schneider. Arbeitslosigkeit, Streit innerhalb der Familie, Einsamkeit, Armut, Krankheit, aber auch die schwierige Suche nach einem neuen Hausarzt – die Themen sind vielfältig. Momentan werden sie auch öfter auf den Entwurf eines neuen Bestattungsgesetzes angesprochen. „Die Menschen haben dazu viele Fragen. Wir merken, dass ihnen eine Erinnerungskultur wichtig ist“, merkt Thomas in Anbetracht der politischen Diskussionen an. Auch aus diesem Grund sei es wichtig, ein offenes Ohr und Herz für die Menschen zu haben. In den nächsten Monaten gibt es weitere Termine, an denen Seelsorgende auf Friedhöfen unterwegs sind:

Donnerstag, 10. Juli, 9 bis 11 Uhr in Kruft und 17 bis 19 Uhr in Plaidt; Donnerstag, 21. August, 9 bis 11 Uhr und Freitag, 29. August, 17 bis 19 Uhr in Kell; Dienstag, 2. September, 9 bis 11 Uhr und 17 bis 19 Uhr in Kettig.

Zu erkennen sind die Seelsorgenden an ihren magentafarbenen Westen mit der Aufschrift „Seelsorge“.

Neben den Gesprächsangeboten auf den Friedhöfen, gibt es im Pastoralen Raum Andernach auch die Möglichkeit einer Trauerbegleitung und monatliche Treffen des Trauercafés „Horizonte“. Weitere Informationen gibt es auf www.pr-andernach.de oder telefonisch unter Tel.: 02632-309 790.

Pressemitteilung

Bischöfliches

Generalvikariat Trier

Simone Thomas und Monika Schneider. Foto: Julia Fröder / Bistum Trier

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