Neue Broschüre in der Öffentlichen Bücherei St. Martin präsentiert
Von Bücherfans empfohlen
62 Tipps für Kinder und Jugendliche aus der Aktion „Rheinbach liest vor“
Rheinbach. Bücherfans präsentierten in der Öffentlichen Bücherei St. Martin die neue Empfehlungsbroschüre aus der Aktion „Rheinbach liest vor“. 62 Büchertipps für Kinder und Jugendliche im Alter von zwei bis sechzehn Jahren sollen Lust auf das Lesen und Vorlesen machen.
Die zehnjährige Matthea Arens aus dem Leseclub der Öffentlichen Bücherei St. Martin muss ihren Beitrag nicht lange suchen. Ihre Besprechung von „Ninja Timmy“, einem fantastischen Roman für junge Leser, findet sich gleich auf dem Cover. Mit ihrem Foto ist sie „nicht so ganz zufrieden“, und auch, dass ihr Geburtstag am Tag zuvor bei der Altersangabe nicht mehr berücksichtigt werden konnte, bedauert sie, aber ansonsten ist Matthea mächtig stolz.
Das hat sie mit vielen anderen jungen und erwachsenen Buchexperten gemeinsam, die sich mit ihr zum Empfang in der Bücherei trafen, um die Broschüre der Öffentlichkeit vorzustellen. Ab sofort liegt das Heft mit den insgesamt 62 Buchempfehlungen in einer Auflage von 4.000 Exemplaren in Rheinbach und Umgebung aus.
Etwa 500 Titel gesichtet
„Vor allem mit der Verteilung über die Kindergärten und Schulen hoffen wir, wieder viele Familien zu erreichen“, so Monika Flieger, Erste Vorsitzende von Rheinbach liest e.V. und zugleich der Kopf des achtköpfigen Redaktionsteams.
Etwa 500 Titel wurden über das Jahr gesichtet, in den Vorschauen der Verlage ebenso wie direkt in der Buchhandlung Kayser beim regelmäßigen Stöbern. Die interessantesten Titel schaffte beziehungsweise forderte der agile „Verein zur Förderung der Buch- und Lesekultur“ an und testete sie im Rahmen der Aktion „Rheinbach liest vor“. Familien, Lehrer, Erzieher und Vorlesepaten halfen dabei mit. Die Essenz landete dann mit pointierten Sätzen beschrieben in der Broschüre.
Unabhängig und werbefrei
Eine immense Leistung, die nicht nur von der Stiftung Lesen ausgezeichnet, sondern längst auch von den Kinder- und Jugendbuchverlagen anerkannt wird. „Es ist für eine Neuerscheinung im Kinder- und Jugendbuchbereich durchaus ein kleiner Ritterschlag, bei uns in Rheinbach mit dabei zu sein“, meint Literaturwissenschaftlerin Corinna Roßbach, die die Endredaktion betreute. „Wir sind unabhängig und werbefrei und empfehlen nur, was uns wirklich gefällt und in der Vorlesepraxis besteht.“
Dass die Broschüre wieder das Filetstück der Herbstaktion „Rheinbach liest vor“ werden konnte, ist auch Stefanie Scherer von der agentur adfacts zu verdanken. Scherer, die auch im Vorstand von Rheinbach liest e.V. aktiv ist, erledigte wieder einmal ehrenamtlich die aufwendige grafische Arbeit. „Für den 20-Seiter habe ich einige Nachtschichten eingelegt“, so Scherer. „Aber die Mühe hat sich gelohnt.“
In der Tat kann sich das A5-Heft sehen lassen. Immer wieder ist am Präsentationstag ungläubiges Staunen und Stolz spürbar, dass so etwas in einer Kleinstadt möglich ist. Seit 2011 gibt es „Vorlesen“ nun schon, und seit drei Jahren auch in der Form als Wendebroschüre mit dem „Pageturner“, dem Teil für die Bücher ab zehn Jahren. Bei diesen Seiten haben auch Jugendliche aus den Leseclubs „Bücherwelten“ und „read & meet“ der Buchhandlung Kayser mitgewirkt, wie beispielsweise die 13-jährige Katja Krancke mit einer persönlichen Empfehlung.
Persönliche Empfehlungen als Erfolgsschlüssel
Überhaupt sind die personalisierten Buchtipps wohl auch der Erfolgsschlüssel. „Empfehlungen gibt es schließlich zuhauf,“ so Martin Prüser von der Öffentlichen Bücherei St. Martin. „Aber wenn ich dann Menschen, die ich kenne, in der Broschüre wiederfinde, kriegt der Buchtipp einen höheren Wert.“
Das Motto „Von Rheinbachern für Rheinbacher“ bezieht sich übrigens nicht nur auf die einzelnen persönlichen Empfehlungen, sondern auch auf die Finanzierung der Druckkosten. Dabei halfen erneut lokale Gewerbetreibende, Einzelhändler, Ärzte und Privatleute mit Geldspenden in Form von sogenannten Buchpatenschaften.
Angeschaffte Bücher werden gespendet
Die angeschafften Bücher werden den Rheinbacher Büchereien, Schulen und Kitas nun kostenlos zur dauerhaften Nutzung überlassen. Und noch einmal kostenlos: Wer keine Broschüre mehr ergattern sollte, kann sie online betrachten und herunterladen unter rheinbach-liest.de. Pressemitteilung
Rheinbach liest e.V.
