Allgemeine Berichte | 19.03.2019

Wäller ermöglichen ihren nigerianischen Freunden den Schulbesuch

Von Deesen nach Okpatu

Erste Vorsitzende von Nwanne di namba – Freunde in der Fremde e.V. besuchte die Schulpatenkinder in Nigeria

Mehr als 200 Kindern wurde seit 2001 der Schulbesuch ermöglicht. Fotos: privat

Deesen/Okpatu (Nigeria). 6.767 Kilometer legte die Erste Vorsitzende von „Nwanne di namba – Freunde in der Fremde e.V.“, Ulrike Freisberg aus Deesen zurück, um sich auf ihrer Projektreise von der vom Verein initiierten Arbeit vor Ort in Nigeria zu überzeugen.

Überwältigende Dankbarkeit, Demut und ein fester christlicher Glaube waren die prägendsten Eindrücke, die sie während ihrer Projektreise erfahren durfte. Für die Menschen in Okpatu war es eine große Ehre, die Erste Vorsitzende aus dem fernen Deutschland begrüßen zu dürfen.

Die Schulpaten wurden mit Gebeten bedacht

So kam es zu sehr bewegenden Momenten, wenn die Schulpatenkinder, deren Schulgeld bezahlt wird, Gebete für die Paten und alle Sponsoren vortrugen, Frauen in der Kirche für sie Tänze aufführten oder eine Mutter Ulrike Freisberg mit einem Honiggeschenk ihre Dankbarkeit zeigte, da ihre Kinder durch die Unterstützung des Vereins die Schule besuchen können. Begleitet von Monsignore Pfarrer Geoffrey Okbuene, der in Nigeria die Arbeit des Vereins zusammen mit dem von Nwanne di namba finanzierten Sozialarbeiter koordiniert, weiß, wo und wer am meisten der Hilfe bedarf. So konnte sie auch die vom Verein betreute Schule in Okpatu besuchen, die von Nwanne di namba seit 2016 umfangreich renoviert wird. So wurden Fenster, Türen und ein fester Fußboden in den Klassenräumen und in der Schulhalle für Prüfungen installiert, Toiletten für Schüler und Personal errichtet. Ein dringend erforderliches Labor muss noch gebaut werden. Auch hier wurde den deutschen Gästen mit verschiedenen Vorführungen und Tänzen die tiefe Dankbarkeit von Schülerinnen, Lehrer und Eltern zum Ausdruck gebracht.

Das Leben beweist: Hilfe zur Selbsthilfe funktioniert

Ganz besondere Augenblicke erlebte sie aber, als sie alle Kinder kennenlernte, die von ihren Paten für 13 Euro monatlich eine Schulpatenschaft erhalten. Mit Lesezeichen des Vereins und gespendeten Stiften konnte auch sie den Kindern eine Freude bereiten. Ebenso hatte sie für jedes der Kinder eine Namenskarte vorgefertigt, sodass in der nächsten Zeit jeder Pate ein aktuelles Foto von seinem Schulpatenkind erhalten wird. Mit Schulpatenschaften wird bereits seit 2001 mehr als 200 Kindern in Okpatu langfristig eine Chance für die Zukunft gegeben.

Trotz bitterer Armut und widrigen Lebensumständen haben viele der Patenkinder schon eine qualifizierte Ausbildung in verschiedenen Handwerksberufen, im Gesundheitswesen oder als Lehrer und können sich und ihre Familien nun selbst in ihrer Heimat ernähren. Vor Ort zeigte sich aber auch, dass manche nach der Schule noch der weiteren Unterstützung bedürfen, da auch für eine Ausbildung z.B. als Elektriker, Schlosser, Krankenpfleger o.ä. Ausbildungsgeld zu zahlen ist oder ihnen das Geld für Werkzeuge oder Arbeitsmaterialien fehlt. Hier möchte der Verein in Zukunft die jungen Menschen noch weiter unterstützen. Die Hilfe des Vereins und ihrer hilfsbereiten Mitglieder ist also auch weiterhin dringend notwendig. Die Hilfe zur Selbsthilfe kommt zu 100% ohne Abzug von Kosten bei den Kindern oder den Projekten an. Daher freut sich der Verein über jede Spende, Mitgliedschaft oder Patenschaft.

Nähere Informationen unter: Nwanne di namba – Freunde in der Fremde e.V., ulrike.freisberg@nwanne-di-namba.com, Tel. (0 26 26) 7 07 73.

Eine Reise in Bildern: Fotoabend am 23. März

Für Samstag, 23. März um 19 Uhr lädt der Verein daher alle Interessierten zu einem Fotoabend ins Pfarrheim Breitenau ein, wo Ulrike Freisberg ihre Projektreise bildlich vorstellt. Der Eintritt ist kostenlos.

Pressemitteilung

Nwanne di namba – Freunde in der Fremde e.V.

In tiefer Dankbarkeit wurde die Erste Vorsitzende des Vereins empfangen. Den jungen Nigerianern wird durch Bildung eine Perspektive gegeben.

In tiefer Dankbarkeit wurde die Erste Vorsitzende des Vereins empfangen. Den jungen Nigerianern wird durch Bildung eine Perspektive gegeben.

Mehr als 200 Kindern wurde seit 2001 der Schulbesuch ermöglicht. Fotos: privat

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