Buchautor Stefan Gemmel las an der Realschule plus und Fachoberschule Untermosel
Von Einem, der auszog, das Gruseln zu lehren
Untermosel. Im Rahmen des Tages der offenen Tür an der Realschule plus und Fachoberschule Untermosel las der bekannte Kinder- und Jugendbuchautor Stefan Gemmel aus seinen neuesten Büchern vor. Alle Schüler der fünften Klassen und viele Gäste hatten sich hierzu in der Sporthalle eingefunden. Der Autor präsentierte Auszüge aus verschiedenen Büchern der Reihe „Geistergefährten“. Auf amüsante Weise führte er dem Publikum vor, wie er es schafft, gruselige Geschichten zu schreiben. Besonders interessant war für ihn die Fragestellung, ob es gelingen kann, auch ohne Geister, Monster, Hexen und schaurige Orte, gruselige Geschichten zu verfassen. Und er bewies: Er kann es. So erzählt er in seinem neuesten Buch „Die geheimnisvolle Felsenhöhle“ unter anderem die Geschichte eines Nasentropfens, der an der Nase eines schlafenden Kindes im Auto hängt. Was dieser Nasentropfen alles erlebt und welche Gefühle er bei den Betrachtern auslöst - echt gruselig. Bei den jugendlichen und den erwachsenen Zuschauern kam die Lesung von Stefan Gemmel sehr gut an. So entschieden sich die Schülerinnen und Schüler von zwei bei der Lesung anwesenden fünften Schuljahren spontan dafür, sein Buch „Mumienwächter“ als Klassenlektüre zu lesen. Stefan Gemmel verzichtete auf ein Honorar für seine Lesung und bat stattdessen um eine Spende für die „Mali-Hilfe“. Diese Organisation baut Schulen, Brunnen und Krankenhäuser in Mali. Der Autor unterstützt selbst auch diese Aktivitäten durch Bücherspenden und andere Zuwendungen. Im Februar will er nach Mali fliegen und die nun gesammelten Spenden an Ort und Stelle übergeben. Mit dem Geld soll an einer nach ihm benannten Grundschule in Kadiala ein Schulgarten errichtet werden, der von den Schulklassen dort betrieben wird und mithelfen soll, das Dorf mit Vitaminen zu versorgen.
