Allgemeine Berichte | 09.07.2016, 14:31 Uhr

St. Josef Nachbarschaft Nickenich feierte 60-jähriges Jubiläum

Von Sprachcomputern und Schlagersternchen der Sechziger

Buntes Programm bot erstklassige Unterhaltung für Jung und Alt

In farbenfrohen Kostümen feierten die Mitglieder das langjährige Bestehen der Nachbarschaft. privat
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Nickenich. Die Nachbarinnen und Nachbarn der St. Josef Nachbarschaft feierten kürzlich ein Sommerfest der besonderen Art. Es galt nämlich ein Jubiläum zu würdigen: 60 Jahre St. Josef Nachbarschaft Nickenich. So hatten sich etwa 60 Mitglieder im festlich geschmückten Saal im Pfarrzentrum eingefunden. Nachdem Amtmann Karl Hermann Gräf die erwartungsfrohen Gäste begrüßt hatte, brachte Willi Bartz mit flotten Weisen das Publikum in Stimmung. Christine Schneichel-Gräf hatte in den Archiven gesucht und gefunden und eine sehr schöne Dia-Show zusammengestellt. Viele schöne Momente der vergangenen Jahre bis heute begeisterten das Publikum. Inzwischen war der Kaffee gekocht und die Kuchentheke reich bestückt worden. Danach übernahm Jürgen Schmitt in altbewährter humorvoller Form das Mikrofon und führte durch das Programm. Als Erstes gab er bekannt, dass der bereits zugesagte Ehrengast, es war die Queen aus England, wegen des Brexits nicht kommen konnte. Da England nun nicht mehr in der Europäischen Gemeinschaft und somit wieder Ausland ist, konnte die Königin so schnell kein Visum bekommen. Das wurde natürlich sehr bedauert.

Humorvolle Songs und Sketche

Das Programm wurde mit einem Vortrag „Ohs Sprooch“ von Helga Schmitt eröffnet. Es ist immer wieder schön, alte Begriffe in Dialekt zu hören, vielen jungen Menschen kommt „ohs Motterspooch“ wie eine Fremdsprache vor. Anschließend gehörte die Bühne Otto Lohner. Seine vorgetragenen Lieder, „Schütt‘ die Sorgen in ein Gläschen Wein“ und „Wenn ich einmal der Herrgott wär“, von Willi Bartz gefühlvoll begleitet, werden immer wieder gerne gehört. Jetzt wurde es ernst auf der Bühne. Ein Advokat (Elke Monreal) musste einen Bauern (Hedi Laux) am Gericht verteidigen. Der Bauer brachte nicht nur den Richter (Ute Setz) zur Verzweiflung, sondern auch den schlauen Advokaten. Jürgen Schmitt begeisterte sein Publikum mit dem Vortrag „Der einsame Goldhochzeitsjubilar“. Es folgte noch einmal Otto Lohner mit dem Lied „E Fläschje Ruude“ und zur großen Freude aller sang er das Lied „Die Frau Schmitz hät en Spitz und die Frau Latz die hät en Katz“. Danach folgte ein Sketch namens „Sprachcomputer“. Ein Mann ruft beim Arbeitsamt Mayen an, wird dort mit einem Sprachcomputer verbunden und es entwickelte sich eine sehr komische Geschichte, vorgetragen von Ute Setz und Elke Monreal. Nun heizte Willi Bartz vor dem Finale nochmals kräftig ein. Zwischendurch sangen die Nachbarn das Lied „O, du mein schönes Oberdorf, du närrische Nachbarschaft, du bist schon 60 Jahre alt, wie hast du das geschafft“. Das Finale stand unter dem Motto „Schlagerreise in die Wirtschaftswunderzeit“. Den Auftakt machte Jürgen Schmitt als Gert Böttcher „Für Gabi tu ich alles“. Es folgte Ute aus der Wieschen als Conny Froboess mit „Zwei kleine Italiener“. Als Peter Kraus machte Heinz Fluhrer mit „Sugar, Sugar Baby“ eine gute Figur. Es erschienen dann, weil ebenfalls in die Jahre gekommen, mit Rollator, Hedi Laux und Elke Monreal als die Kessler Zwillinge mit einem Hit aus dem Jahre 1959 „Hallo Boys“. Als Fred Bertelmann tingelte Otto Lohner mit dem „Lachenden Vagabund“ durch den Saal, sehr zur Freude der Zuhörer kam in den Lachphasen ein herrliches Gelächter von Willi Bartz. Helene und Gerd Steffens sangen sehr verliebt „Schöner fremder Mann.“ Als Catarina Valente tanzte Ute Setz mit „Itsy Bitzy Teenie Weeny Honolulu Strandbikini“ durch den Saal. Renate Seul sang als Gitte sehr überzeugend „Ich will ´nen Cowboy als Mann“. Den Abschluss bildete Peter Sprinz als Cliff Richard mit dem Song „Rote Lippen soll man küssen“. Alle Mitwirkenden standen nun auf der Bühne und sangen gemeinsam „Fußball ist unser Leben“ und schwenkten Deutschlandfähnchen. Zum Schluss intonierten alle „So ein Tag, so wunderschön wie heute.“ Inzwischen wurde ein köstliches Buffet aufgebaut. Es wurde gegessen und getrunken, geredet und gelacht, bis dann gegen 21 Uhr die Letzten den Heimweg antraten. Es hat sich mal wieder erneut gezeigt, die St. Josef Nachbarschaft Nickenich versteht es vortrefflich, zu feiern.

Otto Lohner begeisterte mit vielseitigen Liedvorträgen.

Otto Lohner begeisterte mit vielseitigen Liedvorträgen.

In farbenfrohen Kostümen feierten die Mitglieder das langjährige Bestehen der Nachbarschaft. Fotos: privat

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