Allgemeine Berichte | 22.08.2018

Judo Club Swisttal feiert 40. Jubiläum

Von der Matte aufs Wasser

Die ganze Gruppe mit Skipperin Cynthia, Maat Willem, Hund Tsjebbe und vielen Judokas kurz vor der Abreise an Deck der Vrouwe Jitske. privat

Swisttal. Der Judo Club Swisttal e.V. lud zum 40. Jubiläum seine Mitglieder und Freunde zum Segeln ein. Erstmals fuhr der Verein im Sommer und hatte so zwar weniger Wind, dafür aber mehr Sonne zur Verfügung. Nach über 20 Jahren Freundschaft mit der Skipperin der Vrouwe Jitske, Cynthia Coolen, lud diese die Gruppe ein, einen Tag früher an Bord zu kommen und einen Tag länger zu bleiben. Leider konnte die Gruppe wegen bestehender Termine nur früher nach Edam, den Heimathafen des Flachbodenschiffs von 1907, anreisen, jedoch nicht länger bleiben. Obwohl das Schiff seine Touren im Sommer sonst in Makkum startet und beendet, begann die Fahrt diesmal in Edam, da das Schiff gerade frisch überholt aus der örtlichen Werft kam.

Am Freitag in Edam angekommen, konnte die Gruppe in aller Ruhe das Schiff beladen und einkaufen gehen, bevor es Samstagmorgen auf die erste Etappe nach Lelystad ging. Vom dortigen Bataviahafen, der 2013 eröffnet wurde, ging es auf die ehemalige Insel Urk, die in der Region zur ältesten Landmasse zählt. Nach ausgiebig genutzten Stunden am Strand segelten die Judokas am Montag nach Laaksum, einem „Hafen“, der nur aus einem Kai besteht und in dem die 20 Meter lange Vrouwe Jitske das größte anlegefähige Schiff ist. Obwohl auf dem Festland gelegen, kommt man sich dort wie auf einer einsamen Insel vor, da es außer ein paar alten Hütten nichts gibt. Natürlich war auch dort kein Halten, und die ganze Gruppe verbrachte den Abend mit Maat Willem und Schiffshund Tsjebbe im Wasser.

Run auf Rum aus der Karibik

Dienstag kam endlich Wind auf, sodass das Schiff richtig Fahrt aufnehmen konnte und über die Schleuse in Den Oever in die Nordsee bis nach Oudeschild auf Texel kam. Dort konnte das Einlaufen der Tres Hombres beobachtet werden, dem letzten Segelschiff, das bis heute Fracht vom amerikanischen Kontinent nach Europa bringt. Da das Schiff keinen Motor besitzt, war es interessant das Anlegemanöver und das Sortieren der Segel, die zum ersten Mal nach Wochen Fahrt eingeholt wurden, zu beobachten. Als dann aus dem Frachtraum mehrere Holzfässer voll Rum aus der Karibik entladen wurden, gab es einen regelrechten Menschenauflauf am Kai.

Schneller als die Profis

Am Mittwoch konnten die Judokas dann beweisen, dass sie beim Auslaufen schneller die Segel setzen konnten als die Profis der Tres Hombres, die von der Vrouwe Jitske schnell überholt wurde. Jedoch wurden die Segel schnell wieder eingeholt, als das Schiff seinen Platz auf dem Wattenmeer gefunden hatte, wo der Anker geworfen wurde, um gegen Abend auf dem Watt trocken laufen zu können. Dort wurde ausgiebig Watt gewandert und nachts, bei steigendem Wasser, konnte „Seeleuchten“ bewundert werden.

Am Donnerstag musste Strecke gemacht werden, sodass die Crew alle Segel setzte, sobald die Flut genug Wasser unter den Rumpf gedrückt hatte. Die Tour ging über die Schleuse in Den Oever zurück ins Ijsselmeer bis nach Medemblik, wo wieder an einem Steg festgemacht wurde, an dem es weder Strom noch Sanitäranlagen gab. Aufgrund des tollen Wetters war auch am letzten Abend Schwimmen die beliebteste Beschäftigung.

Am Freitag führte dann der Weg durch die Schleuse bei Enkhuizen ins Markermeer bis nach Edam, wo am frühen Nachmittag angelegt wurde. Wegen mangelndem Wind musste leider mit dem Motor nachgeholfen werden, um rechtzeitig wieder nach Hause zu kommen. Und so kam die Gruppe vollzählig Freitagabend nach Hause, ohne dass einer länger als ein paar Stunden über Bord gegangen war.

Die ganze Gruppe mit Skipperin Cynthia, Maat Willem, Hund Tsjebbe und vielen Judokas kurz vor der Abreise an Deck der Vrouwe Jitske. Foto: privat

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