Allgemeine Berichte | 06.03.2024

Schülerinnen und Schüler des Städtischen Gymnasiums Rheinbach glänzen bei Jugend forscht

Von digitalen Spielen bis zur nachhaltigen Chemie

Die drei Erstplatzierten, Lukas Commer, Theodor Schuster und Luis Cramer qualifizierten sich als Regionalsieger für die Teilnahme am Landeswettbewerb. Foto: Volker Lannert

Rheinbach. Kann man mit digitalen Spielen etwas dazu beitragen, dass es Mutter Erde besser geht? Wie gelingt klimafreundlicheres Einkaufen? Sind Trinkwasser und daraus hergestellte Getränke wirklich gesund? Mit diesen und weiteren Themen errangen acht Schülerinnen und Schüler des Städtischen Gymnasiums Rheinbach beim Regionalwettbewerb Bonn/Köln von Jugend forscht/Schüler experimentieren an der Universität Bonn erste und zweite Preise. Die drei Erstplatzierten, Lukas Commer, Theodor Schuster und Luis Cramer qualifizierten sich als Regionalsieger für die Teilnahme am Landeswettbewerb.

Aufgeregt und gespannt, ob ein Wettbewerbssieg bei Jugend forscht möglich ist, präsentierten die insgesamt 25 Jungforscher des SGR neben weiteren 49 Schüler*innen anderer Schulen der Region der Jury sowie allen Interessierten ihre eigenen Projekte an ihren Projektständen in der Aula der Universität Bonn. Begleitet wurden die jungen Wettbewerbskandidaten von ihrer Chemie- und Informatiklehrerin Dr. Daisy Breitbach, ihrer Projektleiterin Martina Cerfontaine sowie von Schulleiter Stefan Schwarzer.

Die Siebtklässler Lukas, Theodor und Luis hatten die Idee gehabt, dass man auch spielerisch lernen kann, wie jeder mit unserer Umwelt gut umgehen kann. „Wir waren sehr stolz, unser digitales Spiel Save the Future vorstellen zu dürfen“, strahlt Luis. „In unserem Spiel geht es darum zu lernen, wie man der Umwelt etwas Gutes tun kann, damit es unserer Erde auch noch in vielen Jahren gut geht und die folgenden Generationen schon früh in der Schulzeit oder sogar schon im Kindergarten lernen können, wie es richtig geht. Wie man sich verhalten muss, damit unsere Umwelt erhalten bleibt, lernt man in unserem Spiel durch verschiedene Mini-Games wie zum Beispiel: Müll in die richtige Tonne werfen, damit er gut recycelt werden kann und kein nicht mehr verwertbarer Müll entsteht. Unser Ziel ist es, dass möglichst viele Menschen unser Spiel nutzen, um mit Spaß zu lernen. Da wir den ersten Preis in Mathe/Informatik gewonnen haben, hoffen wir nun, dass wir uns nun auch beim Landeswettbewerb gut schlagen.“

Einen zweiten Preis in der Kategorie „Chemie“ brachten Natalie Donges und Lena Effelsberg aus der Jahrgangsstufe 8 mit Heim an das Städtische Gymnasium. „Wir wissen, dass die Firma Lego® für ihre Spielzeugreifen als Material Styrol-Ethylen-Butylen-Styrol verwendet, das über mehrere Schritte aus Erdöl gewonnen wird“, erklärt Natalie. „Das ist nicht sehr nachhaltig. Wir sind daher der Frage nachgegangen, ob man nicht auch Materialien für Spielzeugreifen verwenden kann, die sowohl einfacher herstellbar als auch biologisch abbaubar sind. So haben wir z.B. damit experimentiert, die Reifen aus Stärke herzustellen. Das ist nachhaltig und umweltfreundlich.“

Die Neuntklässler Ole Goebel, Joshua Grüner und Paul Schauermann entwickelten ein modulares und wiederverwendbares Raketensystem (MWR), indem sie Wasserraketen zu der Trägerrakete ihres Systems nutzen. Sie sicherten sich mit ihrem Experiment ebenfalls einen wohlverdienten zweiten Preis sowie zusätzliche Sonderpreise.

Weitere Sonderpreise gingen an die Achtklässler Johan Schwarzer, Jan Beninde und Felix Mertens, die die Begrünung von Gebäuden und vor allem Luftwärmepumpen mit Pflanzenbedeckung erforschen. Auch das Projekt von Timo Schmanke, Nils Kaiser und Felix Knopp (Jahrgangsstufe 7), in dem daran geforscht wird, Seife mit Peeling-Effekt, die handelsüblich Mikroplastik enthält, nun mit natürlichen Mitteln herzustellen, wurde mit Sonderpreisen gewürdigt.

Alle 25 Jungforscher sind sich einig, dass sie am SGR weiter forschen wollen, „da es viel Spaß macht, spannend ist und wir vielleicht so etwas gegen den Klimawandel unternehmen und etwas für die Umwelt tun können“, fasst Lena die Gründe für ihren gemeinsamen Forschungsdrang zusammen.

Die drei Erstplatzierten, Lukas Commer, Theodor Schuster und Luis Cramer qualifizierten sich als Regionalsieger für die Teilnahme am Landeswettbewerb. Foto: Volker Lannert

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