Besondere Märchenstunde bei Carola Philips
Von goldenen Kindern und bösen Hexen
Erzählungen aus anderen Kulturen begeistern das Publikum
Wachtberg-Niederbachem. Die Säge wimmert unter den Händen von Susanne Seewald, während Carola Philips mit verschmitztem Lächeln und leiser Stimme zum ersten Satz anhebt. Die Zuschauer sitzen mucksmäuschenstill im Wohnzimmer der Gastgeberin, verteilt auf Sesseln, Sofa und gemütlichen Sitzkissen.
Philips und Seewald hatten, wie schon im letzten Jahr, auch im Rahmen dieser Wachtberger Kulturwochen wieder zu einer Märchenstunde der besonderen Art eingeladen. Denn das, was Philips vorträgt, sind keine altbekannten Märchen der Gebrüder Grimm, sondern immer Erzählungen aus anderen Kulturen. „Es war einmal und ist doch nicht geschehen“, hat sie denn auch die Vorstellung genannt, entführte sie doch die überwiegend erwachsenen Zuhörer ins ferne Rumänien. Mit der Geschichte des Bajuwaren-Sohnes tauchte sie ein in die Welt von anno dazumal. Wie der junge Mann seine Frau erwählt, die ihm Kinder aus Gold zu gebären verspricht und dies auch tatsächlich geschieht. Angetrieben von Neid stellt sich aber eine Hexe dem Glück der beiden in den Weg, vertauscht die Kinder und bringt die Ehefrau derart in Misskredit, dass der Ehemann diese verstößt und stattdessen die Hexe zur Frau nimmt. Über Irrwege finden Jahre später die Goldkinder, wie anders sollte es in einem Märchen auch sein, zurück zu Vater und Mutter. Der Hexe wird letztendlich böse der Garaus gemacht.
Philips verstand es wieder auf ihre ganz eigene, teils amüsierte, teils skurrile Art und Weise, dem Erzählten genau jenen Hauch von Zauberei und Grusel zu verleihen, den es brauchte, um die Zuhörer mit auf die Reise in diese Märchenwelt zu nehmen.
Susanne Seewald begleitete sie dabei akustisch nicht nur auf der Säge, sondern auch auf dem Bandeon sowie mit Gesang, teils im Duett mit Philips. Es war einmal, es ist doch nicht geschehen… wie auch immer, es war wieder eine ganz besondere Märchenstunde.
Pressemitteilung der
Gemeinde Wachtberg
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