Waldorfkindergarten Silberquell in Mendig
Vorfreude auf die Schule mit einer Portion Trennungsschmerz
Kinder führten Stock-Eurythmie zum Abschluss auf - Quitten-Baum als Erinnerung
Mendig. Im Waldorfkindergarten Silberquell in Mendig fand kürzlich die Verabschiedungsfeier der Vorschulkinder statt. Schon in den Wochen zuvor übten diese freitags eine besondere Aufführung ein: die Stock-Eurythmie. Eurythmie (eine Art Bewegung zu sich reimenden Versen und Liedern) ist von jeher Bestandteil des wöchentlichen Ablaufs im Waldorfkindergarten, doch nun sollten die Vorschulkinder zusätzlich zu ihren Armen und Beinen auch noch einen zuvor selbst ausgewählten und von seiner Rinde befreiten Stock von einem Meter Länge beherrschen lernen. Eine Aufgabe, die sicherlich viel Übung, Konzentration und vor allem Ausdauer verlangt, eben genau die Fähigkeiten, die in der Schule zum Erfolg führen.
Dementsprechend aufgeregt war die kleine Gruppe dann auch mittags beim Eintreffen ihrer Familien.
Erleichtert und froh nach der geglückten Aufführung bekam jedes der fünf Vorschulkinder eine Krone aufgesetzt und wartete gespannt auf die Geschichte der Kindergartenleiterin vom Auszug der Königskinder in die Welt, in deren Verlauf jedes Kind in seiner Persönlichkeit beschrieben wurde und eine von den Eltern gebastelte Marionette überreicht bekam. Das Ende der Feierlichkeiten stellte das Durchschreiten des Blumenbogens dar, um auf diese Weise symbolisch den Eintritt in einen neuen Lebensabschnitt zu vollziehen.
Die Kinder und ihre Familien zeigten sich bei den Erzieherinnen für eine gute, liebevolle und von Vertrauen geprägte Zeit erkenntlich mit dem Einpflanzen eines Quitten-Baumes im gerade neu angelegten Gartenbereich des Kindergartens, versehen mit einer Schiefertafel: „Niemals geht man so ganz“, und den Namen der Kinder. Im Anschluss wurde im Garten noch gegrillt, gefeiert und Geschichten ausgetauscht, bevor sich die Kinder und ihre Familien in die Schulferien verabschiedeten.
Die Kinder lauschten der Geschichte der Königskinder.
