Allgemeine Berichte | 23.08.2021

Verbandsgemeinde Vallendar

Vorkommen von Jakobskreuzkraut

Hinweise für alle Grundstücksbesitzer

Vallendar.Auf Grünland- und Brachflächen, Wegrändern und Böschungen kann neben anderen gelb blühenden Arten auch das Jakobskreuzkraut (Senecio jacobaea) auftreten. Die heimische Staude ist auch in der Vergangenheit immer wieder vereinzelt in Grünlandbeständen aufgetreten. In den letzten Jahren haben sich die Bestände allerdings sehr stark vermehrt. Problematisch ist der sehr hohe Giftstoffgehalt (Alkaloide) in allen Pflanzenteilen, sodass v.a. Weidetiere stark gefährdet sind. Aber auch für den Menschen besteht Gefahr, wenn Pflanzenteile aufgenommen werden.

Die Grünlandpflanze konnte sich in den letzten Jahren aufgrund nicht ordnungsgemäßer Grünlandbewirtschaftung und durch Einbringen von verunreinigtem Saatgut stark ausbreiten. Die Pflanze verfügt zudem über ein extrem hohes Samenpotential, ihre Flugsamen verbreiten sich über Wind und auch durch Verschleppung von Fahrzeugen. Leider haben auch die letzten Hitzejahre sehr stark zur Verbreitung der Pflanze beigetragen. Das Jakobskreuzkraut ist aber auch wichtiger Pollen- und Nektarspender für viele Insekten.

Grundstücksbesitzern in der Verbandsgemeinde Vallendar werden dennoch folgende Maßnahmen empfohlen:

• Ausschließlich Verwendung von sogenannten zertifizierten Saatgut für die Anlage von Blumenwiesen u.a.

• Bei Auftreten von Einzelpflanzungen sollten die Stauden möglichst tief ausgestochen werden (Pfahlwurzel) und anschließend im Restmüll entsorgt werden.

• Bei größeren Flächen Mahd der Kreuzkrautbestände bei Blütenbeginn (ab Ende Juli)

• Ordnungsgemäße Grünlandbewirtschaftung (dichte Grünlandnarbe, Vermeidung von Trittschäden, angepasste Düngung usw.)

Hinweise zum Jakobskreuzkraut (Beschreibung Pflanze, Verwechslungsmöglichkeiten usw.) sind einem Faltblatt des Julius-Kühn-Institutes zu entnehmen (Info über www.julius-kuehn.de/media/Veroeffentlichungen/Flyer/Jakobs-Kreuzkraut.pdf).

Pressemitteilung

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