Allgemeine Berichte | 16.02.2024

SGD Nord bittet um Rücksicht auf Amphibien

Vorsicht: Grasfrosch, Erdkröte und Co. gehen auf Wanderschaft

Heimische Amphibien wie die Erdkröte treten die Wanderung zu ihren Laichplätzen vorzugsweise nachts an. Dabei überqueren sie mitunter auch Verkehrsstraßen. Für die Überquerung benötigen Sie etwa 15 Minuten. Foto: Stefan Backes/SGD Nord

Rheinland-Pfalz. Bald ist es wieder so weit: Heimische Amphibienarten wie zum Beispiel die Erdkröte, der Grasfrosch oder auch Molche begeben sich ab Mitte Februar auf ihre jährliche Reise. Auf dem Weg zu ihren Laichgewässern legen sie beachtliche Strecken von bis zu mehreren Kilometern zurück. Dabei queren sie auch vielbefahrene Straßen, die für sie zur Gefahr werden können. Die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord appelliert daher an Verkehrsteilnehmende, in den nächsten Wochen Rücksicht auf wandernde Amphibien zu nehmen.

Wann genau die Amphibien zu ihren Laichgewässern aufbrechen, hängt von der Außentemperatur und der Luftfeuchtigkeit ab. Sobald die nächtlichen Temperaturen mehrere Tage infolge auf fünf bis zehn Grad Celsius klettern, machen sich frühlaichende Arten wie zum Beispiel der Grasfrosch (Rana temporaria) oder die Erdkröte (Bufo bufo) auf den Weg. Dabei bevorzugen sie bekannte Strecken. Diese führen häufig über vielbefahrene Verkehrsstraßen, die für sie lebensbedrohlich sein können. Neben dem Risiko, von den Fahrzeugreifen erfasst zu werden, kann auch das bloße Hinwegfahren über Amphibien für sie weitreichende Folgen haben. Denn ab Geschwindigkeiten von 30 km/h entsteht unterhalb des Fahrzeugs ein Unterdruck, der zu schweren inneren Verletzungen führen kann.

Daher bittet die SGD Nord als Obere Naturschutzbehörde in den kommenden Wochen um besondere Vorsicht. Zu den betroffenen Verkehrsstraßen zählt beispielsweise die L 309 zwischen Vallendar und Hillscheid. Wer die aufgestellten Hinweisschilder beachtet, die Geschwindigkeit reduziert oder auf weniger betroffene Straßen ausweicht, leistet einen wichtigen Beitrag zum Schutz und Überleben der heimischen Amphibienarten. An einigen Straßen, wie zum Beispiel der parallel zum Laacher See verlaufenden L 113, wurden besondere Schutzvorkehrungen getroffen: Mehrere Tunnel, sogenannte Amphibien-Leitsysteme, ermöglichen den Amphibien eine sichere Reise zu ihren Laichplätzen.

Zum Hintergrund

Viele heimische Amphibienarten sind stark gefährdet. Deshalb setzt sich die SGD Nord aktiv für ihren Schutz ein. Neben der Förderung des ehrenamtlichen Amphibienschutzes werden auch im Rahmen von Artenschutzprojekten zahlreiche Maßnahmen zum Schutz von Grasfrosch, Erdkröte und Co. ergriffen.

Pressemitteilung SGD Nord

Heimische Amphibien wie die Erdkröte treten die Wanderung zu ihren Laichplätzen vorzugsweise nachts an. Dabei überqueren sie mitunter auch Verkehrsstraßen. Für die Überquerung benötigen Sie etwa 15 Minuten. Foto: Stefan Backes/SGD Nord Foto: Stefan Backes

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Bildergalerien
Lampionfest in Weißenthurm
Heimat aktiv erleben
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0366#
Innovatives rund um Andernach
PR Anzeige Last Christmas Musical in Koblenz
Erzieher / Heilerziehungspfleger / Pflegefachkraft (m/w/d)
vermisste Brille
Anzeige Fahrzeugsegnung
Empfohlene Artikel
Der voll besetzte Marktplatz. Fotos: DU
46

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Obwohl er heuer schon in die 5. Runde geht, war der „Musiksommer Ahrweiler“ noch Ende Mai akut in Gefahr. Durch den relativ kurzfristigen Rückzug einer Sponsorenzusage, war dem beliebten Musikevent, das überdies nicht unerheblich zur Innenstadtbelebung beiträgt, eine wichtige Finanzierungssäule von rund 20.000 Euro weggebrochen. Doch dank des Engagements bestehender und neuer...

Weiterlesen

Laura Epstein (Mitte) wird neue Mayschoßer Weinkönigin, Eva Kirsch wird als Weinprinzessin amtieren. Rechts Mirco Burkardt (stellv. Vorsitzender WG Mayschoß-Altenahr). Foto: DU
42

Mayschoß. Zwei Wochen nachdem in Altenahr die zukünftigen Weinmajestäten verkündet wurden, zog mit Mayschoß am vergangenen Wochenende ein weiterer Mittelahr-Ort in Sachen Weinmonarchie nach: kommende Weinkönigin des Jahres 2026/27 wird Laura Epstein! Durch ihren Freund, der aus einer Mayschoßer Winzerfamilie stammt, ist die 25-jährige Musikerin eng mit dem Wein und dessen Anbau vertraut, schon oft packte sie im Weinberg tatkräftig mit an.

Weiterlesen

Noah Bach (links) und Niclas Hauffe besprechen die Flugroute, bevor sie vom Flugplatz Ailertchen aus zur Befliegung der Mittelspannungsleitungen starten
30

Koblenz/Westerwald/Eifel. Wenn Noah Bach und Niclas Hauffe in die Luft gehen, ist das kein Zeichen schlechter Laune, sondern hoch konzentrierte Präzisionsarbeit. Im Auftrag der Energienetze Mittelrhein (enm) inspizieren die beiden aktuell per Helikopter die Mittelspannungsfreileitungen zwischen Eifel und Westerwald. Ihr Ziel: mögliche Schäden frühzeitig erkennen, bevor sie zu Störungen führen. Während...

Weiterlesen

Weitere Artikel
Aufgrund eines Ladendiebstahls fahndet die Polizei nach dem Verdächtigen.
1041

Hochpreisiges Parfüm gestohlen

Bonn: Polizei fahndet nach Ladendieb

Bonn. Fahndung nach einem mutmaßlichen Ladendieb in Bonn: Das Kriminalkommissariat 15 der Bonner Polizei hat eine öffentliche Suche nach einem Verdächtigen eingeleitet, der im Verdacht steht, am 12. März 2026 ein teures Parfüm aus einer Parfümerie in der Bonner Innenstadt gestohlen zu haben.

Weiterlesen

Foto: Polizei
8262

Die Gesuchten sollen einen 24-Jährigen bewusstlos geprügelt haben:

22.06.: Fahndung: Wer kennt diese Männer?

Köln. Die Kriminalpolizei Köln fahndet mit Bildern von Zeugen nach zwei Männern, die am 12. Februar (Weiberfastnacht) einen 24-Jährigen angegriffen und schwer am Kopf verletzt haben sollen.

Weiterlesen