Allgemeine Berichte | 25.10.2018

Jagdbehörde rät zur besonderen Aufmerksamkeit auf den Straßen

Vorsicht, Wildtiere!

Mayen-Koblenz. Die Jagdbehörde des Kreises Mayen-Koblenz rät zur besonderen Aufmerksamkeit auf den Straßen, da es gerade im Herbst und Winter zu gefährlichen Begegnungen mit Wildtieren kommen kann.

„Die Tage werden kürzer, immer mehr Menschen sind im Berufsverkehr in der Dämmerung und der Dunkelheit unterwegs, zu Tageszeiten in denen auch Wildtiere aktiv sind. Besondere Aufmerksamkeit ist auf Straßen im Übergangsbereich zwischen Feldern und Wald notwendig“, erklärt Michael Erlemann. Im Schutz der Dämmerung und Nacht wechseln Wildtiere gerne die Straßen zu ihren Futterplätzen.

Aber auch auf Straßen mitten im Wald ist grundsätzlich mit Wildtieren zu rechnen. „Wo Wald ist, sind Wildtiere und diese tauchen meist plötzlich für den Autofahrer auf der Fahrbahn auf, auch wenn dort keine Warnschilder stehen“, so Erlemann. Während Fuchs, Dachs und Co. häufig allein unterwegs sind, folgen einem auftauchenden Wildschwein meist noch weitere Tiere.

Auch ein Reh kommt selten allein. Bei Tempo 100 können je nach Gewicht des Tieres eine halbe Tonne und mehr in das Fahrzeug einschlagen. Daher wird grundsätzlich empfohlen, in dieser Jahreszeit Tempo auf den Straßen reduzieren und häufiger mit Fernlicht fahren. Wichtig ist auch, dass nach einem Zusammenprall mit Wildtieren die Unfallstelle abgesichert werden muss.

Das überfahrene Wild darf nicht eingeladen werden – das ist Wilderei und strafbar. Oft werden auch im Herbst und Winter häufiger Wildtiere in einiger Entfernung von Straßen gefunden. Hier handelt es sich meist um nicht gemeldete Zusammenstöße mit Wildtieren. „Diese Tiere starben qualvoll. Jäger und Förster haben speziell ausgebildete Hunde, mit denen diese verletzten Tiere nachgesucht werden können. Daher sollten solche Zusammenstöße umgehend der Polizei gemeldet und die Unfallstelle markiert werden“, so der abschließende Hinweis von Erlemann.

Pressemitteilung der

Kreisverwaltung Mayen-Koblenz

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