Aktionstag Starkregen und Hochwasser in Meckenheim
Vorsorge für alle Fälle
Meckenheim.Mit einem umfassenden Angebot hatte die Stadt Meckenheim zum Aktionstag Starkregen und Hochwasser unter dem Motto „Besser vorbereitet“ eingeladen. Schon vor der Öffnung der Veranstaltung standen die Menschen vor der Jungholzhalle an. Das rege Interesse an Vorsorgetechnik, Vorträgen und individueller Information setzte sich den Tag über fort. Auf der Bühne informierte Professor Dr.-Ing. Lothar Kirschbauer von der Hochschule Koblenz über Wasserwirtschaft im Städte- und Siedlungsbau. Dr. Oliver Buchholz von der Hydrotech sprach über Informationsmöglichkeiten anhand von Gefahrenkarten, die das persönliche Risiko bildlich darstellen. Seitens des Erftverbands berichtete Dr. Daniel Bittner von der interkommunalen Hochwasserschutzkooperation mit Blick auf die Gewässer im Handlungsbereich des Verbands. Informationen zu den Warnstufen und möglichen Anpassung an die Folgen des Klimawandels gab es von Sara Luz von der Verbraucherschutzzentrale NRW.
An den Ständen fanden die Besucher vielfältige Informationen rund um die technischen Möglichkeiten, die Fluten auszusperren, aber auch Ratschläge dazu, wie man das eigene Leben schützen oder sich auf schwierige Situationen vorbereiten kann. Weil der Klimawandel vermehrt Starkregen mit sich bringen wird, zeigte das Landesamt für Umwelt, Natur und Verbraucherschutz die Strategie der Schwammstadt. „Auf unversiegelten Flächen kann viel Wasser versickern und von Pflanzen aufgenommen werden, das sonst in die Kanalisation oder – wenn man Pech hat – in den Keller läuft. Wer also Flächen entsiegelt und Pflanzen im Vorgarten und Garten platziert, schützt sein Haus damit in einem gewissen Maße vor unnötigem Wassereintritt von außen.
Dringt das Wasser vorrangig aus dem überfluteten Kanalnetz ins Haus ein, kann der Einbau einer Rückschlagklappe Abhilfe schaffen. Auch eine Abwasserhebeanlage ist in manchen Fällen eine gute Wahl. Mit dem Wasser gegen das Wasser arbeiten verschiedene Möglichkeiten mobiler Flutschutzvorrichtungen. Lediglich sogenannte Flutschotten setzen den Wassermassen im Falle des Falles mechanischen Widerstand entgegen.
Für das leibliche Wohl sorgte an diesem Tag die Jugendfeuerwehr. Einen Eindruck von den Maschinen, die die Stadt Meckenheim für die Reinigung und Instandhaltung von Abwassergräben einsetzt, bekamen die Gäste vor der Halle. Dort stellte der Bauhof eine Grabenfräse und ein Großgerät für das Entfernen von Sträuchern in schwer zugänglichen Grabenbereichen aus.
