Allgemeine Berichte | 19.07.2019, 16:48 Uhr

Kath. Familienbildungsstätte Neuwied

Vorstand der Familienbildungsstätte beschließt: Es geht weiter!

Die Kath. Familienbildungsstätte Neuwied e.V. wird auch weiterhin Hauswirtschafter auf die Gesellenprüfung vorbereiten. Dies entschied der Vorstand auf seiner Sitzung. Im Bild (v. l.): Thomas Bläsche, Ute Heinrichs, Dorothea Hummerich-Baulig, Mechtild Zilles (Vorsitzende), Lilo Jaschik, Georg Schuhen und Nils Zimmermann. Foto: Familienbildungsstätte Neuwied
172

Neuwied. Die Familienbildungsstätte Neuwied bietet seit dem Jahr 2011 Vorbereitungskurse für die Prüfung zum/zur staatlich anerkannten Hauswirtschafter/in und hat seitdem mehr als 120 Anwärter zum Berufsabschluss verholfen. Der Vorstand des Trägervereins entschied nun, das Projekt trotz Unterfinanzierung im Jahre 2020 weiterzuführen.

Zukunftsberuf Hauswirtschaft

Die Hauswirtschaft ist ein bedeutendes Berufsfeld in der modernen Dienstleistungsgesellschaft. Daher werden bei der Familienbildungsstätte jährlich bis zu 20 Teilnehmer auf die Abschlussprüfung nach § 45,2 BBiG vorbereitet. „Als Bildungsanbieter haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, auch die Menschen zu erreichen, die es bisher beruflich schwer hatten. Da die Prüfungsvorbereitung in Teilzeit erfolgt, ist es für viele Teilnehmer eine große Chance, den ersten beruflichen Abschluss zu erzielen.“, sagt Mechtild Zilles, Vorsitzende des Trägervereins.

Das Finanzierungsrisiko liegt beim Träger

„Leider laufen uns die Kosten für dieses Projekt davon. Einen Teil der Kosten übernimmt die Arbeitsverwaltung durch einen Festbetrag je Teilnehmer. Für Personal, Literatur und Lebensmittel sowie für Miete, Nebenkosten und Zertifizierungsgebühren müssen wir jedoch jährlich einen deutlich vierstelligen Kostenbeitrag aus eigenen Mitteln bestreiten. Das schmerzt!“, sagt Georg Schuhen, ehrenamtliches Vorstandsmitglied des Trägervereins und verweist damit auf die Finanzierungsmodalitäten der Vergaberegularien des sogenannten Bildungsgutscheins. Diese Berechtigungen werden für jeden geeigneten Teilnehmer ausgestellt und sollen damit dem Anbieter die Finanzierung der Maßnahme sichern.

„Deutlich unterfinanziert.“, meint Schuhen: „Wir zahlen ordentliche sozialversicherungspflichtige Gehälter mit allem, was dazu gehört. Dies sind wir unseren Mitarbeitern und Teilnehmern schuldig. Den Weg in die Berufsausbildung sollte man nicht mit Honorarkräften bestreiten. Daher sind wir ständig auf der Suche nach Förderern und Kooperationspartnern, die unsere Idee finanziell unterstützen.“

Mit Qualität zum Erfolg

Aus Sicht des Vorstandes ist das Ausbildungsangebot der Familienbildungsstätte eine kleine Erfolgsgeschichte. Die Teilnehmer werden von zwei Ausbilderinnen sowie einer Sozialpädagogin auf dem Weg zum Berufsabschluss begleitet. „Wir wirken dem Fachkräftemangel entgegen, indem wir selbst ausbilden. Wer den Kurs bei uns geschafft hat, hat in den meisten Fällen sofort oder kurz darauf eine feste Arbeitsstelle. Hier kommt den Teilnehmern mitunter unser gutes Netzwerk zu Kindertagesstätten, Altenheimen und Institutionen zugute, die unsere Prüflinge gerne anstellen.

Der aktuelle Jahrgang wird im Dezember 2019 in die Prüfung gehen. Arbeitgeber, die auf der Suche nach Hauswirtschafterinnen im Bereich der privaten Haushaltsführung, in der Gemeinschaftsverpflegung oder im Bereich der Pflege Bedarf haben, können sich gerne direkt mit der Kath. Familienbildungsstätte Neuwied e. V. unter Telefon 02631 39070 oder E-Mail sekretariat@fbs-neuwied.de in Verbindung setzen.

Pressemitteilung

Familienbildungsstätte Neuwied

Die Kath. Familienbildungsstätte Neuwied e.V. wird auch weiterhin Hauswirtschafter auf die Gesellenprüfung vorbereiten. Dies entschied der Vorstand auf seiner Sitzung. Im Bild (v. l.): Thomas Bläsche, Ute Heinrichs, Dorothea Hummerich-Baulig, Mechtild Zilles (Vorsitzende), Lilo Jaschik, Georg Schuhen und Nils Zimmermann. Foto: Familienbildungsstätte Neuwied

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Empfohlene Artikel
Die neue Brücke in der Beckenkampstraße, die über die darunterliegende Bahnstrecke führt, ist seit wenigen Tagen für den Fuß- und Radverkehr freigegeben.
25

Die Fuß- und Radwegebrücke in der Beckenkampstraße im Koblenzer Stadtteil Horchheim wurde kürzlich nach einem umfangreichen Neubauprojekt wiedereröffnet. Die ursprüngliche Bogenbrücke aus dem Jahr 1914 war im Herbst 2022 abgerissen worden, um Platz für den modernen Ersatzbau zu schaffen. Während der Bauphase mussten technische Anpassungen vorgenommen werden, die den Zeitplan beeinflussten und die Nutzung der Bahnsperrpausen veränderten.

Weiterlesen

Bildergalerien
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Dauerauftrag
Dauerauftrag 2026
Traueranzeige Wolfgang Kruft
Imageanzeige Dauerauftrag 11/2025
Kursangebote 2. Semester
Weitere Artikel
Links: Straßenschild Rheinstraße, Mitte: Nostalgisches Bild der Rheinstraße/Vater Rhein (vom Stadtmuseum Andernach), Rechts: Frau Grafen heute
759

Andernach. Wenn Christina Grafen von ihrer Zeit in der Andernacher Rheinstraße erzählt, klingt es fast so, als würde man für einen Moment die Musik von damals wieder hören. Tanzflächen voller Menschen, mehrere Theken, an denen die Getränke ausgeschenkt wurden, ausgelassene Stimmung und mittendrin sie – meistens hinter dem Tresen, wo es selten ruhig zuging.

Von Dilara Köksal aus Andernach

Weiterlesen

v.l.n.r.: Daniel Phiesel, Christel Engeland, Stefan Raetz, Marcel Richter, Martin Warkentin
278

Rheinbach. Die Bürgerstiftung „Wir für Rheinbach“ hat auch für 2027 wieder einen Rheinbach-Kalender herausgebracht. Die Vorstände Bürgermeister Dr. Daniel Phiesel und Marcel Richter: „Der Bildkalender erfreut sich auch in der 13. Auflage großer Beliebtheit und zeigt wieder interessante Rheinbacher Motive.“ Mit Martin Warkentin hat die Bürgerstiftung erneut einen jungen Fotografen aus Rheinbach gefunden, der mit einem eigenen Blick auf die Rheinbacher Motive schaut.

Von Stefan Raetz aus Rheinbach

Weiterlesen

Karate Dojo Kitai Dieblich
153

Dieblich. Am 25. Oktober 2026 stand beim Karate Dojo Kitai aus Dieblich nicht nur der Sport im Mittelpunkt, sondern vor allem der gute Zweck. Unter dem Motto „100 Kata“ stellten sich rund 50 bis 60 Kinder, Jugendliche und Erwachsene einer besonderen sportlichen Herausforderung. Gleichzeitig wurden Spenden für einen guten Zweck gesammelt.

Von Jens Mentges aus Koblenz

Weiterlesen